Türkischer Oppositionsführer bringt "Beweise" für Steuerflucht

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Türkischer Oppositionsführer bringt "Beweise" für Steuerflucht

28. November 2017 - 20:46
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Der türkische Oppositionsführer der Republikanischen Volkspartei (CHP), Kemal Kilicdaroglu, hat Verwandten von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan vorgeworfen, Millionen Dollar auf ein Briefkastenfirma auf der Insel Isle of Man deponiert zu haben.

Türkischer Oppositionsführer bringt "Beweise" für Steuerflucht

Ankara / TP - Während einer Fraktionssitzung der Republikanischen Volkspartei (CHP) hat der Vorsitzende Kemal Kilicdaroglu Dokumente vorgelegt und daraus Auszüge vorgelesen, die beweisen sollen, dass die Verwandtschaft von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan, Millionen Dollar auf ein Briefkastenfirma auf der Insel Isle of Man deponiert haben. Die Fraktionssitzung wurde vom parlamentarischen TV-Sender Live übertragen.

Kilicdaroglu erinnerte zuvor den Staatspräsidenten, wie er vor Tagen die Vorwürfe dementiert und angekündigt habe, zurückzutreten, sofern Beweise vorgelegt werden. Danach laß Kilicdaroglu von einigen Dokumenten vor, in der angeblich Erdogans Sohn Burak Erdogan oder Erdogans Bruder Mustafa Erdogan einstellige Millionensummen an ein Unternehmen in der Steueroase Isle of Man überwiesen hätten. Dabei zeigte Kilicdaroglu Dokumente, die angeblich die Überweisungsbelege von Dezember 2011 und Januar 2012 seien. 

Nach dem Kilicdaroglu die angeblichen Überweisungsbelege hochhielt, forderten Parteikollegen in Sprechchören von Erdogan das Amt niederzulegen. Kilicdaroglu rief daraufhin: "Wenn du ein Ehrenmann bist, tu das Notwendige." Bei der Briefkastenfirma handelt es sich offenbar um ein Gesellschafterunternehmen, die nur einen Gesellschafter namens Sidki Ayan hat. Sie wurde für 1 Pfund Sterling am 1. August 2011 gegründet. 4 Monate später sei der einzige Gesellschafter laut Kilicdaroglu durch einen gewissen Kasım Öztaş übernommen worden. 

Kilicdaroglu erklärte, ein Ziya Ilgen, der Ehemann der Schwester Erdogans, habe am 15. Dezember 2012 rund 2,5 Millionen US-Dollar überwiesen. Mustafa Erdogan, der Bruder Erdogans, habe am 15. Dezember 2011 ebenfalls 2,5 Millionen US-Dollar auf das Konto des Unternehmens überwiesen. Ziya Ilgen habe am 26. Dezember 2011 rund 1,25 Millionen US-Dollar überwiesen. Osman Ketenci, der Schwiegervater, habe 1,25 Millionen überwiesen und auch der Sohn Erdogans soll demnach über 3 Millionen US-Dollar auf das Konto auf der Insel Isle of Man überwiesen haben.

Kilicdaroglu hatte bereits vor einer Woche Vorwürfe gegenüber Erdogan erhoben, ohne dabei konkrete Angaben zu machen. Daraufhin hatten Staatspräsident Erdogan und Ministerpräsident Yildirim erklärt, keinesfalls Gelder ins Ausland deponiert zu haben oder Steuern zu hinterziehen. Erdogan erklärte mitunter, wenn jemand beweisen könne, dass die Vorwürfe stimmen, er das Amt von sich aus niederlegen werde. “Wenn Tayyip Erdogan einen einzigen Cent im Ausland hat, dann soll er es beweisen. Wenn es bewiesen ist, werde ich nicht einmal eine Minute mehr diesen Präsidentenposten behalten “, sagte Erdogan am vergangenem Sonntag in einem Interview gegenüber der Presse.

