Zeit die PKK-Sympathisanten und ihre Unterstützer zu hinterfragen

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Zeit die PKK-Sympathisanten und ihre Unterstützer zu hinterfragen

April 12, 2016 - 01:24
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Nach gewalttätigen Ausschreitungen zwischen Gegendemonstranten und der Polizei in mehreren deutschen Städten, ist es an der Zeit die PKK, ihre Sympathisanten und unterstützenden Migrantenverbände zu hinterfragen.

Stuttgart/TP - Der türkische Journalist Eren Güvercin, der am Sonntag in Köln-Mühlheim zufällig Zeuge der Aggression von PKK-Sympathisanten wurde, die einen Türkischstämmigen krankenhausreif zusammenschlugen, fordert eine offene Diskussion über "die PKK und ihre Agitation in Deutschland". Güvercin hatte auch beobachtet, dass der Angriff nur ein Ziel verfolgte: "die Menschen zu provozieren. Diese Schlägertruppe ist mit dieser Absicht hierhin gekommen und hat sich ein Angriffsziel gesucht", so Güvercin auf seinem Facebook-Profil. Der Journalist erklärte desweiteren, die "ruhige und besonnene“ Reaktion der türkischen Anwohner der Keuptstraße, hätte den "PKK-Leuten nicht den Gefallen“ getan, sich provozieren zu lassen.

Provokationen sind in einer offenen Gesellschaft, wie die Satire gegen den türkischen Staatspräsidenten Erdogan, in Debatten und Demonstrationen völlig in Ordnung. Man kann sie beantworten oder einfach nicht beachten. Dabei darf allerdings die Unversehrtheit des anderen und vor allem nicht die verbriefte Demonstrations- und Versammlungsfreiheit eingeschränkt werden. Keiner hat das Recht dazu: weder die Türkischstämmigen Demonstranten die durch die "AYTK" (Neues deutsches türkisches Komitee) dazu aufgerufen wurden am vergangenem Sonntag gegen den Terror zu marschieren, noch die Gegendemonstranten, die einem Aufruf von Migrantenvereinen, darunter AABF, KGD und andere, folgten. Kein Türkischstämmiger darf, weil er sich provoziert fühlt, über Polizeiabsperrungen hinwegsetzen, wie auch kein Gegendemonstrant, der meint, man müsse "Faschisten" daran hindern. Es muss der Polizei gestattet sein, nach Lage zu beurteilen und entsprechende Maßnahmen zu treffen und das ist zu respektieren und zu befolgen. Andernfalls ist man im Unrecht.

Die Polizei in Stuttgart setzte ihre bisherige Strategie der Deeskalation durch Trennung der "Parteien", wie in den Jahren zuvor, am vergangenem Sonntag erneut fort. Der "Friedensmarsch gegen Terror" die durch Türkischstämmige der "AYTK" landesweit ausgerufen wurde, sollte durch Bereitschaftspolizisten flankiert, ihre Protestroute abschreiten, während die nachträglich angemeldete Gegendemonstration nur drei Straßenzüge weiter, eine andere Route folgen sollte. Dennoch kam es zu Ausschreitungen.

Die Aggression und Gewalttätigkeit, so die Stuttgarter Polizei, hatte am vergangenem Sonntag dabei einen erneuten Höhepunkt erreicht. Nur in Mannheim hatte man während eines kurdischen Festivals im Jahre 2012 noch mehr verletzte Polizisten, insgesamt 80. In Stuttgart wurden am vergangenem Sonntag mehr als 50 Polizeibeamte bei dem Einsatz verletzt, bei vier Beamten trat Dienstunfähigkeit ein. Den Großteil der Verletzungen erlitten die Polizistinnen und Polizisten durch massive Böller sowie durch Steinwürfe und Tritte, zumeist aus den Reihen der Gegendemonstranten. Die Beamten erlitten Knalltraumata, Hämatome und Prellungen. In anderen Städten wie Köln, sah das Bild nicht anders aus. Schlimmer noch: In Köln-Mülheim griffen etwa 60 PKK-Anhänger einen Türkischstämmigen Autofahrer beim Einparken an. "Mit Holzlatten gingen die Männer auf das Auto und den Fahrer los. Der Mann wurde schwer verletzt, der Audi TT demoliert. Die Scheiben wurden eingeschlagen, die Reifen zerstochen“, berichtete der "Express“ über den schweren Vorfall. Der Mann sei zudem mit einem Messer schwer verletzt worden. Jetzt wurde der Staatsschutz an den Fall angesetzt.

