Kurden wollen in Syrien Autonomie ausrufen

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Kurden wollen in Syrien Autonomie ausrufen

März 16, 2016 - 14:13
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Im Moment tagt der "Gründungsrat für Rojava und Nordsyrien" noch, um eine Deklaration auszuarbeiten, mit der die Autonomie der Kurden im Norden Syriens offiziell ausgerufen wird. 

Ankara/TP - Die syrischen Kurden wollen eine Autonome Region Kurdistan im Norden Syriens ausrufen. Das kündigte der Sprecher der syrisch-kurdischen Partei der Demokratischen Union (PYD) an. Der Ableger der Terrororganisation PKK hat seit dem Ausbruch des syrischen Bürgerkrieges, große Gebiete entlang der syrisch-türkischen Grenze erobert und vereinzelt Kantone errichtet. 

Die Autonome "Föderation" soll das Zusammenleben der Völker garantieren, heißt es in einer Vorankündigung. Angestrebt wird die Autonome Region entlang der syrisch-türkischen Grenze, die die Kantone Cizire, Kobane und Afrin umfassen, in der bereits eine PYD-Verwaltung installiert ist und de facto eine Autonomie herrscht.

Die Türkei hatte bislang versucht, die Expansion der syrischen Kurden entlang der syrisch-türkischen Grenze zu unterbinden. Zuletzt bombardierte die türkische Armee Gebiete zwischen Aleppo und der türkischen Grenze, um den YPG-Vormarsch zu unterbinden und eine durchgehende kurdische Region zu verhindern, die nur durch diesen einen noch freien Korridor durchschnitten wurde. Die Türkei wirft dem bewaffneten Arm der PYD, der YPG vor, oppositionelle Kräfte die gegen das Assad-Regime in Syrien kämpfen, vorzugehen. Bis vor kurzem gab es vor allem wegen politischer Ziele der PYD diffenrenzen zwischn verschiedenen kurdischen und anderen ethnischen Oppositionsvereinigungenm u.a. über die Aussage, die Entfernung diskriminierender Gesetze gegenüber Kurden und deren vergangener Auswirkungen rückgängig zu machen. In manchen Städten entlag der syrisch-türkischen Grenze wurden im Zuge der Regime-Politik Araber oder andere Ethnien angesiedelt. Während der Kämpfe gegen die IS gewann die YPG mit Hilfe der Allianz an Boden und vertrieb laut arabischen und turkmenischen Oppositioneller, die dort ansässige Bevölkerung oder ließ sie nach der Flucht vor der IS nicht mehr in ihre Häuser zurück.

Verschiedene Menschenrechtsorganisationen, darunter Human Rights, AI, Reporter ohne Grenzen oder Kurdwatch berichten über Menschenrechtsverletzungen, Vertreibungen und ethnische Säuberung anderer ethnischer Gruppen, Verhaftung und Behinderung von Journalisten, Schließung von Medien und Zwangsrekrutierungen vor.
 

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