Verantwortlicher des Reyhanli-Bombenanschlags liquidiert

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Verantwortlicher des Reyhanli-Bombenanschlags liquidiert

April 01, 2016 - 14:14
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Mihraç Ural, dem die Massaker in Bayda sowie Baniyas und der Bombenanschlag in Reyhanli im Jahre 2013 vorgeworfen wurden, ist tot. Das wurde nun offiziell bestätigt.

Hatay/TP - Der mußmaßliche verantwortliche des Bombenanschlags von Reyhanli im Mai 2013, bei der 51 Menschen getötet wurden, ist tot. Das wurde nun auch amtlich bestätigt. Laut Meldungen wurde Mihraç Ural, ein arabischstämmiger Milizenchef der auf der Seite des Assad-Regimes im syrischen Bürgerkrieg zuletzt in der Region Latakia aktiv war, nach Agenturmeldungen von einer 7-köpfigen türkischen Rebellengruppe namens "Malazgirt TIM" getötet.

Mihraç Ural war ein regierungstreuer türkischer Milizenchef im syrischen Bürgerkrieg in der Region Latakia. Seine Miliz wurde 2012 gegründet und heißt Syrischer Widerstand - Volksfront zur Befreiung der Provinz İskenderun. In den 1970er Jahren war Ural ab 1976 Generalsekretär der 1975 gegründeten linksextremistischen Splittergruppe Acilciler, benannt nach einer damals erschienenen Schriftenreihe Die dringenden Probleme der Revolution in der Türkei (Türkiye devriminin acil sorunları), die einige Jahre nach dem Tod von Mahir Çayan und seinen Genossen aus der THKP-C hervorging und sich bis 1980 auflöste. Ural floh nach dem Militärputsch von 1980 aus der Türkei nach Syrien. Dort genoss er die Protektion von Jamil al-Assad, dem jüngeren Bruder des damaligen Präsidenten, und heiratete dessen Sekretärin Malak Fadal.

Ural ist arabischer Herkunft und Nusairier. In Syrien nennt er sich Ali al-Kayyal. Ihm wird die Beteiligung an einem Massaker im Dorf Baida, nahe der Stadt Banyas vorgeworfen. Unmittelbar nach dem Massaker sprach er in einem Video über die Notwendigkeit die Region zu säubern. Zahlreiche Stimmen in der Türkei halten Ural für einen zwielichtigen Doppelagenten, der vielfach Menschen verraten hat. In der Presse wird er auch als Mitverantwortlicher für das Attentat in Reyhanli im Mai 2013 genannt, bei dem 51 Menschen starben. Ural seinerseits bezeichnet Israel als Drahtzieher des Terroranschlags.

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