Auch wenn man "provoziert worden" sein soll, gibt das keinem das Recht, einen Bürger, einen Polizisten mit Böller-Beschuss oder mit Steinwürfen seine Meinung kundzutun. Keinem! Egal wer da auf der anderen Seite, wie seine Meinung durch Protest wiedergibt. Es können der Wolfsgruß folgen, in Sprechchören der Führer der PKK Abdullah Öcalan beleidigt werden , aber auch dann hat niemand das Recht, einen flankierten Demonstrationszug unentwegt anzugreifen, schon gar nicht, wenn dieser Demonstrationszug am Ende der Route in der Stuttgarter Altstadt mitten in einem Platz versammelt und ringsrum an den wenigen Durchgangswegen durch Polizeiabsperrungen und Bereitschaftspolizisten geschützt wird. Wenn dann Pflastersteine von aussen auf den Platz niederprasseln oder Böller hineingeworfen werden, hat das eine bestimmte Absicht: die Verletzung oder sogar der Tod eines Demonstranten, eines Polizisten oder eines Unbeteiligten. Dann hört jeder Spaß auf, gerät die Gegendemonstration zur Farce, ist das verantwortungslos. Jeder verantwortungsvolle Versammlungsleiter müsste spätestens jetzt die Gegendemonstration für beendet erklären. Aber, das war in keinem der Städte der Fall, bei der Polizisten, Demonstranten und Unbeteiligte verletzt wurden.

Der Aufruf zu den Gegendemonstrationen war schon durch die Bank hinweg mit Halblügen und politischen Statements gespickt. Es ging bei den Gegendemonstrationen, entgegen der Friedensdemonstrationen die gegen den Terror in der Welt und vor allem in der Türkei gegen die Terrororganisation PKK und der DAESH gerichtet war, unerklärlicherweise nicht um den Terror der PKK oder der DAESH, sondern schlichtweg um den angeblichen Staatsterror der Türkei. Laut den Gegendemonstranten würde die türkische Staatsmacht "kurdische Städte" bombardieren und "Kurden" massakrieren. Deshalb müssten die Friedensmärsche gestoppt, verhindert, daran gehindert werden. Ein weiterer Grund, weshalb man die Gegendemos angekündigt hat, war demnach auch das "faschistische" Gedankengut, die durch die angebliche Beteiligung der "Grauen Wölfe" an den Friedensmärschen zum tragen komme. Entgegen dieser Annahme beteiligte sich weder die UETD, also die AKP-nahe Vereinigung, noch die MHP, also die nationalistische Partei, an den Demonstrationen. Sie verweigerten sogar die Teilnahme und forderten ihre Mitglieder in Deutschland auf, sich von diesem Spektakel fernzuhalten. Dennoch nahmen vereinzelt Persönlichkeiten aus diesen Kreisen bei den Demonstrationen teil und auch sehr viele Demonstranten, zumeist junge Menschen, zeigten den hier berüchtigten Wolfsgruss oder stimmten mit "islamischen" Chören ein. Aber all das hat weder mit deutschem Nationalismus zu tun, dessen Ausprägung in der NS-Ära verortet wird, noch kann es den PKK-Nationalismus verharmlosen, denn: Nationalismus wird entweder durch subtiler oder real empfundener Gefahr gefördert. Das ist in den USA, Europa oder Israel nicht anders. Während der Islam, Flüchtlinge und Ausländer in Deutschland Dauerthema der "Nationalisten" sind, hat der Terrorismus die Türkei seit Jahrzehnten im Würgegriff.
Das bedeutet im Umkehrschluss, dass die NPD, REP, PEGIDA oder HOGESA sich mit subtiler Gefahr beschäftigen, während die "Grauen Wölfe" sich mit dem realen Terror konfrontiert sehen. Die deutsche Szene haben einen Nationalismus nach deutscher Lesart, weil sie gegen Flüchtlinge, Ausländer und Islamisierung sind, während also die "Grauen Wölfe", die nach deutscher Lesart ebenfalls zu Nationalisten stilisiert wurden, einer realen Gefahr gegenüber stehen: die des PKK-Terrrorismus in der Türkei. Es explodieren tagtäglich irgendwo im Land Bomben, Sicherheitskräfte werden gezielt ermordet, Zivilisten werden dabei getötet. Unter Nationalismus oder Faschismus beide Szenen zusammen zu fassen, ist so etwas von daneben und völlig abwegig, man merkt es nicht einmal mehr hier in Deutschland.

