PKK-Sympathisanten attackieren Moschee in Südholland

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PKK-Sympathisanten attackieren Moschee in Südholland

Juni 24, 2016 - 02:28
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Eine Gruppe von mindestens 15 kurdischstämmigen Männern drangen am Donnerstagabend in die türkische Moschee in Dordrecht, verletzten anwesende Moscheebesucher und verwüsteten die Einrichtung.

Dordrecht / TP - Eine Gruppe von mindestens 15 kurdischstämmigen Männern sind am Donnerstagsabend um 20.15 Uhr in einer türkische Moschee in Dordrecht in Südholland eingedrungen und haben dabei fünf Moscheebesucher bedroht und zusammengeschlagen, die einer Einladung zum Fastenbrechen gefolgt waren. Die Einrichtung der Moschee wurde anschließend verwüstet, teilte die Polizei in Dordrecht mit.

Laut örtlichen Polizeiangaben gab es zwei Verletzte, die mit Rohrstangen attackiert und zum Teil erheblich verletzt wurden. Einem dritten Moscheebesucher soll man mit einer Pistole ins Gesicht geschlagen haben. Laut Augenzeugen waren die Männer auch mit Messern bewaffnet. Die Attacke auf die Ayasofya-Moschee verlief recht kurz, teilte die Polizei mit. Die Polizei wurde zwar alarmiert, aber die rund 15 Männer hatten die Moschee nach nur 5 Minuten fluchtartig verlassen. Dabei riefen die Männer u.a. "Rache". Die Polizei schließt einen Zusammenhang mit einem Fahnenstreit nur wenige Stunden zuvor in der Innenstadt nicht aus. In Dordrecht hatten türkische Jugendliche sich an einer PKK-Fahne an einer Hauswand derart aufgeregt, dass die Polizei einschreiten musste.

Der Gemeindevorsteher der Moschee Vedat Özdal sagte nach dem feigen Angriff: "Das war ein feiger Akt von Terroristen auf unbescholtene Bürger, die das Fastenbrechen abgewartet haben. Natürlich werde ich unsere Leute in diesem heiligen Monat und dem höchsten islamischen Fest zur Besonnenheit aufrufen, aber ich kann keine Garantien geben." Die Stimmung sei ziemlich gereizt, vor allem weil die Besucher wegen der Eskalation mit der kurdischen Fahne nichts zu tun gehabt haben, sagte Özdal weiter. Özdal kritisierte auch die Polizei wegen ihrer Untätigkeit. Trotz einiger Hinweise zu den Tätern habe die Polizei nicht reagiert und habe die Männer einfach entwischen lassen. Der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Dodrecht versicherte, man werde die Tat vollständig aufklären.

Das Fastenbrechen in der Moschee wurde wegen polizeilichen Ermittlungen erst abgesagt, jedoch auf Bitten der Stadt Dordrecht in einer für sie bereitgestellten Halle pünktlich eingeleitet.

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