Europarat in Straßburg Ziel extremistischer Kurden

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Europarat in Straßburg Ziel extremistischer Kurden

April 18, 2016 - 00:07
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Ein Dutzend extremistischer Kurden aus der Schweiz, Belgien, Frankreich und Deutschland haben versucht, in den Sitz des Europarates in Straßburg zu gelangen. Bei den Ausschreitungen mit dem Sicherheitsdienst wurden Scheiben eingeschlagen, das Zufahrtstor beschädigt.

Straßburg/TP/Turquie News - Eine Gruppe extremistischer Kurden sollen laut öffentlich-rechtlichen Sender France Bleu versucht haben, sich mit Gewalt Zugang in das Gebäude des Europarates in Straßburg zu verschaffen. Der Vorfall ereignete sich bereits am vergangenem Freitag. Laut der Pressesprecherin des "Demokratischen Zentrums der kurdischen Gemeinschaft", hätten die jungen Menschen nicht die Absicht gehabt, in das Gebäude einzubrechen oder Gewalt anzuwenden. Sie hätten lediglich gegen die Inhaftierung des in der Türkei inhaftierten PKK-Terrorchef Abdullah Öcalan protestieren wollen, so die Pressesprecherin Helen Erin gegenüber der France Blue.

Laut France Bleu wollten offenbar mehrere junge Kurden, die aus der Schweiz, Belgien und Deutschland zugereist waren, sich Zutritt ins das Gebäude verschaffen. Der Sicherheitsdienst verweigerte am Freitagnachmittag den Zutritt. Dabei kam es zu Ausschreitungen, bei der die Toranlage und einige Fensterfronten des Gebäudes des Europarates durch Steinwürfe eingeschlagen wurden. Die herbeigerufene Polizei nahm die Gruppe daraufhin vorläufig fest. Ein 20-jähriger wurde anschließend in Gewahrsam genommen, heißt es in der Meldung.

Der Sprecher der kurdischen Gemeinschaft in Straßburg entschuldigte sich für den Vorfall, die unorganisierten Jugendlichen hätten nicht vorgehabt, in das Gebäude einzubrechen oder mit Gewalt Zutritt zu verschaffen, um ihr Anliegen darzulegen.

Mitte Februar hatten erneut extremistische Kurden versucht, sich mit Gewalt Zugang in eine türkische Moschee in der Gemeinde Marignane im Süden Frankreichs zu verschaffen. Dabei stießen sie auf den Widerstand von Moscheebesuchern Die Gruppe war mit Eisenstangen und Holzlatten bewaffnet, die Polizei des Departments Bouches-du-Rhône musste Tränengas und eine Betäubungsgranate verwenden, um die Gewalttäter davon abzubringen, heißt es in einer anderen Meldung. 

Auch in Deutschland haben die Übergriffe auf türkische Einrichtungen und Moscheen zugenommen. Innerhalb weniger Monate wurden mehr als ein Dutzend landesweiter Brandanschläge und Gewaltdelikte verzeichnet. Zuletzt wurde am 10. April in Köln-Mühlheim ein Türke in seinem Fahrzeug von etwa 50 gewaltbereiten Kurden, mutmaßlich PKK-Anhänger, angegriffen und schwer verletzt. Das Fahrzeug wurde dabei demoliert. Die Gruppe war am hellichten Tag durch die Keuptstraße mit Holzlatten und Eisenstangen durchmarschiert und hatten sich das Opfer gezielt ausgesucht.
 

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