Türkischer Modeschöpfer soll ausgewiesen werden

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Türkischer Modeschöpfer soll ausgewiesen werden

Januar 02, 2017 - 16:10
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Der türkische Modeschöpfer Barbaros Şansal soll Medienberichten zufolge aus Nordzypern ausgewiesen werden. Şansal hatte mit einem Tweet für Furore gesorgt.

Türkischer Modeschöpfer soll ausgewiesen werden

Istanbul / TP - Im sozialen Netzwerk Twitter, hatte der türkische Modeschöpfer Barbaros Şansal aus der Türkischen Republik Nordzypern heraus eine Videobotschaft zur Jahreswende gesendet und darin die Zustände in der Türkei kritisiert. Şansal verurteilte dabei die Verhaftung von Journalisten, die Korruption sowie Kindesmissbrauchsfälle und die Türken die den Silvester dennoch feiern würden. Er selbe werde, so in der Videobotschaft, nun in Nordzypern an der Hotelbar alles alkoholische austrinken und danach auch in Südzypern weitertrinken. Zum Schluss erklärte Şansal, dass die Türkei in ihrer eigenen Scheiße ersticken solle.

Die Videobotschaft kam in der Türkei sowie in Nordzypern anscheinend nicht gut an. Zahlreiche Türken forderten die Justiz auf, gegen den Modeschöpfer wegen Verunglimpfung und Beleidigung des Staates und des Volkes vorzugehen. Inzwischen heißt es, dass die türkisch-zypriotische Regierung die Ausweisung Şansals einleiten wollte, jedoch wegen den schlechten Wetterbedingungen bislang nicht durchsetzen konnte. Ob die Justiz gegen den Modeschöpfer ein Verfahren einleiten wird, ist bislang nicht bekannt.

Şansal war bereits 2012 unangenehm aufgefallen, als er Bülent Ersoy, eine Galionsfigur für viele Homo- und Transsexuelle in der Türkei verbal angegriffen und seine Haltung zur Transsexualität kritisiert hatte. 
Şansal wurde daraufhin von der LGBT-Vereinigung ( Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender) "Rosarotes Leben" vom Verein ausgestoßen, in der Ersoy ebenfalls Mitglied war.

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