Ausgeschissen: Köln diskutiert über WC für Muslime

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Ausgeschissen: Köln diskutiert über WC für Muslime

13. August 2017 - 22:34
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Im Bürgerzentrum in der Alten Feuerwache in Köln ist zum geplanten Einbau einer "kultursensiblen Toilette“ eine Debatte entbrannt. Facebook-Phänomen "Sahin Karanlik" findet die Debatte darüber richtig Scheiße.

Sahin Karanlik - Ausgeschissen: Köln diskutiert über WC für Muslime

Kommentar / TP - Das Kölner Gemeindezentrum wird renoviert und der Vorstand ist der Meinung, dass dort eine „kultursensible“ Toilette rein soll. 
Keine Ahnung, ob vorher ein Muslim gefragt wurde oder man sich beim Schiss-Beauftragten einer Moschee informiert hat.

Es ist richtig, dass Muslime gen Mekka beten, und dass man nicht gegen den Wind pinkeln sollte, ist weltweit auch bekannt, aber ich habe noch nie gehört, dass man nicht in eine bestimmte Richtung kacken darf. 
Und ich kacke seit ich Baby bin. 
Und ich habe bisher keinen Muslim gesehen, der sein Bedürfnis verschoben hätte, weil die Toilette nicht richtig ausgerichtet war. 
Und auch keinen Muslim, der vorher auf den Kompass geschaut hat, bevor er kacken ging.

Ich selbst hasse die Hock-Klos. Es zieht mir in den Waden und das ganze Kleingeld fällt mir aus den Hosentaschen. Ich brauche Zeit, ich brauche es gemütlich.

In der Türkei werden diese Toiletten übrigens „ala Franka“ genannt, also „französisch Style“.

Im Türkei-Urlaub jedes Mal ein Kampf für mich gewesen. Irgendwann kam ich dahinter, dass mein Onkel der Einzige in der Umgebung ist, der eine Sitzschüssel hat. So stand ich jeden Morgen bei ihm auf der Matte, erleichterte mich, bekam danach noch ein schönes Frühstück und ging wieder meines Weges.
Familie. Sie lieben mich trotzdem.

Trotzdem nett, dass sich manch einer in Köln die Frage stellt, aber befremdlich im gleichen Zug die BILD-Zeitung anzurufen und zu sagen: „Hier, jetzt müssen wir nicht nur darauf achten, was der Muslim zu Essen bekommt, sondern auch wie er es wieder ausscheidet.“ Und daraus dann großes Thema gemacht wird, mit darauffolgendem Shitstorm. Hier macht die Bezeichnung endlich mal Sinn.

Ich hoffe für uns alle, dass wir benachrichtigt werden, wenn der erste Flüchtling seinen Schiss in der kultursensible Toilette hatte und ob er zufrieden war.

 

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KG

In Bayern haben mehrere Staatsanwaltschaften wegen Beihilfe zum unerlaubten Aufenthalt Ermittlungen gegen Pfarrer aufgenommen, die, entgegen den Gesetzen, Kirchenasyl gewähren. Die Regierungspartei (CSU) hingegen sichert durch Ministerpräsident Seehofer beiden grossen Kirchen, Katholiken und Protestanten, Unterstützung beim Kirchenasyl aus humanitären Gründen zu (RTL Videotext, S.129, 12.8.17). Bleibt nur noch die Frage, ob den muslimischen Moscheen die gleichen Rechte zugesichert werden um Asyl zu gewähren oder ob 2 Religionen selektiv den laizistischen Staat und die Rechtsprechung dominieren.