Die angeblichen Todeskeller der Türkei

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Die angeblichen Todeskeller der Türkei

März 16, 2016 - 03:09
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Ausgangspunkt dieser Recherche ist eine arte-Dokumentation über "Die geheimen Todeskeller der Türkei". Es geht um die Vorfälle in Cizre, während der Ausgangssperre zwischem dem 23. Januar und 10. Februar 2016.

Diyarbakir/TP - Es gibt bis heute keine eindeutigen Beweise über Zivilisten, die in Kellern durch Sicherheitskräfte mutwillig in Gefahr gebracht oder getötet wurden. Dennoch haben die Mutmaßungen längst europäische Gefilde erreicht. Insbesondere auf Druck der prokurdischen Partei HDP, hat die Situation einen besonderen Stellenwert erreicht. Ob diese berechtigt sind oder nicht, steht indes aus. Nur ein einziger unzureichend koordinierter und nur bedingt verwertbarer Bericht ist bislang von der Menschenrechtsorganisation IHD veröffentlicht worden, dass mehr Frage aufwirft, als Antworten liefert. Aber was vor allem auffällt: in den Mutmaßungen der HDP wird der Begriff "Zivilist" erst gar nicht erwähnt. Es geht meistens nur um "Personen" und "Menschen" oder bestimmte Personen, die eine politisch-gesellschaftliche Stellung inne haben.

Der einzige Vorabbericht, den die türkische Menschenrechtsorganisation IHD bislang über Cizre und den "Kellern", genauer gesagt über einen einzigen Keller, veröffentlicht hat, wurde von der Gerichtsmedizinerin Prof. Dr. R. Sebnem K. Fincanci aus Istanbul erstellt. Sie erreichte den Ort des mutmaßlichen Geschehens am 3. März zusammen mit HDP-Abgeordneten Faysal Sariyildiz. Es wird auch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Bericht als Unterstützung für eine größere Begehung verwendet werden wird.

In dem Bericht werden daher nur wenige Bilder veröffentlicht, die überdies eine geringe Auflösung haben und über die Befunde keine genauen Rückschlüsse zulassen. Auch die Ausführungen im Detail werden doch recht schnell irreführend und die Zusammenhänge sind daher nicht mehr plausibel. So wird in dem Bericht zwar von einem verkohlten Kieferknochen die Rede sein, jedoch im Anschluss erklärt, es befände sich auch eine Art Baumwolle in der Nähe, die ohne erkennbare Schäden herumliege. Der Bericht mutmaßt, dass die verkohlten Knochenfunde womöglich nur einer spontanen bzw. kurzfristigen Hitze ausgesetzt wurden. Was aber immer noch nicht erklärt, wieso die "Baumwolle" nur wenige Meter weiter, augenscheinlich von der Hitze unberührt blieb. So bleibt der Bericht auch vieles schuldig und wirft mehr Fragen auf, als es Antworten liefern könnte.

Wir haben versucht die Zusammenhänge chronologisch zu erfassen, wobei es schon allein wegen zwei verschiedener Orte, die nur wenige hundert Meter voneinander entfernt sind, recht schwierig erscheint, den Überblick zu behalten. Man darf auch nicht vergessen, dass der Stadtteil Cudi mehr als anderhalb Monate unter schweren Kämpfen zwischen der PKK, seiner Jugendorganisation YDG-H und Sicherheitskräften stand. Die YDG-H setzt sich hauptsächlich durch von der PKK motivierte Jugendliche im Alter zwischen 13 bis 21 zusammen, die von erfahrenen Führern der PKK mit leichten und schweren Waffen ausgestattet, befehligt werden. Sie bilden im Grunde die "Speerspitze" in diesem Häuserkampf gegen die staatliche Obrigkeit. 

