Türkischer Ministerpräsident will an syrische Flüchtlinge Flugtickets zum Nulltarif ausgeben

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Türkischer Ministerpräsident will an syrische Flüchtlinge Flugtickets zum Nulltarif ausgeben

September 20, 2015 - 04:46
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Die angespannte Situation an der türkisch-griechischen und türkisch-bulgarischen Grenze ist zunächst entschärft worden. Ministerpräsident Davutoglu versprach einem syrischen Vertreter, allen ausreisewilligen Flugtickets zu spendieren. Unterdessen hat die EU ein Gesetzespaket verabschiedet. Ekelbilder an den Aussengrenzen der EU sollen präventiv die Zuwanderung verhindern.

Istanbul (DHO) - An der türkisch-bulgarischen Grenze, in der Nähe der Provinzhauptstadt Edirne, spielen sich seit Tagen schreckliche Szenen ab. Auf der Zubringerautobahn in Richtung Bulgarien staut sich der Massenansturm an syrischen Flüchtlingen bis in die Provinzhauptstadt Edirne zurück. Inzwischen hat sich ein Teil der Masse in Richtung türkisch-griechischen Grenze Ipsala abgesetzt.

In den Nachmittagsstunden kam es dann zu Ausschreitungen zwischen hinzugezogenen Polizeikräften und syrischen Flüchtlingen. Erst nach dem der Gouverneur der Provinzhauptstadt Edirne mit Vertretern des syrischen Flüchtlingstrecks sprach, beruhigte sich die Lage. 

In Ankara trafen sich unterdessen Ministerpräsident Davutoglu und eine Abordnung syrischer Flüchtlinge. Ein Vertreter forderte die ungehinderte Ausreise aller syrischen Flüchtlinge gen Europa. Davutoglu versprach, für jeden der die Türkei verlassen wolle, ein Flugticket zu spendieren, wenn Europa die Aufnahme gewähre.

Nach Bekanntgabe des Treffens zwischen Davutoglu und syrischen Vertretern und den inhaltlichen Absprachen, hat die staatliche Fluggesellschaft Turkish Airlines (THY) weitere 200 Passagierflugzeuge bei Boing und Airbus geordert. Man munkelt, dass die vorhandenen Kapazitäten der staatlichen Fluglinie kaum ausreichen, um die Massen an Flüchtlingen in einem erträglichen Zeitraum nach Europa zu überführen. Die THY habe daher die Sonderbestellung in Auftrag gegeben. Airbus hat inzwischen aus unerklärlichen Gründen, die Bestätigung zur Auftragsannahme von über 120 Airbus A380 nachträglich abgelehnt. Ersten Gerüchten zufolge soll die EU Druck auf Airbus ausgeübt haben.  Bis zur Klärung, weshalb Airbus den Auftrag abgelehnt, sollen private Halter von Ultraleichtflugzeugen, Segelfliegern und Luftballons dazu verpflichten werden, bei Bedarf syrische Flüchtlinge über die Grenze zu bringen, um so den Druck auf den frisch von der Frontex aufgestellten Grenzzaun von Griechenland bis Bulgarien abzufedern. 

Die EU hat inzwischen in einer Sondersitzung ein Gesetzespaket verabschiedet. Ab sofort müssen an allen Grenzzäunen entlang der EU-Aussengrenze, im Abstand von 50m. und auf einer Höhe von min. 1m 30cm und max. 1m 40cm im rechten Winkel zum Horizont, Ekelbilder mit einer knallgelben Umrandung und angeleuchtet mit einer 60W. Halogenleuchte, angebracht werden. Mit dieser Maßnahme will die EU der Masseneinwanderung einen Riegel vorschieben. Ekelbilder von Hoyerswerda, Mölln oder Solingen und entsprechende Warnhinweise wie "der Aufenthalt in Europa kann zur Christianisierung führen", "Gammelfleisch in den Flüchtlingsunterkünften kann zum Tode führen", sollen die potentiellen Flüchtlinge davon abhalten, nach Europa einzuwandern. 

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