Nimmt das Gabriel jemand ab?

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Nimmt das Gabriel jemand ab?

22. Juli 2017 - 11:30
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Außenminister Sigmar Gabriel versucht nach der angekündigten Neuausrichtung der deutschen Politik gegenüber der Türkei in türkischer Sprache die mit türkischen Wurzeln zu beruhigen. Sie seien ein Teil Deutschlands. Aber die politische Agenda die seit Jahrzehnten natürlichen Fluktuationen unterlag, die Anzeichen, sie besagen etwas anderes.

Nimmt das Gabriel jemand ab? Nein!

Kommentar / TP - Außenminister Sigmar Gabriel hat nach der Verhaftung von deutschen Staatsbürgern in der Türkei angekündigt, die deutsche Politik gegenüber der Türkei neu auszurichten. Als erste Maßnahmen, um die Türkei und deren Justiz gefügig zu machen und die Freilassung der verdächtigen Deutschen von der türkischen Regierung zu erzwingen, werden die Daumenschrauben auf die türkische Wirtschaft angesetzt. Mit einer verschärften Reisewarnung sollen deutsche Urlauber verunsichert werden, die Pläne für einen Türkei-Urlaub schmiedeten. 

Gleichzeitig sieht Gabriel die Türkischstämmigen in Deutschland als ein Teil des Landes und hat dies in türkischer Sprache ausgerechnet in der BILD zum Ausdruck gebracht. Dabei geht es gar nicht um den Schutz von deutschen Staatsbürgern, weshalb man der Türkei die Daumenschrauben ansetzt, wenn man bedenkt, wie die Rechte der Türkischstämmigen NSU-Opfer geschützt wurden und wie die Reaktionen hierzu ausfielen - nämlich gar keine. Gabriel kann nicht erwarten, dass die Türkischstämmigen abzeptieren, welche Maßnahmen die Bundesregierung ansetzt, um ihre Forderungen durchzusetzen, wenn ihre nächsten Verwandten direkt oder indirekt davon betroffen sein können. Ein selbst als Unrecht empfundenes hebt das eigene Unrecht nicht auf, erst recht nicht, wenn man von einem Land Rechtsbruch fordert, damit die Verhafteten freigelassen werden.

Wir befinden uns am Zenit der deutschen Politik gegenüber den Türkischstämmigen, die zum Tiefstand nur unwesentlich ausschlägt, so viel ist klar. Nach den politischen Ansagen, wohin die Reise führt, in der man zuvor zwei Schritte vor, drei zurücklegte, um den Türkischstämmigen "Mitbürgern" so wenig wie möglich die selben Rechte einzuräumen, können wir uns mit dem neuen Paradigmenwechsel bestens anfreunden oder hatten die türkischen "Mitbürger" bislang eine bessere Ausgangslage, als das man befürchten muss, Rückschritt statt Fortschritt zu erfahren?

Noch immer sind Türkischstämmige, die in ihrer Gemeinde einen Moscheeverein gegründet haben, dem Wohlwollen der Gemeinden selbst ausgesetzt. Sie und nicht die türkisch-muslimische Gemeinde entscheiden, ob ein Moscheebau in Ordnung geht und wo sie errichtet werden darf, meist mit der Prämisse: aus dem Auge, aus dem Sinn. Seitdem der größte Dachverband eines dieser türkischstämmigen Vereinsansammlungen - die DITIB - nun auch als 5-Kolonne der Türkei wahrgenommen wird, kann man sich vorstellen, welche Auswirkungen das auf die Menschen hat. Von der anerkannten Religionsgemeinschaft ist man nicht nur meilenweit entfernt, man wird sogar mit Staatsverträgen an der kurzen Leine gehalten, um nicht auf die Idee zu kommen, eine Gemeinschaft per Verfassung einzufordern und gerade das beschäftigt einen umsomehr, zumal dies nur mit den Dachverbänden zu realisieren ist. Paradoxerweise helfen also die Dachverbände der deutschen Politik, dass die Anerkennung als Religionsgemeinschaft in weite Ferne rückt und nun werden sie als Prügelknabe der Nation vorgeführt.

