• Raketenwerfer sollten unbemerkt aus dem Fahrzeug getragen und anschließend benutzt werden
  • 8 Raketenwerfer wurden sichergestellt
  • Handgranaten und Handfeuerwaffen
  • Fetih Sekin vereitelte schlimmeres, gab dafür sein Leben

Terroranschlag Izmir: Perfider Plan vor Gericht ging nicht auf

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Terroranschlag Izmir: Perfider Plan vor Gericht ging nicht auf

Januar 05, 2017 - 20:45
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Mutmaßliche Terroristen der PKK wollten vor dem Gerichtsgebäude in Izmir eine Autobombe zünden, im Chaos anschließend Sicherheits- und Rettungskräfte massakrieren.

Terroranschlag Izmir: Perfider Plan vor Gericht ging nicht auf

Izmir / TP - In der Westtürkei ist ein perfider Terroranschlag gegen das Justizgebäude in Izmir im Bezirk Bayrakli vereitelt worden. Ein Streifenpolizist stoppte stoppte am Donnerstagnachmittag ein verdächtiges Fahrzeug kurz vor der Einfahrt zum Justizgebäude. Die Terroristen versuchten zu fliehen, einer zündete dabei die Autobombe. Der 44-jährige Streifenpolizist tötete einen Terroristen, wurde anschließen von einem weiteren erschossen. Herbeieilende Polizeibeamte erschossen auch den zweiten Attentäter. Mindestens 7 Menschen wurden dabei verletzt, berichten Nachrichtenagenturen.

Laut türkischen Medieberichten sicherten die Ermittler der Polizei nach dem vereiltenden Terroranschlag einen Raketenwerfer, acht Raketen, acht Handgranaten, zwei Kalaschnikows sowie halbautomatische Waffen. Augenzeugenberichten zufolge hatte sich das mit Sprengstoff präparierte Fahrzeug der beiden Attentäter dem C-Eingang des Justizgebäudes in Izmir genähert. Der umsichtige Verkehrspolizist Fethi Sekin (43) bemerkte das Fahrzeug und stellte sich davor auf die Straße. 

Daraufhin versuchten die mit Kalaschnikows bewaffneten Terroristen zu fliehen, sprengten dabei die Bombe im Fahrzeug. Es kam zum Schusswechsel zwischen den Terroristen und dem Verkehrspolizisten. Ein Terrorist wurde dabei tödlich getroffen bevor der Verkehrspolizist selbst von Kugeln getroffen, zusammensackte. Der zweite Terrorist wurde bei einem weiteren Gefecht mit Polizisten ebenfalls getötet.

Der Verkehrspolist wurde sofort ins Krankenhaus eingeliefert, wo aber die Ärzte den Tod feststellen mussten. Bei der Explosion wurde ein Justizbeamter getötet, mehrere weitere Polizeibeamte verletzt. Wie die Medien weiter berichten, war der Verkehrspolizist Fethi Sekin seit 9 Jahren als Polizist im Justizviertel tätig, stellte sich auch als kurdischstämmiger als Übersetzer im Gericht zur Verfügung. Sekin stammt aus dem Südosten aus Elazığ.

Ermittlern zufolge vereiltete der Polizist ein noch viel verheerenderes Massaker vor oder im Justizgebäude. Der Sprengsatz im Fahrzeug sollte während des Anschlags nur als Mittel zum Zweck dienen, sehr viele Menschen hervorzulocken und mit Handgranaten, Raketen und Schusswaffen niederzumetzeln. Laut dem Provinzgouverneur von Izmir habe das umsichtige Verhalten des Verkehrspolizisten schlimmeres verhindert. Mit dem Waffenarsenal hätten die Terroristen ein Massaker angerichtet. Der Provinzgouverneur Erol Ayyıldız erklärte des Weiteren, dass die Umstände, die Waffen und die Personalien der Terroristen einen Bezug zur Terrororganisation PKK haben. 

Unterdessen wird bekannt, dass dem Terroranschlag zuvor eine Antiterror-Operation der Polizei vorausging. Dabei soll ein mutmaßlicher PKK-Terrorist aus Nusaybin in Izmir-Kadifekale verhaftet worden sein. Ob ein Zusammenhang mit dem Terroranschlag vor dem Justizgebäude besteht, ist bislang nicht bekannt. Der PKK-Terrorist soll in Nordsyrien ausgebildet und dann über Nusaybin nach Izmir gereist sein, wo ihn die Polizei am Donnerstagvormittag stellte.

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