Erdogan: Rakka-Offensive nur ohne YPG und PYD

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Erdogan: Rakka-Offensive nur ohne YPG und PYD

September 26, 2016 - 00:35
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Der türkische Staatspräsident Erdogan will die syrische Stadt Rakka ohne die kurdische YPG Miliz  von der IS befreien. Die Türkei schätzt die Stärke der IS in dieser Region auf 10.000 Mann, die, so Erdogan sehr schnell vertrieben werden könnte, wenn die Allianz Einigkeit und Willen zeigt.

Ankara / TP - Der türkische Staatspräsident Erdogan hat während des Rückflugs aus den USA die Fragen der Journalisten beantwortet. Erdogan erklärte u.a., dass die Türkei ein gemeinsames Vorgehen mit den USA gegen die IS für wichtig und richtig erachten, solange die USA die PYD und mit ihr die YPG-Miliz nicht miteinbezieht. Desweiteren sagte Erdogan, dass die Auslieferung Fethullah Gülens durch die USA nun nicht in der Bringschuld der Türkei liege. Die Türkei habe jetzt alle bislang zusammengetragenen Beweise vorgelegt, weitere würden stetig folgen.

Gesprächsschwerpunkt während des Rückflugs aus Washington war vor allem die Lage in Syrien, die türkische Militäroffensive in Nordsyrien unter dem Operationsnamen „Schutzschild Euphrat“. "Ein gemeinsames Vorgehen ist für uns sehr wichtig. Solange die USA nicht die PYD (kurdische „Partei der Demokratischen Union" in Syrien) und YPG (kurdischen Volksverteidigungseinheiten) miteinbeziehen, können wir diese Schlacht an der Seite der Vereinigten Staaten schlagen", sagte Erdogan. Desweiteren erklärte Erdogan, dass die militärische Offensive nach Rakka, die 250km tief im landesinneren liegt, gemeinsam mit den USA Erfolg verspreche, so lange die Allianz Einigkeit und Willen zeigt. Das türkische Militär schätzt die Stärke der IS in dieser Region auf bis zu 10.000 Mann, die sich um die IS-Hochburg Rakka sammeln. Die türkische Offensive hat bislang zu der Befreiung von Dscharabulus und Manbidsch geführt. Inzwischen soll die Infrastruktur der Städte insoweit wiederhergestellt sein, weshalb einige Tausend Einwohner die zuvor in die Türkei geflüchtet waren, zurückkehren.

Ein weiteres Gesprächsthema drehte sich um die Auslieferung Fethullah Gülens. Erdogan erklärte hierzu, dass sie für die Auslieferung des Anführers der Hizmet-Bewegung, den USA alle notwendigen Beweise vorgelegt haben. Nun liege es an den USA, das Auslieferungsersuchen nicht weiter zu verzögern. Erdogan hierzu wörtlich: „Wir haben Washington alle Beweise vorgelegt und werden es auch weiterhin tun. Jeder sollte bezüglich FETÖ die notwendige Sorgfalt zeigen. Sie sollten sich nicht irgendwo einnisten können.“
 

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