Springer-Verlag schmeißt Pläne über den Haufen

Lesezeit
3 Minuten
Gelesen zu

Springer-Verlag schmeißt Pläne über den Haufen

20. September 2017 - 17:06
Kategorie:
2 Kommentare

Die angekündigte Anzeigen-Kampagne des Axel Springer Verlags, um den in der Türkei inhaftierten WELT-Korrespondenten Deniz Yücel solidarisch beizustehen und die Freilassung zu erreichen, ist aufgrund des Desinteresses der Konzerne abgeblasen worden.

Springer-Verlag schmeißt Pläne über den Haufen - Deniz Yücel

Hamburg / TP - Der Medienkonzern Axel Springer wollte zusammen mit weiteren deutschen DAX-Unternehmen über eine Anzeige-Kampagne Druck auf die Türkei ausüben, um eine Freilassung von Deniz Yücel und anderer Inhaftierten aus Deutschland zu erreichen. Verlagschef Mathias Döpfner hatte dazu die Vorstandschefs der 30 größten Dax-Konzerne angeschrieben, um sie als Unterstützer für eine Anzeigenaktion in türkischen Medien zu gewinnen. Laut der WELT nimmt der Medienkonzern nun Abstand davon.

Nach Angaben der Presseagentur dpa hieß es am Mittwoch laut Unternehmenssprecherin der Axel Springer SE, Edda Fels, dass "die Idee einer Anzeige in türkischen Medien für freiheitliche Werte als Voraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg" nicht realisiert werden könne. Zwar unterstrich die Unternehmenssprecherin, dass einige große renomierte Konzerne die Aktion unterstützt hätten, doch eine breite Basis habe man nicht gewinnen können und müsse daher von dieser Idee absehen. Namen wollte die Pressesprecherin hierzu nicht nennen.

Zuvor hatte bereits die Allianz gegenüber der Wirtschaftswoche eine Beteiligung an der Aktion ausgeschlossen. Verlagschef Mathias Döpfner hatte erklärt, man werde die Aktion starten, sofern mehr als die Hälfte der angefragten Konzerne die Kampagnen-Schaltung in türkischen Zeitungen unterstützen. Damit wollte man laut einer Pressemitteilung für Werte wie Rechtsstaatlichkeit, Wahrung von Grundrechten und Pressefreiheit werben.

Der Medienkonzern bemüht sich bereits seit längerer Zeit um die Freilassung seines in der Türkei inhaftierten WELT-Korrespondenten Deniz Yücel. So rief der Konzern nach einer negativen Gerichtsentscheidung in Istanbul über die Haftbeschwerde, den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte an, um eine Haftentlassung zu erwirken. Das EuGH hatte daraufhin die Türkei um eine Stellungnahme zum Fall gebeten, bislang steht jedoch eine Entscheidung aus.

Axel-Springer Verlagschef Döpfner hielt am Mittwoch in Stuttgart ein Plädoyer für den kritischen Journalismus und die freie Presse. Es lohne sich dafür zu kämpfen, sagt er beim diesjährigen Treffen der Zeitungsverleger, vor allem auch "im Interesse von Demokratie und Rechtsstaat".

weitere Informationen zum Artikel
Bewertung: 4 (1 Stimmen)

Es sind 2 Kommentare vorhanden

Bild von AnkaraliCakici

Verlogenes Pack. Von wegen einige große renomierte Konzerne hätten die Aktion unterstützt. Einen Scheissdreck haben die unterstützt.

GELD REGIERT DIE WELT! 

Wer ist der Yücel, dass die großen DAX Konzerne ihr Profit aufs Spiel setzen. Wie Blöd ist denn der Döpfner?

Der sollte sich lieber um die Pressefreiheit hierzulande kümmern. 

Vollpfosten! Scheiss BILD

PS. Soweit ich richtig informiert, spendet der Springer Verlag einmal im Jahr ein Monatsumsatz an den jüdischen Staat.

DAS sagt doch alls.

 

Bild von Nemesis269

...spendet nachweislich an Zionterroristen. "Jüdischer Staat" ist es auf keinen Fall, sonst wäre diese längst von der Naturei-Karta anerkannt gewesen. Wer ist eigentlich "Denis Jücksel"( man wird als Haustürke von den Deutschen so genannt, wie der Herr Kem Özdemeyer von den Grünen)? Der ist "Deutsch", sagen zumindest die Springermedien. Also Fazit, jeder Haustürke mit dem Deutschen Ausweis, der antitürkische Rhetorik bedient, der den Erdogan und die Türkei abgrundtief hasst, den Islam vor allem, der ist "voll der Deutsche". Bekennt man sich zur Türkei, oder als Befürworter der türkischen Innenpolitik, ist man ein DEUTSCH-TÜRKE. Beispiel? Ja, siehe Mesu Özil, der hat für die deutsche Gesellschaft mehr geleistet als der Herr Denis Jücksel, Herr Kem Özdemeyer und Frau Sefim Dag-dellen zusammen, die "reinrassige Deutsche" sind. Lukas Podolski hat auch polnische Wurzeln, hab nie gehört dass man ihn "Deutsch-Pole", nennt. Und all das bestimmen die Hyänen der Springermedien. Wem die gehören, wessen Geisteskinder die sind und wessen Politik und Grundsätze sie vertreten, weiss inzwischen jeder Blinde mit nem Krückstock. Deren Berichterstattung ist so "wahr", wie die wegen der "Bedrohung der Ehefrau von Sigmar Gabriel" seitens der "radikalen Deutsch-Türken, was sich später als plumpe Lüge herausgestellt hat. Oder wir können weiter zurückgehen und sagen, dass deren Berichterstattung,  so "wahr" sind, wie die "Massenvernichtungswaffen in Irak". Was mich abtörnt wenn ich meine türkische Geschwister sehe ( bin ein Sanjaker aus Yeni-Pazar), die in der Gesässtasche eine zusammengerollte "Bild-Zeitung" , bei ihnen sehe. Wenn ich sie darauf anspreche "Warum liest du so einen Dreck?", kommt als Antwort "Ach Abi, ich guck nur was sie schreiben und wegen der Sportseite". Das dumme dabei ist, dass jeder von ihnen ein internetfähiges Smartphone besitzt, und wenn es um Sport geht, kann man wunderbar unzählige Sportseiten darauf abrufen. Als Argument oder Antwort darauf, bekomm ich von ihnen ein Schultertucken. Langsam werd ich das Gefühl nicht los, dass einige der Türken sich von der Springerpresse, freiwillig mit der antitürkischen Rhetorik, indoktrinieren lassen. Und nein, ich kann es auch bestätigen, kein türkisches Medium hat der Springerpresse die Unterstützung in  ihrer Antitürkeikampagne zugesagt, ausser PKK-nahe Schundblätter die alles Türkische oder islamische hassen.