Man kann das nur noch mit Kopfschütteln kommentieren, zumal die Demonstrationen ausdrücklich gegen den Terror in der Türkei, in der EU und in der Welt gerichtet waren und die Ideologie eines Demonstranten, ob rechts oder links, ob konservativ oder islamisch, keinen Unterschied machen sollte, wenn es um elementare Forderungen geht. Aber, bei der Türkei oder Türkischstämmigen scheint man das nicht so sehr in den Vordergrund rücken zu wollen. Vielmehr scheint die ihr angedichtete Ideologie der Friedensmärsche im Visier der Gegendemonstranten gestanden zu haben. Das allein ist schon fragwürdig, da Terror keine Ideologie oder Farbe kennt.

Diese Haltung wird auch durch die hiesigen Medien verstärkt wiedergegeben. Bedenklich, zumal es auch unterstellt, die Türkischstämmigen würden nicht besser informiert sein als die hiesigen Medien, weil in der Türkei keine Pressefreiheit herrsche. Aber gerade diese arrogante Anmaßung ist es, die übersieht, dass die meisten Türkischstämmigen in Deutschland doppelsprachig aufgewachsen sind, in der Türkei noch immer genügend Zeitungsverlage, Satirezeitschriften und Medien gibt, die die Wirklichkeit der Türkei offenbaren. Und das ist ein Terror, der die Türkei seit mehr als 35 Jahren verfolgt, länger als der türkische Staatspräsident Erdogan seither an der Macht ist und wahrscheinlich auch Erdogan überleben wird. Unabhängig davon, was in der Türkei sonst alles so schief läuft, darf Terror aber auf keinen Fall dabei eine Rolle spielen, sondern muss unabhängig davon konsequent verfolgt werden.

Vor allem dieser Aspekt ist zu berücksichtigen: Erdogan hat wie auch viele andere türkische Regierung zuvor, mit der Terrororganisation PKK Friedensgespräche geführt. Wie schon zuvor, wurde dieser letzte Friedensprozess nach drei Jahren über Bord geworfen, der Kampf wieder aufgenommen - mal unabhängig davon wer zuerst vom Verhandlungstisch abrückte, Terror darf kein Mittel sein, politische Forderungen durchzusetzen. Nun brennen im Südosten einige Städte, zerstören explodierende Bomben, Panzerfaust-Granaten Häuser und Gebäude von Zivilisten und Staatsorganen. Entgegen vieler hiesiger Berichte, unternimmt die türkische Regierung alles, um die Zivilibevölkerung aus diesen umkämpften Gebieten zu evakuieren, sie sicher unterzubringen und sie zu entschädigen, auch weil man durch die EU-Angleichung viele europäische Gesetze befolgen muss. Allein daran erkennt man, wie hitzig aber unfair die Debatte um die umkämpften Städte geführt wird.

Jede Partei, jeder Zivilist hätte und hat die Möglichkeit, sein Recht über die türkischen Instanzen hinweg das EGMR (Europäische Gerichtshof für Menschenrechte) einzuklagen und die Türkei damit zu entblösen; aber bislang blieb aus welchen Gründen auch immer, dieser Schritt aus. Anscheinend handelt die Türkei nach geltenden Gesetz, wenn sie Terroristen, die den Konflikt in die Städte getragen hat, auch dort bekämpft. Nicht die Türkei hat den Kampf in die Städte getragen und damit dem Elend und den Schrecken den Weg geebnet, sondern die Terrororganisation PKK, die tagtäglich mit Sprengfallen versucht, die Sicherheitskräfte daran zu hindern, die Stadtviertel unter ihre Kontrolle zu bringen. Tagtäglich Polizisten ermordet, Wehrpflichtige hinterrücks in die Luft sprengt, Militärs bei jeder Gelegenheit beschießt. Dabei müssen die Sicherheitskräfte Tonnen von Sprengstoff entschärfen. Wo es nicht geht, kontrolliert fern zünden und da wo sich die PKK mit schweren Waffen eingenistet hat, auch mit Panzern anrücken. Wer die Szenarien im TV nicht mitverfolgt, türkische Zeitungen nicht konsumiert, kann sich auch kein Bild darüber machen, schon gar nicht die Weltöffentlichkeit, die der türkischen Sprache nicht mächtig sind und nur auf aufbereitete Berichte angewiesen sind.