Die Sondereinsatzkräfte widerum haben es in den Gassen, Straßen und Gebäuden immer wieder mit Straßensperren, Gräben und Sprengfallen zu tun, die sie erst entweder mühsam und unter feindlichem Beschuss weg räumen, auffüllen, entschärfen bzw. aus der Entfernung heraus zum detonieren bringen müssen. Gleichzeitig hat sich längst herum gesprochen und wird auch sehr ernst genommen, dass sich unter den Notrufen die bei der Polizei oder den Krankenhäusern eingehen, auch solche befinden, die eine Falle für die Sicherheitskräfte bedeuten können. 

In der Stadt selbst waren während der Ausgangssperre ca. 12.000 Einwohner (112.000 davor) verblieben. Wie viele davon allein in dem Stadtteil Cudi während der Ausgangssperre verblieben waren, ist bislang nicht bekannt. Gesicherte Erkenntnisse darüber gibt es jedoch nicht.

23. Januar
In Cizre schlägt eine Granate in ein Wohnhaus mit angeblich 23 Personen ein. Darunter befindet sich auch der Co-Vorsitzende des Volkskomitees Mehmet Tunc. 10 Personen werden nach seinen Angaben verletzt. Weil die Kämpfe anhalten, können die Verletzten nicht ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Ein Soldat einer Spezialeinheit wird getötet. Medien berichten über Tunnels und Hausdurchbrüchen, die die PKK verwende.

24. Januar
HDP-Abgeordnete versuchen angeblich in einer Dringlichkeit mit dem Innenministerium in Kontakt zu treten, darunter Behçet Yıldırım, Hişyar Özsoy, Hüda Kaya, Nimetullah Erdoğmuş und Sibel Yiğitalp. Sie machen sich danach in Ankara auf den Weg zum Innenministerium.

Im selben Augenblick warten im Stadtteil Cudi 28 Personen auf ihre Evakuierung. Inzwischen sind 3 Personen ihren Verletzungen erlegen, so die Berichte aus der HDP.

Ein Soldat einer Spezialeinheit wird getötet.

25. Januar
HDP-Abgeordneter Faysal Sariyildiz erklärt, dass sich in der Bostanci Straße 23 im Keller etwa 30 Personen befinden und die Kämpfe weiterhin anhalten. Die oberen Stockwerke würden beschossen werden. Mehmet Tunc berichtet über die Zustände im Keller.

Am 43. Tag der Ausgangssperre verstirb laut Sariyildiz, Selami Yilmaz an seinen Verletzungen. Yilmaz wird später als ein Sympathisant der PKK identifiziert. Höchstwahrscheinlich war Selami Yilmaz auch Mitglied der YDG-H und hat in den Kämpfen mitgewirkt, wurde dann verletzt. Vermutlich sind alle in diesem Keller YDG-H Mitglieder, die durch die Kämpfe zum Rückzug gezwungen wurden und in diesem Gebäude festsitzen. Ein Beleg dafür könnte auch eine SMS-Nachricht sein, die an eine HDP-Abgeordnete gesendet wird, die daraufhin zur Mobilisierung und Widerstand gegen die Autorität aufruft.

Der Generalstab meldet die Eliminierung von 5 Snipern in den Reihen der PKK durch Spezialeinheiten des Militärs, die ein Vordringen der Sicherheitskräfte erschwert hatten. Die Operation sei innerhalb einer Woche erfolgt und habe dazu geführt, dass die Sniper aufgespürt und getötet wurden, heißt es in der Erklärung.

Medien berichten über die Aufhebung von Straßensperren und Sprengfallen in Gassen und Häusern.

27. Januar
Mehmet Tunc, Co-Vorsitzende des Volkskomitees wartet mit 23 (37 laut AGOS-Zeitung) Personen auf Hilfe. Tunc versorge laut eigener Aussage die Verletzten mit Matratzenfüllungen und Tüchern, die er im Keller vorgefunden habe. Tunc tritt Anfang September, Ende Oktober 2015 zum ersten Mal in Erscheinung, als er in einem Interview aus Cizre die katastrophale Lage der "Kämpfer" beschreibt und dass sich diese den Aufforderungen der Sicherheitskräfte nicht stellen wollen, die Waffen niederzulegen und sich zu ergeben.