Allen voran die SPD und die Grünen haben hierbei eine unsägliche Rolle eingenommen. In NRW überlegt man sich bereits, was man außer der Daumenschraube, die man der DITIB angelegt hat, noch tun kann, um den sogenannten Einfluss der Religionsbehörde in der Türkei zu brechen. Jahrzehntelange Arbeit der Gemeinden wurde somit ins absurdum geführt, werden die Gemeindemitglieder stigmatisiert. Die Ansprache des Außenministers ist an Doppelmoral kaum noch zu überbieten, zumal die Türkischstämmigen nach wie vor auf der Stelle gehalten werden: zwei Schritte vor, eine zurück, zwei weitere vor, vier wieder zurück. So funktioniert aber das Miteinander nicht, schon gar nicht auf dem Rücken der "Mitbürger", die allenfalls als Wahlkampfthema ihre Rolle perfekt einnehmen durften, die man ihnen übergestülpt.

Als man in Deutschland DITIB-Imame wegen mutmaßlicher Spionage verfolgte, türkischstämmige Schüler und Eltern der Bespitzelei überführen wollte, ging es nicht darum, den Einfluss der türkischen Politik auf die hiesigen Staatsbürger zu brechen, vielmehr ging es darum, eine Politik der Angst zu schaffen, deren Auswirkungen wir noch lange spüren werden. Angst ist aber ein schlechter Berater, zumal mit derselben Angst auch im Jahre 2017 Moscheebauten verhindert werden, die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben vom Wohlwollen der lokalen Politik, Behörden und Menschen abhängt.

Wir sind längst keine Mitbürger, waren es vor 40 Jahren nicht, werden es auch in absehbarer Zeit nicht sein. Unlängst forderte eine Politikerin mit türkischen Wurzeln aus NRW, man sollte das anonyme Bewerbungsverfahren für den öffentlichen Dienst abschaffen, es sei Kokolores. Selbstverständlich ist es für eine Landesregierung Unfug, wenn sie keine Handhabe gegen Migranten hat, die im öffentlichen Dienst tätig werden wollen und obendrein anonymisiert eingestellt werden können, denn so wächst auch der Einfluss derer, die man eigentlich unter Kontrolle halten will. Kontrolliert wird also nicht nur, wo eine Moschee zu stehen hat oder einzieht, nein, auch die Menschen die in solchen Moscheen ein und ausgehen, sollen kontrolliert werden, bevor sie höchste politische Schaltzentralen erreichen.

Diese Kontrollmechanismen haben die "Mitbürger" derart aus dem gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen, dass sie nicht einmal mehr an der politischen Willensbildung teilhaben dürfen. In sämtlichen Parteien gilt das Kredo: wer unsere Meinung unkritisch teilt, der ist einer von uns. Ergo, Türkischstämmige, die eine andere Meinung teilen, haben von vornherein keine Chance, innerhalb einer Partei auch nur auf der Stelle zu stehen, man wird regelrecht hinausbegleitet.

Angesichts dieser Faktenlage ist es ein Hohn, von türkischstämmigen Menschen zu sprechen, die zu "uns" gehören. Allen voran die SPD hat des Öfteren gezeigt, dass diejenigen "Mit"menschen dazugehören, die unwidersprochen die Parteilinie teilen. In Zeiten, wo die Umfragewerte vor der Bundestagswahl im Keller sind, verständlich, weshalb die Migranten zum Wahlkampfthema hergehalten werden. All die Lobhudelei und "Wir"-Sprüche können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Türkischstämmigen noch eine ganze Weile auf der Stelle gehalten werden, dass ihnen bereits während der Gastarbeiter-Zeiten zugesprochen wurde. Die Rolle nehme ich gerne an, zumal man nichts anderes kennt und Nachteile einem den Anreiz geben, auf diesen wunden Punkt der deutschen Politik Salz zu streuen.

