Exodus aus Idomeni - Blüm distanziert sich

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Exodus aus Idomeni - Blüm distanziert sich

März 15, 2016 - 20:06
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Ein Flugblatt das in Idomeni herum gereicht wird, hat zu einem Exodus der Flüchtlinge aus dem Camp geführt. Ex-Minister Norbert Blüm, der eine Nacht im Lager übernachtet hatte, bestreitet einen Zusammenhang mit seiner Übernachtung.

Athen/TP - Ein mit "Kommando Norbert Blüm" unterzeichnetes Flugblatt hat dazu geführt, dass die Flüchtlinge im griechischen Lager von Idomeni in Richtung Mazedonien aufgebrochen sind. In dem Flugblatt sind Empfehlungen und Anweisungen enthalten, die den Flüchtlingen den Weg nach Mazedonien aufzeigen. Das in arabischer Sprache verfasste Flugblatt wurde von Unbekannten im Lager verteilt. 

Bis zu 2.000 Flüchtlinge brachen am Montag aus Idomeni in Richtung Mazedonien, begleitet durch internationale Helfer und zahlreichen Journalisten. Allerdings sollen über die Hälfte in Mazedonien aufgegriffen und nach Griechenland zurück gebracht worden sein.

An der mazedonischen-griechischen Grenze wurden derweil an die 70 internationale Helfer und Journalisten vorläufig festgenommen, die den Flüchtlingsstrom in Richtung Mazedonien begleiten wollten. Einem Tweet zufolge kamen die meisten gegen eine Strafe von 260,- Euro und mehreren Stunden polizeilichem Arrest, frei.

Auf das Flugblatt reagierte Norbert Blüm mit einem Dementi. Blüm zeigte sich zwar mit den verzweifelten Flüchtlingen solidarisch, stritt jedoch ab, mit dem Flugblatt etwas zu tun zu haben.

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