Stuttgart: Verdächtiger vom Brandanschlag auf DITIB in Haft

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Stuttgart: Verdächtiger vom Brandanschlag auf DITIB in Haft

April 01, 2016 - 21:39
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Bilder aus einer Überwachungskamera und ein Datenbank-Abgleich der Stuttgarter Polizei führten zu einer Festnahme eines Verdächtigen, der im Dezember 2014 bei einem Brandanschlag gegen eine DITIB-Moschee in Stuttgart-Feuerbach mit dabei gewesen sein soll.

Stuttgart/TP - Einen ersten Erfolg in einer Serie von Brandanschlägen gegen türkische Einrichtungen im Bundesgebiet kann die Stuttgarter Polizei vorweisen. Seit Ende Februar sitzt ein türkischer Staatsbürger in Untersuchungshaft. Die Polizei in Stuttgart hatte nach dem Brandanschlag auf eine DITIB-Moschee in Stuttgart-Feuerbach die Überwachungskameras ausgewertet und danach einen internen Datenbank-Abgleich vorgenommen. Dabei stießen sie auf einen vorbestraften 20-jährigen, der mutmaßlich der PKK zugehört, so die Staatsanwaltschaft. Bis zuletzt hatte man die Festnahme nicht publik gemacht, um drei weitere Täter zu indentifizieren. Der mutmaßliche Verdächtige schweigt jedoch zu den Vorwürfen.

Der Fall kam ins Rollen, nach dem ein Bekennerschreiben auf einer Internetseite auftauchte, in der auch ein Video zum Brandhergang veröffentlichte wurde. Die Internetseite der eine Nähe zur Terrororganisation PKK anzusehen ist, hatte das Bekennerschreiben der sogenannten Baran-Dersim-Rachekommando veröffentlicht. Bei dem Brandanschlag auf die Moschee im Industriegebiet von Feuerbach am 15. Dezember 2015, in der auch weitere türkische Geschäfte angesiedelt sind, entstand ein Sachschaden von rund 80.000,- Euro.

Erst vor zwei Wochen ereignete sich ein ähnlicher Vorfall in Heilbronn. Bei der Brandstiftung die einen Großbrand in einem türkischen Supermarkt in Heilbronn auslöste, vermuten die Betroffenen ebenfalls einen Zusammenhang mit den Feindseligkeiten von PKK-Sympathisanten.

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