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TH

Müsste der "russische social BOT" beim Thema Armenien nicht eigentlich eine völlig andere Postion vertreten?

www.deutschlandfunkkultur.de/100-jahre-voelkermord-an-den-armeniern-russ...

Wahrscheinlich ein schwerer Programmierungsfehler. Wartungsdienst vom FSB wurde bereits informiert. 

Tut mir leid, aber ich kann Sie einfach nicht mehr ernst nehmen!

M

Als der syrische Bürgerkrieg ausgebrochen war und Terrorgruppen wie der IS die Kurden in Syrien überfallen, vertrieben und massenweise umgebracht haben, hatte ich eigentlich gedacht (und gehofft), dass Erdogan seinen kurdischen Brüdern hilft

Bist du wirklich blind oder tutst du nur so blöd? Als IS- Richtung Kobani blickte, hatten die kurden ein Grund in der Türkei die türkischen Geschäfte zu plündern  weil sie meinten "Die Türkei müsse den kurden helfen" ! Die Türkei hat tausende kurden aufgenommen, mit türkischen Steuergeldern ernährt,  aber ein kurde wird nie satt, damals hat Özal auch die kurden vor Chemie-Ali gerettet und mit türkischen Steuergeldern ernährt,  wie sich die kurden jedes mal bedanken, haben wir alle gesehen!

Was können die kurden ausser türkische Läden plündern, Schulen verbrennen,  türkische Soldaten mit Molotowcocktail beschmeisssen?  NUR KRIMINALITÄT UND HINTERHÄLTIGKEIT!

Dein Jammern  ist wie dein lololololi, hat kein Ende, typisch kurde!

A

Schon wieder so eine Dumpfbacke - Lese erst mal rechte und linke Tageszeitungen um Dir ein Überblick der Standpunkte zu verschaffen , lese mal ein wenig in Geschichtsbüchern und dann schreibe Hier Deine Meinung zu einem Thema ....

Äüßerungen wie diese sind nicht hilfreich !!!!  Was können die kurden ausser türkische Läden plündern, Schulen verbrennen,  türkische Soldaten mit Molotowcocktail beschmeisssen?  NUR KRIMINALITÄT UND HINTERHÄLTIGKEIT!

Man kann einfach keine ganze Volksgruppe kriminalisieren .... verstehst Du das ???

Bild von Aslan

Die Türkei ist für deutsche Nachrichtendienstler und Geheimagenten kein "Luna-Park" mehr.

Deshalb die Reisehinweise speziell für (ehemalige) Mitarbeiter des BND & Co, die laut einem Bericht von "tagesschau" wohl außerordentlich häufig in die Türkei reisen würden.

Das finde ich gut, ich würde mich nicht wundern, wenn die Fake-News vom deutschen Verfassungsschutz und BKA genau aus diesen Gründen kommen und Teil einer Kampagne sind. Die subversiven Aktivitäten zwischen deutschen Nachrichtendiensten und terroristischer Organisationen in der Türkei sind wohl empfindlich gestört wurden und nun versucht man mittels der Medienhetze in Deutschland nach DDR-Manier etwas mehr Verwirrung zu schaffen. Funktioniert wohl nur nicht so bei Türken und der Türkei, wir sind nun mal nicht so leicht zu täuschen.

Bestätigt allerdings in dem Kurs der türkischen Regierung ;)

 

Deswegen der "Truffle-Shuffle" Kopieversuch vom dicken Siggi - billige Nummer!

 

Was das Gelulle der deutschen Politprominez angeht, die sich nunmehr vorstellt, personifizieren die wohl die verlogene und schizophrene Mentalität in Deutschland.

Der Gabriel hatte meiner Meinung nach auch mit der eklatanten Aktion der Holländer gegenüber der türkischen Familienministerin zu tun. Der hat diese miese Nummer mit seinen holländischen Kollegen abgesprochen gehabt.