Nusret Bayar erliegt seinen Verletzungen. Faysal Sariyildiz erklärt im laufe des Tages, dass die Verletzungen von Veli Cicek (13) und Sultan Irmak (16) schwerwiegend sind. Kurz darauf beginnen HDP-Abgeordnete Meral Danis Bestas, Osman Baydemir und Idris Baluken ihren Hungerstreik vor dem Innenministerium. 

Der Provinzgouverneur von Sirnak erklärt, man habe Krankenwagen geschickt, aber keine Rückmeldung erhalten.

28. Januar
HDP-Abgeordneter von Sirnak, Ferhat Encü erklärt, man erreiche die 23 Personen nicht mehr. Man müsse mit dem schlimmsten rechnen, sogar mit einem Massaker. 

Das Ministerium erklärt, man versuche alles mögliche, um Krankenwagen so nahe wie möglich an das Gebäude heranzubekommen. Keiner dürfe davon ausgehen, dass man einen Unterschied zwischen Verletzten mache. Erst sei die Versorgung oberste Priorität, danach würden die Verletzten dennoch zur Rechenschaft gezogen werden.

29. Januar
In dem Keller ist die Zahl der Toten auf angeblich 6 gestiegen. Faysal Sariyildiz twittert, dass die Zahl der Opfer auf 6 gestiegen ist, 22 weiterhin auf die Ambulans warten. Es tauchen Bilder aus dem Keller auf.

In Cizre versuchen derweil Krankenwagen an das Gebäude zu gelangen. Sie kommen aber nur bis zu 400m. heran. In Twitter schreibt Sariyildiz, dass die Krankenwagen drei mal versucht hätten, an das Gebäude zu gelangen. 

Staatspräsident Erdogan dementiert Berichte, wonach keine Krankenwagen entsendet wurden. Erdogan erklärt, es seien 5 bis 6 Krankenwagen in dem Gebiet abgestellt worden und würden auf eine Gelegenheit warten. Keiner könne erwarten, dass die Sanitäter sich in Gefahr begeben.

Das Verfassungsgericht lehnt eine Beschwerde der HDP ab. Die Partei hatte in der Beschwerde vorgetragen, dass die Rechte des Einzelnen nach Leben und Unversehrtheit verletzt würden. 

In der Nähe des Gebäudes wird der Polizeikomissar Yusuf Haldun Uslu erschossen

Behörden versuchen herauszufinden, wem das Gebäude in der Bostanci Straße 23 gehört. Laut Gerüchten und Aussage des Gemeindevorstehers, wisse man nicht, wem das Gebäude gehöre. In letzter Zeit wären aber Ausländer ein und ausgegangen.

30. Januar
Faysal Sariyildiz twittert den Tod von Sultan Irmak. Sie soll einer der Verletzten sein, die im teilweise eingestürzten Gebäude Zuflucht gefunden hätten.

Laut dem Koordinationszentrum für Notrufe soll ein gewisser I.B. angerufen und insgesamt 25 Personen gemeldet haben, die sich in einem Keller befinden sollen. 16 davon sollen verletzt sein. Der Anrufer nimmt insgesamt 6 mal Kontakt mit der 112 auf. Daraufhin wird ein Krisentreffen einberufen und das Innenministerium informiert, so die offizielle Darstellung, die anhand von Aufnahmen belegbar seien. Kurz darauf werden entgegen der Berichte, Idris Baluken, Osman Baydemir und Meral Danis Bestas informiert und eine telefonische Sitzung einberufen die 2 Stunden dauert. In der Folge werden 10 Krankenwagen mit 30 Sanitätern geschickt, unter ihnen auch 3 SES-Mitglieder.

Als sich aber Idris Baluken im Krisenzentrum beschwert, die Krankenwagen würden zwar positioniert, aber die Polizeikräfte würden jetzt das Gebäude bombardieren, damit die Menschen nicht aus dem Keller herauskommen könnten, werden die Beamten stutzig. Dennoch warten die Krankenwagen 400m. vor dem Gebäude, deren weiterer Weg durch Straßensperren und Gräben versperrt ist und Sprengfallen nicht ausgeschlossen werden kann.

