Raketeneinschlag in türkischer Grenzstadt Kilis - Volk fordert Sicherheit

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Raketeneinschlag in türkischer Grenzstadt Kilis - Volk fordert Sicherheit

April 24, 2016 - 19:01
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In der türkischen Grenzstadt Kilis sind erneut Raketen aus Syrien eingeschlagen. Mehrere Menschen seien am Sonntag verletzt worden, berichteten mehrere türkische Medien. Die Stadt wird immer wieder durch Geschosse aus Syrien getroffen. Die türkische Regierung macht die Terrormiliz Islamischer Staat dafür verantwortlich, die auf der syrischen Seite der Grenze ein großes Gebiet kontrolliert.

Kilis/TP - In der türkischen Grenzstadt Kilis sind erneut Raketen eingeschlagen. Mehr als 16 Personen wurden verletzt. Medien berichten von mindestens einem Todesopfer. Die Bevölkerung von Kilis gibt der türkischen Regierung eine Mitschuld. Sie könne die Grenzstadt nicht effektiv schützen. Erst am Freitag waren in Kilis drei Personen durch einen Raketeneinschlag getötet worden. Vier weitere, darunter ein Syrer wurden nach Angaben des Provinzgouverneurs verletzt. In Kilis leben derzeit rund 130.000 syrische Flüchtlinge. Die Stadt Kilis hatte vor dem Ausbruch des syrischen Bürgerkriegs aber eigentlich nur 90.000 Einwohner.

Die seit Tagen andauernden Raketeneinschläge aus syrischer Seite haben mittlerweile zu mehreren Todesopfern und mehreren Dutzend verletzten geführt. Die Bewohner der Grenzstadt Kilis werfen der Regierung vor, nicht genug gegen die Angriffe zu unternehmen. In Teilen der Bevölkerung wird der Ruf nach Vergeltung laut. Die türkische Regierung hatte anfangs über einen Einmarsch in Syrien debattiert, dann aber die Pläne fallen lassen, auch weil die USA gegen eine Intervention in Syrien waren. Eine Flugverbotszone sowie eine Pufferzone, wie sie die Türkei forderte, wurden ebenfalls nicht befürwortet. In Deutschland wurden Audiomitschnitte aus dem Jahre 2013-2014 hierzu als Kriegsgelüste der Türkei dargestellt. Während es in den Gesprächen unter dem damaligen Aussenminister Davutoglu, dem Generalstab sowie den Generalsekretären eigentlich darum ging, wie man den Vormarsch der DAESH (IS) verhindern könnte und wie die Grabstätte des Sulaiman Schah in Syrien zu schützen sei, erklärten SPD- und Grünen-Politiker, die Türkei habe angesichts der Mission der deutschen Bundeswehr an der Grenze zu Syrien, Kriegspläne geschmiedet.

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