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Fatih Akin ist ein Auftragsfilmer

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Fatih Akin ist ein Auftragsfilmer

01. August 2017 - 01:01
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Filmkritiker Cüneyt Cebenoyan wirft dem deutsch-türkischem Filmregisseur Fatih Akin vor, Auftragsfilmer zu sein. Anlass ist das von Akin neu vorgestellte Filmprojekt unter dem Titel "Rojava". Der Film soll den Kampf des syrischen Ablegers der Terrororganisation PKK, der YPG sowie deren Frauenverbänden YPJ, gegen die Terrormiliz IS erzählen.

"Rojava" von Fatih Akin - Fatih Akin ist ein Auftragsfilmer

Istanbul / TP - Nach der Ankündigung von Fatih Akin, einen neuen Film zu drehen, erhitzen sich die Gemüter in der Türkei über den deutsch-türkischen Filmregisseur und Drehbuchautor erneut. Fatih Akin hatte bereits mit "The Cut" im Jahre 2014 für Zündstoff gesorgt, als er den sogenannten armenischen Völkermord in einem Spielfilm behandelte, der auf den 71. Internationalen Filmfestspielen von Venedig uraufgeführt wurde.

Fatih Akin stellte Mitte Juli sein neues Filmprojekt unter dem Titel "Rojava" im sozialen Netzwerk Instagramm vor. In dem Film geht es um den Kampf der YPG- und YPJ-Terrormiliz gegen die Terrormiliz IS in Syrien. In der Türkei gilt die YPG sowie deren Frauenverband, die YPJ, zum syrischen Ableger der Terrororganisation PKK. Akin jedoch heroisiert den Kampf der Terrormilizen YPG und YPJ laut türkischen Filmkritiker Cüneyt Cebenoyan. Cebenoyan schreibt Filmkritiken in der linksgerichteten Tageszeitung "Birgün" sowie im investigativen Nachrichtenportal OdaTV. 

Laut Cebenoyan habe Fatih Akin nicht das Potential, eigene Ideen umzusetzen. Vielmehr arbeite er auf Geheiß anderer. In Twitter schreibt Cebenoyan über Fatih Akin sinngemäß, "wie manche für die CIA einen Putsch anstrengen, so dreht Fatih Akin seine Filme" - wobei Cebenoyan dabei auf Fethullah Gülen deutet, der im Auftrag des US-Auslandsgeheimdienstes CIA den gescheiterten Putschversuch in der Türkei zu verantworten habe. Cebenoyan zufolge besitze Akin nicht das Potential, eigene Filme zu drehen, vielmehr werde Akin vom Westen dazu gedrängt, solche Filme zu drehen. 

Cebenoyan wirft Akin des Weiteren vor, zum Auftragsfilmer degradiert worden zu sein, um nicht in der Versenkung zu landen. Sehe der "Westen" die YPG/PKK als "Demokratieverteidiger", so würden die dortigen türkischen Intellektuellen auch nichts anderes mehr im Blickfeld haben und entweder einen Film über den sogenannten Völkermord drehen oder den "heroischen Kampf der YPG/PKK" etablieren. 

Cebenoyan wirft Akin ausserdem vor, wichtigere Themen bewusst auszublenden, um sich weiterhin behaupten zu können. Er lebe zwar in Deutschland, verfilme aber die Machenschaften der PKK in Deutschland nicht. Ausserdem rede er über Dinge, die er nicht verstehe. So unter anderem zu den Äusserungen des BND-Chefs Kahl über Fethullah Gülen, dessen Bewegung er als ungefährlich betrachte. Als Zuwanderer-Psychologie bezeichnet Cebenoyan daher die selektive Arbeit Akin´s, der deutscher als deutsch werden wolle, um sich von seiner Abstammung soweit wie möglich zu distanzieren, um von Deutschland anerkannt zu werden. 

Cebenoyan, der sich selbst als Sozialist bezeichnet, verlor 1994 bei einem Terroranschlag der PKK auf dem Istanbuler Taksim-Platz die Schwester. Seither reagiert er gegenüber "Romantikern der PKK" harsch, wenn sie ihn als Nationalisten bezeichnen, nur weil er lediglich von der PKK eine Entschuldigung für den Mord an der Schwester fordere, die er aber bislang nicht bekommen habe. In Zusammenhang mit der YPG erklärte Cebenoyan in einem Artikel in der OdaTV, die USA würden mit Flächenbombardements in Syrien Zivilisten töten und die YPG marschiere daraufhin in diese Gebiete ein, um sie zu besetzen und zu anektieren. Die vor den Bombardements geflüchteten christlichen und jezidischen Minderheiten würden im Ausland Schutz finden, die YPG deren Ländereien und Häuser besetzen. Spreche man das aus, werde man zum Faschisten oder Rassisten. So eine "Demokratie" gebe es nicht, sie, die YPG/PKK und ihre Verfechter seien die wahren Faschisten und Rassisten, so Cebenoyan. 
 

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