Stunde Null: Die Rückkehr nach Cizre

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Stunde Null: Die Rückkehr nach Cizre

März 03, 2016 - 07:20
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Nach fast 3 Monaten haben die Behörden die Ausgangssperre in der südosttürkischen Stadt Cizre gelockert. Die rund 130.000 Einwohner dürfen sich nach Angaben des Gouverneurs seit dem 1. März zunächst eingeschränkt frei bewegen.

Diyarbakir / TP - Bei der seit Mitte November andauernden Armeeoffensive gegen die terroristische kurdische Arbeiterpartei PKK wurden alleine in Cizre laut des türkischen Generalstabs über 700 PKK-Kämpfer getötet. Viele Häuser waren bei den Gefechten schwer beschädigt worden. Zahlreiche Bewohner suchten unter den Trümmern ihrer Wohnungen und Geschäfte nach verschütteten Habseligkeiten. Ministerpräsident Davutoglu hatte Geschädigten unfangreiche Entschädigungsleistungen in Aussicht gestellt.

In der Stadt leben rund 130.000 Menschen. Ankara hatte im November in der Provinz Şırnak und anderen Provinzen zunächst Ausgangssperren verhängt, während Sicherheitskräfte gegen die Terrororganisation PKK vorgingen. Die Jugendorganisation YDG-H der PKK hatte Barrikaden aufgestellt und Gräben ausgehoben sowie Sorengfallen und Bomben deponiert, um den Vormarsch der Polizei und Gendarmerie zu stoppen. Mitte Dezember griff auch das türkische Militär in das Geschehen ein.

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