2 SES-Mitglieder erklären sich inzwischen bereit, mit einem Bediensteten der Stadt auf das Gebäude zuzugehen. Sie werden jedoch vor den Gefahren gewanrt. Nach einem bestimmten Zeitraum verwerfen die Männer aber den Plan, in das Gebäude zu gelangen.

Laut dem Generalstab wird ein Soldat bei Gefechten schwer verletzt und erliegt seinen schweren Verletzungen im Krankenhaus. Das geht auch aus Berichten der Medien hervor.

31. Januar
Ärzten der TTB und SES, Gewerkschaftsvereinigungen, wird angeblich der Zutritt in das umkämpfte Gebiet versagt. 

Der Provinzgouverneur von Sirnak teilt erneut mit, dass diesmal 10 Krankenwagen geschickt wurden, aber auch nach Stunden niemand sich genähert oder auf die Fahrzeuge zu gekommen ist. Die Krankenwagen können immer noch nur 400m. an das Gebäude heranfahren.

11 Frauen die mit weißen Fahnen auf das Gebäude zugehen, werden verhaftet und aus dem umkämpften Gebiet abgeführt. Es sind vermutlich Frauen einer Müttervereinigung. Die Behörden erklären später, es habe sich bei den Frauen um unerfahrene und im Sanitätswesen nichtausgebildete Personen gehandelt.

2 Polizisten und 1 Soldat werden bei Gefechten im Stadtteil Cudi getötet. Medien berichten, dass die PKK in der Bostanci Straße zwei Geiseln hält. Es soll sich zum einen um den Leibwächter des Landrats und um einen Soldaten handeln, die durch hochrangige Kader der PKK in dem besagten Gebäude festgehalten werden. 

1. Februar
Die Polizei verhindert laut HDP erneut Ärzten der TTB und SES den Zutritt in das Stadtteil Cudi. 

HDP-Gruppenvorsitzender Idris Baluken, Meral Danis Bestas und Osman Baydemir veröffentlichen eine Audioaufnahme, die angeblich aus dem Keller stammt. 

Medien berichten über den Werdegang der Versuche aus den Reihen der HDP, die Personen aus dem Gebäude zu bekommen.

2. Februar
Das EuGH hat eine dringliche Beschwerde wegen der Ausgangssperren in Cizre und den eingeschlossenen Personen abgewiesen. 

Osman Baydemir stellt eine Kleine Anfrage gegen die Regierung. Darin wird gefragt, welche Schritte die Regierung beabsichtige, die Personen aus dem Gebäude zu evakuieren.

3. Februar
Ministerpräsident Davutoglu beschuldigt die HDP-Abgeordneten, die Situation einseitig auszunutzen und Verletzte vorzugaukeln. Bislang habe sich kein Verletzter gezeigt oder einen Krankenwagen aufgesucht, das sich bis zu 400m. genähert habe. Er glaube inzwischen nicht mehr daran, das in dem Gebäude Verletzte seien.

4. Februar
Regierungssprecher Ömer Celik erklärt, man habe bislang mehrmals Krankenwagen vor Ort positioniert und jedesmal seien diese beschossen worden und hätten sich daraufhin zurückgezogen.

Faysal Sariyildiz schreibt einen dringlichen Brief an die Vereinten Nationen.

5. Februar
Idris Baluken behauptet, in einem Gebäude seien nach einem Brand 9 Personen getötet, 25 weitere mit Verletzungen noch immer im Gebäude.

Krankenwagen stehen vor Ort. Per Lautsprecher werden Verletzte gebeten, sich zu den Fahrzeugen zu begeben, berichten Medien.

7. Februar
Der staatliche Rundfunk- und TV-Sender TRT meldet, das bei den Operationen in Cizre 60 PKK-Terroristen getötet wurden. Später wird diese Meldung aus der Internetseite gelöscht. Der Cumhuriyet-Journalist Sertac Es schreibt, dass die Operationen sich auf ein Gebäude konzentriert hätten, das mit 5 weiteren Gebäuden durch Tunnels vernetzt sei. Bei den Operationen zwischen 17 und 19 Uhr soll es um das Haus an der Bostanci Straße 23 handeln. Auch andere Medien berichten über die Anzahl der getöteten Terroristen.

