Wilders, Sarrazin, Broder – Geistige Brandstifter?

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Wilders, Sarrazin, Broder – Geistige Brandstifter?

  

Man wird unfreiwillig das “Opfer” kleingeistiger Ergüsse von Seltenheitswert beseelten “Man wird doch noch was sagen dürfen”-Schreibtischtätern

Man wird unfreiwillig das “Opfer” kleingeistiger Ergüsse von Seltenheitswert beseelten “Man wird doch noch was sagen dürfen”-Schreibtischtätern, weil man sich nicht konsequent von der eigenen Religion, eigenen Landsleuten oder eigenen Idelogie distanziert. Andere wollen sich erst nicht als Opfer sehen, übertreten die Trennlinie über den “Orient” zum “Abendland” und sehen sich dann in der Bringschuld, Kleingeistern die geistige Nahrung vorzukauen. Bemuttern nennt man das und genügend “Mütter” wie Seyran Ates, Necla Kelek oder die jüngsten im Bund, Güner Balci oder Cigdem Toprak stehen mit der Brust in Reih und Glied.

Mit dem Massenmord und dem Bombenattentat auf die regierende Partei im norwegischen Oslo – anders kann man es ja nicht mehr nennen, nach dem man zuerst von einer Tat eines verrückten “ausging” um später auf einen Amokläufer zu kommen – ist ein bisher als moralisch und ideologisch gedachte europäische Barriere gegen den Islam mitsamt dem Hinterland zu einem Minenfeld mutiert, die von diesen Kleingeistern stellvertretend aufgetürmt wurde. Die Devise lautet nun in dieser christlich-“jüdisch” geprägten Kulturlandschaft entweder “rette sich wer kann!” oder “jetzt erst recht!”. Manche wollen nicht mehr als Rassist, Neonazi, Faschist oder christlicher Fanatiker ausgemacht werden. Die Pseudoidentitäten werden gewechselt, Beiträge in Blogs und Foren gelöscht, so wie es etliche Tageszeitungen hierzulande vorgemacht haben, nach dem aus einem Jihadisten ein schlichter Norweger ohne Bezug zum Islam wurde. Ob das auffällt oder nicht, ist ohne Bedeutung. Bedeutend ist nur, dass sie eigentlich vor sich selbst weglaufen müssten bzw. sich selbst damit betrügen.

Ein Bezug ohne Islam, diese Feststellung wäre aber schlichtweg falsch, hatte der Attentäter doch ein besonderes Interesse an DEM einen Glauben, nur nicht so wie es die Muslime in Europa selbst wahrnehmen. Andere widerum verteidigen den Kurs, manche davon sind in ihrer übersteigerten Hasskultur derart gefangen, dass sie sich umso mehr daran krampfhaft festhalten. Es verwundert mich nicht, dass das pöbelnde Fußvolk die fremdkonstruierte Gedankenwelt genauso vehement verteidigt, wie Sarrazin seine Ansichten, die sich seit seinen ersten Entgleisungen nicht verändert haben. Je mehr Zeit vergeht, desto gebetsmühlenartig oft wird die empfangene “Botschaft” heruntergemurmelt, desto mehr hält man daran fest. Dem großem Fußvolk geht es jetzt daher nur noch um die Schicksalsfrage, ob man nun vor der “linken und islamischen Gefahr” eingeknickt ist oder weiterhin dagegen hält. Und diese Frage wird mit Gedanken vorgetragen, das einem jedem der mit Menschenverstand ausgestattet ist, der hastige Gang zum Klo kaum noch gelingt.

Wilders, Sarrazin und Broder mitsamt der Euterclique können Stolz darauf sein, diese Brut mit ihrer “Streitkultur” aufgezogen und gehätschelt zu haben, die im Namen der Freiheit, der christlich-demokratischen Nächstenliebe, alle “Gutmenschen”, Linke, Liberale und Muslime die nicht mit dieser kranken Gedankenwelt d’accord sind, zur Zielscheibe manifestiert haben. Das was in Oslo passierte, ist einzig auf das Konto dieser angestoßenen “Schicksalsfrage” zuzuschreiben, die durch Kleingeister genährt und in ihrer Überzeugung bestätigt wurden. Nun ist das Minenfeld aktiv und jeder der sich seit Oslo dazu frei und ungezwungen äussern will, wird in der Realwelt kaum noch auffällig werden. Was diese Brut nun so einzeln von sich gibt, wird mit der Anonymität im Nirvana landen. Daran kann man ersehen, dass diese ideologische Bewegung, kaum noch kontrollierbar ist, sich immer weiter in das weltweite Internetz eingräbt. Sicher vor moralischen und humanistischen Prinzipien, sicher vor der Allmacht der Verfassungsschützer.

Ob man nach Oslo 7/22, von einer weiterhin realexistierenden Bedrohung durch eben diese Brut gefeit ist; keiner kann es mit Sicherheit sagen. Sicher ist nur, dass die in Antisemitismus, Humanismus, Patriotismus und Meinungsfreiheit verkleidete Brut weitermachen wird. Den Opfern von Oslo und Utoya können wir nicht mehr helfen, in dem wir sie vor der Gefahr warnen. Aber die Zukunft wird zeigen, ob die Politik und die Gesellschaft diese Gefahr ernst nimmt und gewillt ist, weitere Opfer zu vermeiden. Es ist auch geradezu absurd, dieses aufgezeigte Gefahrenpotential als eine heuchlerische Maskerade auf dem Rücken der Opfer zu bezeichnen, gerade weil dass die Runde macht. Wenn diese Menschen starben, weil gerade diese Gefahr nicht ernst genommen wurde, dann sollte wenigstens dieses ungewollte, aber erbrachte Opfer dazu verwendet werden, weiterhin den Finger auf den Wunden Punkt zu drücken, wie es etliche Blogger, Politiker und Gesellschaftsschichten seit langem unentwegt tun. Das sind wir eigentlich den Opfern schuldig.

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