Türkei weltweit auf Platz 5 der Cyberangriffe

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Türkei weltweit auf Platz 5 der Cyberangriffe

März 31, 2016 - 02:06
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Die Türkei ist unter allen Staaten auf der Welt nach Indien das meist attackierte Land, wenn es um Cyberkriminalität geht. Das geht aus einem Bericht des Internet Society Comodo hervor.

Istanbul/TP - Die Türkei ist das fünfte Land in der Welt, das am häufigsten von Cyberattacken betroffen ist, erklärt der Regionalmanager der amerikanischen Internet Security Society Comdo, der für Europa, den Mittlerer Osten und Afrika zuständig ist. Laut Eris Erdem sind die Vereinigten Staaten, Russland, China und Indien am stärksten betroffen, danach folgt die Türkei auf 5. Platz.

Eris Erdem erklärt, dass die Cyberangriffe vorwiegend zur Erpressung benutzt werden, gefolgt von Wirtschaftsspionage. Mit Cyberangriffen auf private Computer würden die betroffenen Opfer erpresst werden, einen bestimmten Betrag zu zahlen, um den durch den Angriff verursachten Schaden rückgängig zu machen. Oftmals würden die Betroffenen dazu genötigt, innerhalb einer kurzen Zeitspanne den geforderten Betrag zu überweisen, um den Computer wieder frei zu bekommen. Die Beträge richten sich auch nach den wirtschaftlichen Verhältnissen, die die Cyber-Angreifer nach der Übernahme des Computers aktiv herausfinden könnten. Von 1.000 bis zu 200.000 US-Dollar belaufe sich dabei der Erpressungsbetrag.

Auch in der Wirtschaft hat sich die Cyberattacke rasant ausgebreitet, sagt Eris Erdem, der in der Türkei eine Studie erstellt hat, wonach die Angriffe seit dem letzten Jahr rasant angewachsen sind. Erdem erklärt weiter, man müsse immer im voraus solche Attacken erkennen und rechtzeitig verhindern. Vor allem Institutionen und Behörden sind Ziele von Angreifern, deren Verhütung eine ständige Herausforderung darstellt, meint der für Aserbaidschan und Türkei zuständige Leiter von Intel, Ilkem Ozar. Eine Umfrage unter vielen Unternehmen habe bereits vor zwei Jahren gezeigt, dass die Verluste durch Cyberangriffe weltweit auf rund 500 Milliarden US-Dollar belaufen. In der gleichen Umfrage wird allein der Verlust in der Türkei auf rund 0,8% des nationalen BIP geschätzt.

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