Terrorgefahr in Izmir und Adana

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Terrorgefahr in Izmir und Adana

Oktober 04, 2016 - 22:07
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In der Ägäis-Metropole Izmir sowie in der fünftgrößten Stadt Adana herrschte seit den frühen Morgenstunden Terroralarm.

Izmir / TP - Bereits am vergangenem Sonntagabend herrschte in Izmir Terroralarm. Zufahrtsstraßen und öffentliche Verkehrsnetze wurden verschärft kontrolliert. Die Polizei hatte laut türkischen Medien Hinweise von Nachrichtendiensten erhalten, wonach Selbstmordattentäter von der PKK beauftragt worden seien, Ballungszentren aufzusuchen. In Izmir konnte die Polizei am späten Sonntagabend einen der Verdächtigen mit Sprengstoff und Zündmaterial verhaften, meldete die Nachrichtenagentur Anadolu Ajansi.

In den frühen Morgenstunden fasste die Polizei dann einen weiteren Verdächtigen, der als Komplize gilt und dem zuvor Verhafteten Unterschlupf gewährt hatte. Laut Polizeimeldungen wurden in einem Waldstück 3 Kg. Sprengstoff sichergestellt, als man den Komplizen verhaftete. Im laufe des Tages erhöhte sich die Zahl der Festnahmen auf bislang 7 Personen, die in diesem Zusammenhang stehen sollen. 

Laut Medien seien die Sprengstoffattentäter in Kobane ausgebildet worden und hätten dann über die PKK-Kaderführung ihre Befehle erhalten, sich in Ballungszentren zu positionieren.

Aufgrund der Hinweise der Nachrichtendienste stand auch Adana in höchster Alarmbereitschaft. Wichtige Punkte wie das Polizeipräsidium, die Provinzverwaltung wurden verschärft bewacht. In den Morgenstunden verhaftete die Polizei daraufhin zwei Verdächtige Personen, die den Flughafen, die Nähe des Polizeipräsidiums und den Amtssitz des Provinzgouverneurs ausgekundschaftet hätten. Kurze Zeit später wurden 7 Kraftfahrzeuge sichergestellt, die mit Sprengstoff prepariert waren. Laut Provinzgouverneur hatten die Verdächtigen sowie 3 weitere Verdächtigen vor, zeitgleich in drei Zielen Sprengstoffattentate auszuüben.

Türkische Medien berichten, dass die Hauptdrahtzieher, ein Student an der Dicle Universität sowie ein Geschäftsmann aus Adana eine Sprengstoffausbildung in Kobane erhalten hätten.

Geheimdienst MIT wird reorganisiert

Laut Zeitungsmeldungen will die türkische Regierung den türkischen Nachrichtendienst MIT restruktuieren. Demnach wird die MIT die bislang als In- und Auslandsgeheimdienst tätig ist, aufgeteilt. Es wird geplant einen In- sowie Auslandsgeheimdienst aufzubauen, die zwar unabhängig arbeiten, jedoch direkt der Regierung unterstellt wird. Die Koordination wird dabei von einer übergeordneten Behörde übernommen. Wie die sich gestalten werde, steht indes noch aus. Bekannt ist nur, dass die nun aufgabenspezifischen Nachrichtendienste durch ein übergeordnetes Organ instruiert und koordiniert werden, die selbst einen direkten Draht zur Regierung hat. 

Laut Medien war die Restruktuierung des Nachrichtendienstes MIT bereits kurz nach dem gescheiterten Putsch am 15. Juli beschlossene Sache. Durch die Umstruktruierung erhofft sich die Regierung eine effizientere Arbeiter der Nachrichtendienste.

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