Irländer der 12 Türken vermöbelt hat steht vor Gericht

Lesezeit
1 Minute
Gelesen zu

Irländer der 12 Türken vermöbelt hat steht vor Gericht

März 29, 2016 - 13:18
Kategorie:
0 Kommentare

Die filmreife Szene im Istanbuler Stadtteil Aksaray hat wohl für den Iren, der vor einem Laden 12 Türken regelrecht vermöbelt hat, keine Konsequenzen. Die Staatsanwaltschaft fordert, dass die Anklage gegen den Iren Mohammed Fadel Dobbous wegen Körperverletzung fallen gelassen wird.

Istanbul/TP - Der aus Kuwait stammende Ire Mohammed Fadel Dobbous will sich anscheinend auch von den Anzeigen einiger Geschäftsinhaber aus dem Istanbuler Stadtteil Aksaray nicht beirren lassen und stand heute vor dem Istanbuler Gerichtsgebäude. Gegen den Iren wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet, nach dem er ein Dutzend Türken regelrecht ausgeknockt hatte.

Der Fall hatte in den sozialen Medien für Aufsehen gesorgt. Der Ire der als Tourist vor 5 Monaten im Stadtteil Aksaray unterwegs war und in einem Geschäft bei einer unsanften Öffnung eines Getränke-Kühlschranks Ärger mit dem Geschäftinhaber bekam, wurde anschließend von einem Dutzend Türken erst verbal, dann mit Stöcken und anderen Gegenständen angegriffen. Die Türken hatten jedoch das nachsehen. Der Ire entpuppte sich als ein versierter Boxer, der mit einigen Faustschlägen die Angreifer auf Distanz halten konnte. Die Szene wurde dabei von Passanten gefilmt und landete in sozialen Netzwerken.

Im sozialen Netzwerk gratulierten türkische User die Schlagfertigkeit des Iren, der sich gegen die Angriffe von 12 Türken erwehren konnte. Dennoch wurde der Ire vom Geschäftsinhaber und weiteren unterlegenen Türken wegen Körperverletzung angezeigt. Heute stand der Ire der aus dem Kuwait stammt, vor den Hallen des Gerichtsgebäudes in Istanbul. Gegenüber den Medien zeigte sich Mohammed Fadel Dobbous zuversichtlich. Auch der türkische Anwalt sieht in dem Verfahren gegen seinen Mandanten den routinemäßigen Verlauf einer Anzeige, die aber nach seiner Ansicht nach fallen gelassen werde.

Die Staatsanwaltschaft, die das Verfahren eröffnete erklärte kurz vor der anberaumten Gerichtsverhandlung, man werde dem Gericht vorschlagen, das Verfahren gegen den Iren einzustellen. Die Beweislage zeige, dass der Ire sich lediglich gewehrt habe, um sich selbst zu schützen.

Werbeanzeige