Nach den Vorwürfen am Dienstagmittag erklärte Staatspräsident Erdogan, niemand könne ihn oder andere ausnutzen, um daraus einen Vorteil zu erzielen. Ferner forderte Erdogan Kilicdaroglu erneut auf, Namen zu nennen, die ihn in den Schmutz ziehen würden. "Gib mir die Namen derer, die mir das vorwerfen und ich werde juristisch dagegen vorgehen" erklärte Erdogan weiter. Am späten Nachmittag ließ Erdogan´s Rechtsanwalt Ahmet Özel verlautbaren, dass er im Namen des Staatspräsidenten Anzeige gegen Unbekannt erstattet habe. Ausserdem forderte Özel den Oppositionsführer auf, die "Beweise" der Generalstaatsanwaltschaft zu übergeben, damit sie den Vorwürfen nachgehen können. Özel dementierte die Vorwürfe und nannte sie eine ausgemachte Lüge, deren Echtheit er nicht nur anzweifle, sondern kategorisch ablehne.

Oppositionsführer Kilicdaroglu hatte in den letzten Jahren mehrere Vorwürfe gegenüber Erdogan erhoben, darunter die Existenz von acht Konten in der Schweiz. Erdogan klagte und gewann, ebenso in bislang sechs weiteren offenkundigen Fällen, in der Kilicdaroglu ähnliche Vorwürfe erhob. Bülent Turan, Fraktionsmitglied der AKP, erklärte am Abend in einem telefonischen Gespräch mit dem Moderator der Ahaber, die Oppositionspartei CHP verhalte sich wie eine Partei aus den USA. Turan zufolge habe Kilicdaroglu desöfteren haltlose Vorwürfe erhoben, die sich im nachhinein als falsch oder nicht richtig herausgestellt hätten. Zu den derzeitigen Vorwürfen erklärte Turan, die angeblichen Beweise seien von Rechtsvertretern in Augenschein genommen worden, die man anhand der TV-Liveübertragung idendifizieren konnte. Diese Belege würde nicht beweisen, dass die Verwandschaft Erdogan´s Gelder aus dem Land schaffe. Es handle sich vielmehr um irgend ein Beleg von Millionen von mutmaßlichen Überweisung, die besagen, dass das ein Transfer stattgefunden habe.

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Bild von Nemesis269

...der Westen und andere antitürkische Elemente, die es leider Zuhauf gibt, bekommen schon die Saber im Munde. Sind das keine ähliche Dokumente,wie einst welche, die angebliche „Zusammenarbeit“ der AKP mit dem IS, „belegen“ sollten? 

Soviel Dreistigkeit und „Mut“, gegen das eigene Land, und dem eigenen Präsidenten zu agieren,kann man nur aufbringen, wenn man Hilfe, von Ausserhalb, erhält. Will nicht ablenken, aber ich bin mir sicher, wenn man mal Sie, überprüfen würde, Ihre Konten,Depots und was weiss ich was Sie besitzen, würde man mühelos, an mehreren Stellen feststellen, dass Sie Gelder über irgendwelche, ominöse Scheinhilfsorganisationen, erhalten haben. Kaum ist der Peter Steudtner frei, der angebliche „Menschenrechtsaktivist“, kommen Sie mit irgendwelchen „Beweisen“  um die Ecke. Neeeein, das ist überhaup keeeeein abegekartetes Spiel zwischen Ihnen und den antitürkischen Elementen, Herr Lorenz von,... pardon, Herr Kiliçdağolu. Sollte sich meine Vermutung bestätigen, sollte man Sie öffentlich, mitten am Gezipark hängen. Den man hat in der Vergangenheit, dem Herrn Erdogan, kühnste Dinge angedichtet, ihn der bizzarsten und krankhaftesten Sachen, bezichtigt, die sich später zu 100% als frei erfundene Lügen, entpupten. Man kann mich auch „Antidemokrat“ nennen, in so einem Fall, würde ich für Sie, eine medienwirksame Todesstrafe fordern. 