Interessanterweise wagen die sich nunmehr deutlich hervor, wieso das nicht wie sonst üblich von den Alibi-Migranten und Terrorsympathisanten von "die linke" und "Grüne" kommt, liegt eventuell daran, dass keine rmehr auf die reinfällt. Das sollte aber auch besonders für den Siggi und Frank-Walter gelten...

Ich denke das Deutschland allen voran in der EU einen (Psycho)-Terror gegen die Türkei und die Türken allgemein betreibt.

TH

Die deutsche Politik träumt von der Einführung eines (selbstverständlich von ihr selber mitgestalteten und kontrollierten) "Euro-Islam", dessen Imame sich weit stärker den angeblichen Idealen der europäischen Aufklärung verpflichtet fühlen als dem Koran!

Zur propagandistischen Vorbereitung und scheinbaren Legitimation dieser feindlichen Übernahme des Islam durch aufgeklärte (und somit moralisch überlegene) Atheisten wird der traditionelle und hier in Deutschland überwiegend türkisch geprägte Islam kurzerhand von angeblichen Islamexperten mit dem Stigma "Islamo-Faschismus" versehen und systematisch diffamiert.

In diesem Kontext ist auch die Behauptung der deutschen Politik zu sehen, dass sich die Türkei unter Erdoğan auf dem Weg hin zu einer faschistischen Diktatur befinde.

Von der deutschen Politik wird also nicht nur Krieg gegen die Türkei geführt, sondern zugleich auch gegen den Islam und die Religionsfreiheit.

Ich finde dieses Verhalten der deutschen Politik gleich in mehrfacher Hinsicht so dermaßen verwerflich, dass ich als deutscher Atheist beschlossen habe, in der Frage klar auf der Seite von DITIB zu stehen.

A

...sie faseln hier von Krieg  gegen die Türkei, gegen den Islam ..... Religion ist Privatsache und dem politischen und radikalen Islam werde ich als Christ ewig bekämpfen, weil er intolerant ist ... und seien Sie froh, das Sie noch nie einen Krieg miterlebt haben.  Nur dummes Geschwätz... und Ihr Name ist im wirklichen leben ist auch nicht Thomas Hesmert ... alles eine Farce....

basta

TH

Auch im wirklichen Leben ist das schon seit 58 Jahren mein Name. Hier wohne ich übrigens:

https://vk.com/wall242253075_565

Und als schwuler deutscher Atheist bin ich ganz bestimmt kein großer Freund des radikalen politischen Islam wahabitisch/salafistischer Ausrichtung. Aber konservative türkische Muslima, die ihren Glauben mit Kopftuch in die deutsche Öffentlichkeit tragen, bereiten mir keine Sorge. Wenn ich meine sexuelle Orientierung öffentlich zur Schau stellen darf, dann dürfen das Muslime und Angehörige aller anderen Konfessionen mit ihrem religiösen Glauben selbstverständlich auch tun dürfen. Religion ist für mich so wenig eine Privatsache wie sexuelle Orientierung oder Hautfarbe. Es ist Teil der Identität eines Menschen, die man in der Öffentlichkeit nicht schamhaft verstecken muss. Okay, die Hälfte der Türken wird mir bei der Sache mit der sexuellen Orientierung widersprechen wollen, aber hier in Deutschland sind Schwule auch erst seit wenigen Jahren gesellschaftlich akzeptiert. Ich war bereits 35, als die Strafbarkeit männlicher Homosexualität 1994 endgültig aus dem Gesetzbuch gestrichen wurde. Gerade als Schwuler muss ich die Behauptung von einer moralischen und kulturellen Überlegenheit Deutschlands gegenüber der angeblich kulturell rückständigen Türkei entschieden zurückweisen!

[Damit dürfte ich dem "Armenier" wohl endgültig den Rest gegeben haben.]

