Izmir: Mutmaßlicher Täter des getöteten russischen Piloten verhaftet

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Izmir: Mutmaßlicher Täter des getöteten russischen Piloten verhaftet

April 01, 2016 - 01:48
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Nach einem anonymen Hinweis, hat die türkische Polizei in Izmir den mutmaßlichen Verantwortlichen für die Tötung des russischen Su-24 Kampfpiloten, den turkmenischen Rebellenkommandeur Alpaslan Celik mit 13 weiteren Kämpfern verhaftet.

Izmir/TP - Der mutmaßliche Täter, der nach einem Abschuss einer Suchoi Su-24 den am Fallschirm hängenden russischen Piloten getötet haben soll, ist Mittwochabend in einem Restaurant in der westtürkischen Millionenmetropole Izmir mit 13 weiteren Kämpfern verhaftet worden. Das bestätigte das Polizeipräsidium in Izmir, ohne Angaben über den Verhaftungsgrund zu machen. Beim Abschuss einer Suchoi Su-24 der russischen Luftwaffe am 24. November 2015 im türkisch-syrischen Grenzgebiet wurde die Su-24 der russischen Luftstreitkräfte von den türkischen Luftstreitkräften mit einer Luft-Luft-Rakete abgeschossen. Nach türkischen Angaben verletzte diese und eine weitere von Latakia gestartete Maschine den türkischen Luftraum beim Angriff auf Ziele nahe der türkischen Grenze und wurde nach zahlreichen Warnungen durch die Besatzungen zweier türkischer F-16 abgeschossen. Russland bestreitet bislang, dass die Kampfflugzeuge türkischen Luftraum verletzt haben.

Laut türkischen Medien, ging ein anonymer Hinweis bei der Polizei in Izmir ein, woraufhin ein Team der Mordkommission die 14 Kämpfer einer turkmenischen Rebellenbrigade verhafteten, darunter den mutmaßlichen Täter Alpaslan Celik, der nach dem Abschuss der Su-24 öffentlich erklärt hatte, er sei für den Abschuss des Piloten verantwortlich. Die Rebellenmiliz kämpft im Nordwesten Syriens gegen das Assad-Regime. Beide Besatzungsmitglieder, Pilot und Waffensystemoffizier, katapultierten sich nach dem Abschuss aus dem getroffenen Flugzeug. Während sie am Fallschirm niedergingen, wurden sie von lokalen Kämpfern mit Handfeuerwaffen beschossen. Dabei wurde der Pilot getötet, der Co-Pilot wurde später von einem syrischen Rettungsteam lebend geborgen.

Der Abschuss wurde durch Russland scharf verurteilt und auf der politischen Seite mit der Wiedereinführung der Visumspflicht für türkische Staatsbürger, verschärften Kontrollen für türkische Lebensmittelimporte in die Russische Föderation und dem Stopp des Pipelineprojektes Turkish Stream sanktioniert. Ein von Präsident Erdoğan erbetenes Gespräch mit Wladimir Putin wurde von diesem abgesagt. Das russische Außenministerium gab eine Reisewarnung für die Türkei heraus. Die russische staatliche Tourismusagentur Rostourismus untersagte daraufhin russischen Reisebüros, Reisen in die Türkei zu verkaufen.

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