Augen auf Europa! Das hässliche Gesicht des Terrors in Izmir

Lesezeit
2 Minuten
Gelesen zu

Augen auf Europa! Das hässliche Gesicht des Terrors in Izmir

Januar 06, 2017 - 22:39
Kategorie:
0 Kommentare

Die populärste Aussage, die neben der Unterstellung der IS Unterstützung seitens der Türkei - für die im Übrigen noch keine Entschuldigung einging - in Bezug auf das angebliche "Kurdenproblem" dürfte ebenso untergehen, wenn man sich die Opfer der Terrorattacken anschaut, meint Ecevit Bekar in seinem heutigen Kommentar zum Terroranschlag in Izmir.

Der Verkehrspolizist, der in Izmir schlimmeres verhindern konnte - Fetih Sekin

Kommentar von Bekar Ecevit / TP - Die populärste Aussage, die neben der Unterstellung der IS Unterstützung seitens der Türkei - für die im Übrigen noch keine Entschuldigung einging - in Bezug auf das angebliche "Kurdenproblem" dürfte ebenso untergehen, wenn man sich die Opfer der Terrorattacken anschaut, sagt Bekar Ecevit und bezieht sich heute auf den Helden von Izmir.

Augen auf Europa! 
Tag täglich kommt das hässliche Gesicht des Terrors zum Vorschein. 
Viel schlimmer jedoch ist das "Monopoly" Verständnis, fiktiv gemeinsam gegen Terror vorzugehen.

Gehen wir mal etwas zurück. Vor allem Europa pochte darauf, dass die Türkei gegen die IS militärisch vorgeht. Grund dafür wäre die Erfahrung der Türkei und die räumliche Nähe. Man muss nicht unbedingt vor Intelligenz leuchten, um zu erkennen, dass dadurch das "vorgehende" Land ins Visier der Terroristen gelangen wird.

Letztlich kam es dazu, dass die Türkei trotz der Beschuldigung, die IS zu unterstützen, militärisch vorging. Zeitgleich jedoch, bemerkenswert, gingen die Militäraktionen der UN, NATO und USA auf stand-by.

Man nahm nur noch passiv an Aktionen in Form von Verhandlungen mit Anderen, zum Teil terroristischen Organisationen, teil. Die Türkei ist die einzige Macht, die militärisch vollauf vorgeht und alles selbst finanziert und organisiert, während Europa Angst vor dem Terror hat. 

Das Paradoxe und Unmoralische an der ganzen Sache ist jedoch, dass vor allem Herr Martin Schulz im Namen des europäischen Parlaments die Äußerung tätigt, dass Beitrittsgespräche nur unter der Voraussetzung fortgesetzt werden, wenn (!) die Terrorgesetze geändert werden.

Es entzieht sich jeder Logik, die Türkei gegen die IS - mit dem Bewusstsein der Auswirkungen in Form von Terror, wie es momentan stattfindet - zu mobilisieren und zu motivieren und dann die Türkei in eine Zwangsjacke zu zwingen, damit sie von Terror-Organisationen KO geschlagen wird. 

Wenn sich die Türkei dann jedoch nicht KO schlagen lassen möchte, vielmehr austeilt, wird von Menschenrechtsverletzungen gesprochen. Das ist einfach nur verwerflich und nicht tragbar. 

Die populärste Aussage, die neben der Unterstellung der IS Unterstützung seitens der Türkei - für die im Übrigen noch keine Entschuldigung einging - in Bezug auf das angebliche "Kurdenproblem" dürfte ebenso untergehen, wenn man sich die Opfer der Terrorattacken anschaut.

Der Polizist, der in Izmir allein Gegenwehr zeigte und getötet worden ist, war ein Kurde!
Nun ist offensichtlich eine Grenze erreicht und wir befinden uns am Scheideweg.
Entweder zeigt man gemeinsam Flagge gegen Terror, oder wir zwingen uns in den nächsten Alptraum.
Mein Traum ist es, dass im Kampf gegen den Terror die Landesgrenzen übersehen werden und wir als ein Körper zu agieren lernen. 
Für die Glaubwürdigkeit.
Für die Würde.
Für Uns. 
Für das Gemeinsame.
Gegen Ego...
Gegen Terror... 

Werbeanzeige