Dem Herrn Erdogan ist in der Vergangenheit, so einiges angedichtet worden, man hat gegen ihn und die AK-Partei intrigiert,nur um ihn auf Geheiss der Weltmächte, zu stürzen. Der Lorenz von Arabien, hat damals den korrupten Veziren und Emiren auch Stück des Osmanischen Reiches versprochen, wenn ihn diese dabei unterstützen, es zu zerstören. Sie alle, bis auf wenige die ihm Widerstand geleistet haben, gingen ihm auf dem Leim. Man hat das OR, komplett unterwandert und zerstört. Lorenz‘s „Belohnung“ für die Hilfe dafür, war die Enteignung seiner „Helfer“ und anschliessende Inhaftierung. Glauben Sie, allen Ernstes, selbst wenn Sie den Präsidenten Erdogan schaffen zu stürzen, daß Sie der „rechtmäßige Nachfolger“ seines Postens wären? Und wer sollte Sie wählen? Jene die in der Putschnacht ihre Anrehörige verloren haben? Der Putsch der genauso von solchen antitürkischen Elementen wie Ihnen, organisiert wurden? Sie soll das Volk wählen?? In so einem Fall, Herr Kiliçdağolu, wäre ich einer unter den ersten Balkanischen Volonteren, die die Türkei als ihre zweite Heimat sehen, der sich der türkischen Milizen oder dem Militär, anschliessen würde, solche wie Sie, in jedem Rattenloch zu suchen, um ihn auszuräuchern. Sie spielen da ein brandgefährliches Spiel Herr Kiliçdagolu? Ganz Sançak, Kosovo, Bosnien, Aserbaidschan und andere Türkvölker würden sich zusammenrotten un Sie und Ihre Elemente, unschädlich zu machen. Wenn Sie glauben unsere Mutter Türkei, verfügt nicht über ihre externe Wächter und Bewahrer ihres Volkes , und ich bin einer davon, dann sind Sie auf dem besten Wege, sich mit so einer Denkweise, ins eigene Fleisch tiefzuschneiden. Ich sage es Ihnen noch einmal, Sie treiben ein brandgefährliches Spiel, dass für Sie auf keinen Fall, gut enden kann.

A

Will nemesis269 türk. Präsidenten töten?

„In so einem Fall, Herr Kiliçdağolu, wäre ich einer unter den ersten Balkanischen Volonteren, die die Türkei als ihre zweite Heimat sehen, der sich der türkischen Milizen oder dem Militär, anschliessen würde, solche wie Sie, in jedem Rattenloch zu suchen, um ihn auszuräuchern.“

Hallo nemesis269,

verstehe ich Ihre Aussage richtig, dass Sie gerade ankündigen, einen möglicherweise zukünftig gewählten Präsidenten der Türkei töten zu wollen?

Sind Sie ein Terrorist?

 

Mit Bitte um Antwort

Alanyagirl

Bild von Nemesis269

... hahahaha.

 

Welchen „Präsindenten“ denn? Wer soll ihren „zukünftigen Präsidenten“ denn wählen? 

Und lassen wir das „Herausdrehen des Terrorismusstricks“ aus meinem Geschriebenen, 

Was heisst den „zukünftig gewählten Präsidenten“? Also doch ein PKK-Troll. Wir können uns gerne persönlich treffen, dann werde ich dir liebend gerne näher erläutern wie ich das gemeint haben will,ok?

Es ist wohl der grösste Witz des Jahres, wenn ein nachweislich ProZion-PKK-Terrorist andere des „Terrorismuses“ bezichtigt. 

 

Nimmste mein Angebot an, ja oder nein? Das wäre die einmalige Gelegenheit, mich persönlich „Terrorist“ zu nennen.

 

Liege ich richtig mit der Annahme, dass ein neuer Putsch gegen die Türkische Republik und den jetzigen türkischen Präsidenten, in dem Du persönlich involviert wirst oder zumindest Kenntniss besitzst, geplant wird?Wieso kündigst Du plötzlich einen „Neuen Präsidenten der Türkei“, an? Das wird jetzt richtig interessant mir Dir. Scheinst wohl doch nicht so „hell“ zu sein, wie du es gerne in deinen Kommentaren, rethorisch angibst. Danke für deine ungewollte Info. Wie man mit Metaphern, so einiges aus Euch, PKK-Terrorgesindel, rausholen kann. Ach ja, ich habe auch Familie, Kleinkinder, willst du die „töten weil du ein PKK-Kurde“, bist? Mit einem „Ja“ würdest Du unser Treffen rapide beschleunigen. Dein Gleichgesinnter aus Dortmund könnte diesbezüglich ein „Leideslied“ daraus schustern. Also, willst Du „Meine Familie töten, weil Du ein PKK-Kurde bist“? Ja oder Nein? Und red nicht um den heissen Brei herum, Du Lutscher. Meine Frage ist mehr als berechtigt, weil mir sowas in der Vergangenheit angedroht wurde, weil man mich für einen Türken gehalten hat. Also Ja oder Nein? Bin mal auf deine Antwort gespannt.