Mit der armenischen ASALA kamen Menschenhasser

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Mit der armenischen ASALA kamen Menschenhasser

29. Oktober 2016 - 23:55
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Zeit, mit der Romantisierung der Armenier-Geschichten aufzuräumen, die mit der armenischen Terrororganisation ASALA 1965 erneut an Fahrt aufnahm und heute in Europa wie in den USA Menschenhasser herangezüchtet hat. Bis heute ist nicht nur Armenien von nationalistischem und religiösem Rassismus geprägt.

Mit der armenischen ASALA kamen Menschenhasser

Berlin / TP - Als 1965 der Nationalismus unter den Armeniern wiedererstarkt war, nach dem es im 18. Jahrhundert schon einmal zu nationalistischen Strömungen innerhalb des Osmanischen Reiches kam, der dann mit der Umsiedlung der meißten Armenier abrupt ein Ende fand, ahnte wohl keiner, wie dieses Wiedererstarken die ganze Welt in ihren Bann zieht. Die ASALA begann angesichts romantisierter Geschichten über die Gräuel an Armeniern, ihren Terror in die Welt zu tragen. Leidtragende waren nicht nur Türken, sondern auch andere Nationalitäten.

Rationell betrachtet kann mit Fug und Recht behauptet werden, dass der Sieg der Allierten während des Ersten Weltkrieges über das Osmanische Reich und die anschließende Rückkehr zahlreicher armenischer Osmanen, darunter auch bekannter Notabeln und Funktionäre, nicht nur von der Bevölkerung mit Argusaugen wahrgenommen wurde. Letztlich sollte sich ja jetzt entscheiden, wer wieder "Herr" im Hause ist. In den Regionen in denen die Armenier ihre eigenen Ziele verfolgt hatten und mit dem Sevres-Vertrag wieder verfolgen wollten - ein Großarmenien, konnten sie unter den Augen der Allierten, ihre "Unterdrückungs- und Enttürkiisierungspolitik" ganze drei Jahre umsetzen. Darunter waren auch Griechen, Kurden oder Aramäer, aber eben nur mit mäßigen Erfolg und nur weil sich viele daran nicht beteiligten. Sie wussten wohl, wohin das ganze erneut hinführen wird, waren Realisten. Was die Fortsetzung dessen bedeutet hätte, kann man sich ausmalen.

Die Pläne dazu wurden aber zunichte gemacht. Der türkische Befreiungsschlag begann, die Armenier die im Nordosten bereits Landgewinne verbuchen konnten und weiter auf andere Gebiete vorrückten, wurden durch die Befreiungsarmee zurückgedrängt. Den Kampf um die Vorherrschaft verloren die Armenier, die Türken obsiegten. Sie hätten sogar weiter vorrücken können, beließen es aber dabei und stoppten den Vormarsch kurz vor Eriwan. 

Den romantisierten Armenier wurden damals schon die Grenzen aufgezeigt. Entweder "wir" oder "die", dies war die Kernbotschaft aller Beteiligten und diese ewig werdende brutal anmutende Kampf hat die Geschichte der Menschheit zuhauf erlebt. 

Die Armenier wuchsen nicht wie oft verklärt rübergebracht wird, aus dem Boden, dass das Kerngebiet derer ausmacht, wie auch nicht die nationalistischen Kurden behaupten können, Teile Mesopotamiens seien ihr Kerngebiet. Sie alle kamen einst irgend woher, nur nicht von dort, wo sie sich selbst noch immer verorten und darüber auch noch Stolz sind. 

Stolz ist man auf ein Land, die man hat. Entweder gemeinsam oder gar nicht - die Regel galt einige Jahrhunderte auch im Osmanischen Reich und wurde von allen auch eingehalten. Als diese Regel gebrochen wurde, gab es kein Stolz mehr, vielmehr Tod, Ohmacht und anschließend Hass. Das hätte genauso gut den Türken passieren können, wäre der Befreiungskrieg nicht iniciiert worden oder hätte man nicht die nötige Kraft aufgebracht, das zu verhindern. Sie hatten aber die nötige Kraft, die Armenier nun mal nicht.

Auch die Türken wuchsen nicht in der Mongolei aus dem Boden und bahnten sich dann ihren Weg gen Kleinasien. Sie waren, wenn wir den gegenwärtigen Wissenschaftsstand glauben schenken wollen, allesamt aus dem afrikanischen Raum, pflanzten sich förmlich über die ganze Erde fort, vernichteten dabei wohl die Neandertaler in Spanien oder Mitteldeutschland und erschlossen sogar menschenfeindliche Regionen, um sodann wieder andere Regionen aufzusuchen, weil sie von anderen von ihren "angestammten" Gebiete verdrängt worden sind.