Erdogan mag wohl viele Medien auf seiner Seite haben, aber es gibt genügend andere Oppositionsparteien und ebenso viele Medien, die diesen Konflikt beenden wollen, in dem sie die PKK verurteilen. Menschen in der Türkei und Türkischstämmige in Europa, die sich auch durch die Verwandschaft, Bekanntschaft oder Medien in der Türkei ein Bild machen können, fordern das nach den gescheiterten Friedensverhandlungen ebenfalls. Deshalb ist auch die Wut in Europa unter den Türkischstämmigen so groß, dass die Europäer nicht verstehen wollen, weshalb man einen Erdogan, auch wenn nicht uneingeschränkt, aber doch zumindest in diesem Punkt, recht gibt. Wenn Erdogan die PKK bis zum letzten Mann verfolgen lassen will, dann ist ihm die Unterstützung der Mehrheit sicher. Deshalb ist auch die Wut in Europa unter den Türkischstämmigen so groß, wenn PKK-Fahnen ungehindert auf öffentlichen Plätzen vorneweg getragen werden oder der PKK weiterhin gehuldigt werden kann. Kann man sich vorstellen, wenn auf europäischen Städten die DAESH (IS) zu Gegendemonstrationen aufruft, weil man in Syrien die Staatsmacht Städte bombardiert?

Selbstverständlich darf diese Wut nicht in Gewalt übergehen und muss verhindert werden. Deshalb war auch die Polizeieskorte in Stuttgart, in Köln, Hamburg oder München wichtig und lobenswert, weil dadurch nicht die Gewalt der Türkischstämmigen so sehr in den Vordergrund rückte, sondern die exzessive Gewalt der Gegendemonstranten, die durch den Aufruf der Migrantenvereine dazu animiert wurden und trotz Polizeieskorte zu Gewaltaktionen übergingen. Es ist Zeit, diese Gewalt beim Namen zu nennen: den Terror, den Terror der PKK.

Seit mehreren Monaten werden in Deutschland landesweit Brandanschläge gegen türkische Vereine, Geschäfte, Moscheen, Einrichtungen mutmaßlich von PKK-Symparhisanten verübt. Bislang gab es keine Verletzten oder Todesopfer, obwohl bei manchen Brandanschlägen sich auch zur Tatzeit Personen in den betroffenen Gebäuden befanden. Zu den meisten hat sich bislang eine sogenannte Jugendorganisation der PKK dazu bekannt, zuletzt in Stuttgart. PKK-nahe Vereine und Verbände hatten kurz zuvor die "Jugend" in Online-Mitteilungen zu militanten Aktionen gegen den "Staatsterror der Türkei" aufgerufen, seither ist die Ruhe in Deutschland zumindest für Türkischstämmige dahin.

Dieser Terror wird nicht nur hier von Türkischstämmigen verurteilt, man fordert schon seit langem, dass die bestehenden Gesetze auch rigoros angewendet werden. Keine PKK-Fahnen mehr auf öffentlichen Plätzen, Straßen und Vereinen. Verfolgung und Ausweitung der Vereinsbetätigungsverbote, die in Zusammenhang mit der Terrororganisation PKK stehen. Eine klare Absage gegen alle in Verbotslisten aufgeführten Terrororganisationen durch zivile und staatliche Organe und Parteien. Gesellschaftliche Ächtung von Terrororganisationen, sei es die kurdische Arbeiterpartei PKK oder die DAESH, besser bekannt als IS. Nur wenn diese Grundhaltung eine große Akzeptanz in der Gesellschaft genießt, wird auch diese Gewalt auf deutschen Straßen ein Ende finden. Besonders die Medien sind gefragt, wenn es um die selektive Berichterstattung über die Türkei geht. Gerade sie haben mit ihren unzähligen Berichten, den Konflikt aus der Türkei hierher getragen und mutmaßlich die Stimmung aufgeheizt. Nun daraus einen Vorteil zu ziehen, in dem man die deutsche Sicherheitspolitik zur Tagespolitik erhebt, ist scheinheilig und überdies realitätsfern.

