EU-Türkei Gipfel in Brüssel: Man ist sich einig

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EU-Türkei Gipfel in Brüssel: Man ist sich einig

März 18, 2016 - 17:59
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In Brüssel haben sich die EU und die Türkei auf ein Abkommen geeinigt, die zur Bewältigung der Flüchtlingskrise beitragen soll.

Brüssel/TP - Entgegen aller Gegenerwartungen und Kritiken in Europa gegen ein Abkommen mit der Türkei, hat sich Brüssel mit der Türkei geeinigt. Das teilte EU-Ratspräsident Tusk vor kurzem mit.

Vertreter aus EU-Staaten und der Türkei hatten seit den frühen Morgenstunden über ein Abkommen zur Flüchtlingskrise verhandelt. Der türkische Ministerpräsident Davutoglu hatte sich schon im Vorfeld zuversichtlich gezeigt. Nur bei den Europäern war die Stimmung teilweise gekippt. Seit Tagen hatten Medien in Europa Kritik am Partner nicht ausgespart und immer wieder durch Regierungsmitglieder verlautbaren lassen. Jetzt scheint alles im Lot zu sein. Das Abkommen steht.

EU-Ratspräsident Donals Tusk konnte wohl alle 28 EU-Staaten davon überzeugen, den von der Türkei vorgelegten Kompromissvorschlag anzunehmen. Das heute abgesegnete Abkommen soll am 20. März in Kraft treten und wird dann dazu beitragen, den Flüchtlingszustrom über die Ägäis und Mittelmeer zu stoppen. Als Gegenleistung wird der Türkei eine Visaerleichterung zugestanden, werden Finanzhilfen von über 6 Milliarden Euro geleistet. Auch in den EU-Beitrittverhandlungen wird sich etwas bewegen. Demnach soll das Kapitel 33 eröffnet werden, in der es um Haushaltspolitik geht. 

EU-Kommissionspräsident Junker erklärte nach dem Abkommen, es seien harte Verhandlungen geführt worden. In freundschaftlicher Art habe man sich darauf geeinigt, dieses Abkommen zu unterzeichnen. Alles habe nach rechtlichen und menschenrechtlichen Aspekten seine Ordnung.

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