Nichts anderes passierte in Kleinasien, während des Osmanischen Reiches im Jahre 1915, 1921 und setzte sich 1965 in der Türkei und in der Welt fort. Nichts anderes passiert gegenwärtig, wenn auch auf einem anderen Level. Nur mit dem Unterschied, dass die Armenier noch immer keinen so großen Einfluss in der Welt haben, abgesehen in den Ländern, in der sie sich politisch überaus aktiv betätigen aber immer noch Ohnmacht und Hass verspüren.

Wieso die Türken Hass verspüren müssten, erschließt sich einem daher nicht. Für viele ist die Geschichte vorbei, man blickt nach vorne weil man ein Land hat worauf man Stolz ist. Entweder gemeinsam oder gar nicht. So einfach ist die Regel aufgebaut. Die bestand schon wieder seit 1923 und wird auch weiterhin bestehen, so lange nicht irgend eine andere Macht kommt, die die Türken verdrängt. Die Menschheitsgeschichte ist damit zugepflastert und das muss man akzeptieren.

Heute ernten wir die Früchte dieses nationalistisch und religiös gearteten armenischen Rassismus noch immer, seit es 1965 an Fahrt aufgenommen hat. Nicht nur in Armenien, wo man nach Muslimen oder Türkischstämmigen bzw. Aserbaidschanstämmigen lange suchen kann oder wo Jude-sein fast schon gemeingefährlich ist. Romantisch und theatralisch ist daran nichts, wie es auch nicht romantisch ist, was bei Zeiten in der Türkei passierte. Romantisch ist aber auch die hiesige Debatte über die angebliche Völkermord-These, so lange man nicht den latenden Rassismus der Armenier anspricht, der hier mitschwingt und auch von armenischstämmigen Deutschen zur Aussprache kommt. Man wollte doch "Versöhnung", nun muss man auch den beschwerlichen Gang gemeinsam gehen oder gleich sein lassen. Für alles gibt es eine Regel, auch für die Versöhnung und die muss man sich verdienen. Zualler erst einmal Respekt, denn die Türken haben ein Land wo es noch Armenier gibt, während Armenier kein Land haben wo Türken leben können. So einfach ist das.

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KG

Als sich Teile der Armenier unter russischem Einfluss gegen das Osmanische Reich erhoben rief das auf, teilweise deutsch geführter (Liman von Sanders e.al.), türkischer Seite Gegenreaktionen hervor. Das Ausmass dieser Reaktionen ist bis heute, im Gegensatz zu den deutschen Judenmorden, nicht unabhängig von Historikern geklärt. In Europa wurden Nachrichten von Christen und Missionaren übermittelt, die natürlich primär über die Probleme der christlichen Armenier, nicht über die vorab begangenen Greuel an den Türken berichteten. Diese einseitige Berichterstattung ist Grundlage der Völkermorddiskussion. Die Toten der Asala werden anscheinend übersehen; zuletzt die 76 Anschlag-Opfer am Pariser Flughafen.

Nur eine, auch religiös, unabhängige Historikerkommission kann diese Frage klären. Leider hat sich Armenien dieser Lösung verweigert obwohl die Türkei die osmanischen Archive für die Untersuchung zur Verfügung stellte.

Armenien ist auf die Definition "Völkermord" politisch angewiesen um dem Zusammenhalt des neuen Staates eine emotionelle Grundlage zu geben. Das christliche Europa ist natürlicherweise auf Grund der historischen christlichen Quellen voreingenommen. Wir können nur hoffen dass es eines Tages zu einer unabhängigen Klärung, ohne religiöse und politische Vorurteile,kommt damit das Klima zwichen den Völkern nicht weiter aus einseitigem politischen Interesse vergiftet wird.

Für Menschen in Europa, die den Türken und dem Islam feindlich gegenüberstehen ist die Völkermorddebatte eine bequeme Freizeichnung die ihren Fremdenhass psychologisch neutralisiert.

Kaum jemand ist daran interessiert sich mit den historischen Hintergründen vertraut zu machen. Lesenswert ist zum Beispiel "Ein Mythos des Terrors" von Professor Erich Feigl, 1986 in der Edition Zeitgeschichte, Freilassing-Salzburg, erschienen.