Wie der Journalist Eren Güvercin schon gefordert hat, muss eine offene Diskussion zur Gewalt aus dem PKK-Spektrum nicht nur erfolgen, sie ist längst überfällig. Hierbei müssen besonders die Migrantenvereine zur Verantwortung gezogen werden, die zu diesen landesweiten Gegendemonstrationen aufgerufen haben. Sie dürfen sich nun, nach dem es zu landesweiten massiven Ausschreitungen gegen Polizeikräfte kam, nicht der Verantwortung entziehen, in dem sie sich lapidar davon distanzieren. Sie müssen sich nicht nur damit auseinandersetzen, sondern auch ihre Haltung gegenüber der Terrororganisation PKK neu überdenken. Es musste den Migrantenvereinen von vornherein klar gewesen sein, dass die von ihnen zuvor entfachte hitzige Debatte gegen die Friedensmärsche, ihr unreflektierter und  parteiischer Aufruf zur Gegenwehr, nur böse enden konnte. Die Bilanz ist, auch wenn es keine Todesopfer zeitgleich wie in der Türkei gab, dennoch erschreckend: allein 50 verletzte Polizisten in Baden-Württemberg...

Bisher sind der Einsatzleitung zehn verletzte Versammlungsteilnehmer gemeldet worden. Zudem wurde offenbar ein unbeteiligter Passant von Gegendemonstranten verletzt, Rettungskräfte kümmerten sich um den Mann. Darüber hinaus registrierte die Polizei weitere Straftaten. Unbekannte hatten in der Innenstadt Baustellenabschrankungen umgeworfen und beschädigt sowie Pflastersteine, die später als Wurfgeschosse dienten, gewaltsam aus der Fahrbahn gerissen. Zudem wurden Mülltonnen beschädigt und sogar teilweise in Brand gesetzt. An zwei Einsatzfahrzeugen haben Radikalisierte mehrere Scheiben eingeschlagen beziehungsweise mit Steinen eingeworfen. Insgesamt 26 Personen, zumeist kurdischer Abstammung, sind im Zuge der Ausschreitungen am Schillerplatz und in der Folge im Innenstadtbereich wegen Raubstraftaten, Verdacht des Landfriedensbruchs, Körperverletzungsdelikten, Sachbeschädigungen und Verstößen gegen das Versammlungsgesetzt vorläufig festgenommen worden. Sie wurden noch am Abend nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt.

Stuttgarter Polizeibericht

Vor dem Kölner Hauptbahnhof hatten sich nach Polizeiangaben etwa 250 vorwiegend kurdische Demonstranten versammelt. Die Polizei war mit starken Kräften im Einsatz. Ein Sprecher der Kölner Polizei bestätigte FOCUS Online, dass es zu Schlägereien sowie aggressivem Verhalten der Demonstranten gegenüber den Einsatzkräften gekommen sei.

Focus Online

Am Rande der Kundgebungen kam es vereinzelt zu tätlichen Angriffen und Provokationen. Die Polizei nahm nach eigenen Angaben einen mutmaßlichen Steinewerfer fest. Zwei Menschen seien zuvor von Steinen getroffen und verletzt worden. Zwölf Kurden kamen in Gewahrsam. 40 Kurden und 20 Türken erhielten Platzverweise, um gewalttätige Zusammenstöße zu verhindern.

Hannoversche Allgemeine

Insgesamt wurden fünf Personen festgenommen. Gegen 17.30 Uhr war die Demonstration beendet. Bei der Abreise pöbelten Linke und Kurden am Goetheplatz gegen Türken, die laut Polizei war die Stimmung zwischen den Veranstaltungsteilnehmern und den Opponenten sehr hitzig. Nur durch den Einsatz starker Kräfte konnte ein Zusammentreffen der beiden Gruppen verhindert werden. Dabei, so teilt die Polizei mit, musste sie auch"unmittelbaren Zwangs durch Schieben, Drücken und den Schlagstock einsetzen.