Der Provinzgouverneur erklärt, während der Operationen gegen die PKK seien insgesamt 10 Terroristen getötet worden. Aus der Erklärung geht jedoch nicht hervor, um welche Operation in Cizre es sich gehandelt haben könnte.

8. Februar
HDP-Abgeordneter Faysal Sariyildiz berichtet, man habe etwa 30 verbrannte Leichen aufgefunden. Keines davon hätte Einschusslöcher. Selahattin Demirtas wirft der Regierung ein Massaker vor, nach dem Berichte über 60 Tote seit Sonntag auftauchen.

In dem zweiten Gebäude, so berichtet DBP-Mitglied Kamuran Yüksek, seien etwa 60 Personen, darunter dutzende Tote gefunden worden.

Auch der Tod von Mehmet Tunc wird verkündet.

Zwei Soldaten werden getötet. Das meldet der Generalstab in seinem täglichen Bericht. Medien berichten über die Beendigung der Operationen.

Die türkische Menschenrechtsstiftung TIHV verlangt eine unabhängige Untersuchungskomission.

9. Februar
Die Milliyet berichtet über einen Zugriff von Sondereinsatzkräften, nach dem aus dem Gebäude keine Lebenszeichen, Funksprüche bzw. Schüsse mehr fallen. Als die Sicherheitskräfte schliesslich in das Gebäude gelangen, treffen sie auf viele Leichen, müssen aber unverrichteter Dinge abziehen, als erneut Gefechte ausbrechen.

10. Januar
Die AFN berichtet, dass der HDP-Abgeordnete Faysal Sariyildiz über 39 Leichen berichtet habe, die in das staatliche Krankenhaus gebracht worden seien. Die BBC gibt einen ähnlichen Bericht heraus.

Die Behörden vor Ort sprechen dagegen von 10 getöteten PKK-Terroristen, während Anadolu Ajans von 18 PKK-Terroristen spricht, davon 8 während einer Operation in Cizre, 10 Tote bei einem regulären Gefecht. Aus Sicherheitskreisen heißt es, dass während des gesamten Operationsdauers in der Bostanci Straße 23 zwischen 17:00 und 19:00 60 PKK und YGD-H Terroristen unschädlich gemacht wurden, nach dem man immer wieder per Megaphonen die Kämpfer zur Aufgabe aufgefordert habe.

Laut diesen Berichten waren insgesamt 5 Gebäude unterkellert und durch Tunnels miteinander verbunden. Ein weiteres Gebäude soll gar durch Tunnels mit 15 Gebäuden miteinander verbunden gewesen sein. Vermutlich ist bei diesen Tunnels eigentlich die Rede von Wanddurchbrüchen von benachbarten Gebäuden.

Insgesamt wurden in Cizre laut Generalstab seit November 2015 429 Terorristen getötet. Vor allem soll durch hinzuziehen von Spezialeinheiten des Militärs die Lage insbesondere in Cizre sich beruhigt haben. Das Militär hatte nach einer Zunahme von getöteten Sicherheitskräften Anfang Januar eine Spezialeinheit in die Stadt Cizre entsendet, um Scharfschützen der PKK auszuschalten, die ein weiteres Vordringen der Sicherheitskräfte erschwerten. Der Generalstab teilte mit, dass "das Hauptaugenmerk der Terroristen darauf lag, Scharfschützen hierher zu schicken, die mit Dragunov-SVD-Scharfschützengewehren umgehen können.", woraufhin eine Kompanie (80 Mann der Bordo Bereli) nach Cizre entsandt wurde.

In darauf folgenden Berichten wird das Gebäude als Rückzugsraum der PKK bezeichnet, in der die Verletzten und Leichen untergebracht worden seien. Auch seien Waffen und Munition sichergestellt worden.

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