A

...natürlich ist Religion und die sexuelle Vorliebe privatsache und hat keinen anderen zu Interessieren.    Seien Sie froh, das es eine französische Revolution und die Aufklärung gab  (Trennung von Staat und Religion)... Warum es sowas in Islamischen Ländern (Ausnahme Türkei.. bis jetzt) nicht gibt ... drüber können wir gerne diskutieren... Aber Sie lenken schon wieder ab...

Aber wir wollen ja nicht abgleiten..

Haben Sie nun eine Meinung zu den Todes-Märschen der Menschen ???? außer nichts zu sagen !!! ich warte immer noch auf eine Antwort von Ihnen !!!

TH

Wenn Religion und sexuelle Orientierung reine Privatsache sind, die nicht in die Öffentlichkeit gehören, müsste das dann nicht auch logischerweise für die ethnische Abstammung eines Menschen (also z.B. Armenier) gelten?

Türken und Armenier mögen ihre ethnische Zugehörigkeit hier in Deutschland in der Öffentlichkeit vielleicht noch diskret verbergen können, aber wie sollte das bei Schwarzafrikanern oder Asiaten möglich sein?

Ich bin ausdrücklich nicht der Meinung, dass sich Konflikte in einer multi-ethnischen, multi-religiösen, etc. Gesellschaft dadurch vermeiden lassen, dass alle Menschen in der Öffentlichkeit verbergen, was ihre Identität ausmacht.

Von mir aus können 30.000 Türken in einem Meer von roten Fahnen durch deutsche Städte ziehen und dabei laut Allahu Akbar rufen. So etwas beunruhigt mich weit weniger als ein überassimilierter "anatolischer Schwabe" namens Cem Özdemir, der mit seinen politischen Aktivitäten seit Jahren das Klima zwischen Deutschen und Türken total vergiftet.

Meine persönliche Vorstellung von einer zukünftigen "Multi-Kulti"-Gesellschaft in Deutschland ist nicht das Konzept des "Melting Pot", in dem alle Migranten aus den verschiedensten Kulturkreisen zusammen mit der indigenen deutschen Bevölkerung mittels Assimilation zu einem undefinierbaren Brei verkocht werden, sondern das Konzept "Salad Bowl", bei dem Migranten und indigene Deutsche ihre kulturelle Identität behalten.

Deshalb stimmte ich Erdoğan auch zu, als er die von deutschen Politikern impertinent geforderte Assimilation der türkischen Migranten als Form von Völkermord bezeichnete. Kurden und Armenier müssten eigentlich verstanden haben, was Erdoğan damit gemeint hat, den in den ersten Jahrzehnten nach der Staatsgründung wurde von den Kemalisten durch Zwangsassimilation versucht, Minderheiten wie Kurden und Armenier in der Türkei auszulöschen. 

Aber nun zu dem, worauf ich mit der langen Einleitung hinaus wollte:

www.mfa.gov.tr/turkish-prime-minister-mr_-recep-tayyip-erdogan-published...

Mit dieser Erklärung von Erdoğan ist der türkische Staat den Armeniern so weit entgegen gekommen, wie es überhaupt nur möglich war. Statt darauf einzugehen, haben die Armenier (insbesondere die armenische Diaspora) die ausgestreckte Hand weggeschlagen, weil sie die vorherige offizielle Anerkennung eines Genozids zur unabdingbaren Grundvoraussetzung machen, um überhaupt mit der Türkei über die damaligen Ereignisse ernsthaft zu sprechen.

Das wird aber niemals passieren. Daran kann auch eine von einer Minderheit der Abgeordneten des Deutschen Bundestages verabschiedete Resolution nichts ändern. Da kann die armenische Diaspora in Deutschland und dem Rest der Welt noch so viel Druck aufbauen, denn auch eine völlig andere türkische Regierung ohne Erdoğan und AKP wird dem Druck nicht nachgeben. Aber selbst wenn ein solches Wunder unerwartet geschehen sollte, was genau hätten die Armenier eigentlich davon, einmal abgesehen von dem sehr kurzzeitigen Vergnügen, die Türken zum Nachgeben gezwungen zu haben? Absolut nichts!

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