Merkur

Linke und kurdische Gegendemonstranten, die zuvor bei einer Demonstration zum türkischen Konsulat gezogen waren, haben sich inzwischen in das Schanzenviertel zurückgezogen. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, sei es rund um den Bahnhof Sternschanze zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. [...] Wie ein Polizeisprecher mitteilte, sei es rund um den Bahnhof Sternschanze zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. [...] Einzelne Gegendemonstranten versuchen offenbar unterdessen immer wieder die Veranstaltung national-konservativer, türkischer Organisationen am Bahnhof Dammtor zu stören. Vereinzelt seien Flaschen und Böller auf Polizisten geworfen worden, sagte ein Polizeisprecher.

Hamburger Abendblatt

 

 
Während einer Friedensdemo in Deutschland ist es zwischen Türk...

Während einer Friedensdemo in Deutschland ist es zwischen #Türken und #PKK-Terroranhängern zu einer Konfrontation gekommen.*****Almanya’da Türkler ile Terör örgütü PKK yandaşları arasında çatışma çıktıAlmanya’da yaşayan Türkler ile PKK yandaşları arasında “#Barış ve Teröre hayır” yürüyüşü sırasında çatışma çıktı.via @WNH-Ajans - Deutsch Türkische Nachrichten

Posted by WNH-Ajans on Montag, 11. April 2016

Erschreckende Bilanz Demo 10. April

++ UPDATE ++ Erschreckende Gewalt gegen Polizei bei Demo ++ mehr als 50 Polizisten verletzt ++Die Polizeibeamten erlebten bei ihrem gestrigen Einsatz in Stuttgart bisher kaum gekannte Aggressionen und Gewalttätigkeiten der beteiligten Parteien untereinander, aber auch massive und so in der Landeshauptstadt nicht da gewesene Angriffe gegen die Polizei. Insgesamt waren rund 800 Polizeibeamte wegen der Demonstrationen im Dienst, davon rund 700 Einsatzkräfte in der Innenstadt. Mehr als 50 Polizeibeamte sind bei dem Einsatz verletzt worden, bei vier Beamten trat Dienstunfähigkeit ein. Den Großteil der Verletzungen erlitten die Polizistinnen und Polizisten von massiven Böllern sowie durch Steinwürfe und Tritte, zumeist aus den Reihen der Gegendemonstranten. Die Beamten erlitten Knalltraumata, Hämatome und Prellungen. Einem Polizeibeamten war der Einsatzstock geraubt worden. Der Tatverdächtige wurde ermittelt und vorläufig festgenommen. Bisher sind der Einsatzleitung zehn verletzte Versammlungsteilnehmer gemeldet worden. Zudem wurde offenbar ein unbeteiligter Passant von Gegendemonstranten verletzt. Darüber hinaus registrierte die Polizei weitere Straftaten. Unbekannte hatten in der Innenstadt Baustellenabschrankungen umgeworfen und beschädigt sowie Pflastersteine, die später als Wurfgeschosse dienten, gewaltsam aus der Fahrbahn gerissen. Es wurden Mülltonnen beschädigt und teilweise in Brand gesetzt. An zwei Einsatzfahrzeugen haben Radikalisierte mehrere Scheiben eingeschlagen bzw. mit Steinen eingeworfen. Insgesamt 26 Personen, zumeist kurdischer Abstammung, sind im Zuge der Ausschreitungen am Schillerplatz und in der Folge im Innenstadtbereich wegen Raubstraftaten, Verdacht des Landfriedensbruchs, Körperverletzungsdelikten, Sachbeschädigungen und Verstößen gegen das Versammlungsgesetzt vorläufig festgenommen worden. Sie wurden noch am Abend nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt. Für zwei Personen hatte ein Richter den Gewahrsam bis 24.00 Uhr angeordnet. Die Ermittlungen zu den bisher bekannten Taten dauern an. Die Zahl der Ermittlungsverfahren kann sich nach Auswertung verschiedener Hinweise noch erhöhen.Liebe Grüße Blaulichtreport Stuttgart / PP S (Kamera: Jens, Schnitt: Timo)

Posted by Blaulichtreport Stuttgart on Montag, 11. April 2016

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