Wenn der israelische Arm bis nach Berlin reicht...

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Wenn der israelische Arm bis nach Berlin reicht...

19. Dezember 2017 - 03:49
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„Spionageaktivitäten auf deutschem Boden sind strafbar und werden von uns nicht geduldet. Das gilt für jeden ausländischen Staat und auch für jeden Nachrichtendienst.“ Das waren die Worte des Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU).  Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) forderte gar eine gründliche Untersuchung, um dem Vorwurf nachzugehen, ob der türkische Geheimdienst über Imame, Lehrer, Dolmetscher und Schüler Anhänger der Gülen-Bewegung ausforscht, um sie dann zu verfolgen. Derweil kann ein Ex-Pressesprecher der israelischen Armee und jetzige Abteilungsleiter des Bereichs internationaler Beziehungen im israelischen Ministerium für Nachrichtendienste in einem Facebook-Eintrag jenen offen drohen, die mutmaßlich den "Davidstern" öffentlich verbrannt haben.

Screenshot Facebook: Abteilungsleiter des Bereichs internationaler Beziehungen im israelischen Ministerium für Nachrichtendienste namens Arye Sharuz Shalicar

Berlin / TP - Er ist kein Anhänger von Erdogan, auch kein Imam, Lehrer, Dolmetscher, gar ein Schüler, der Anhänger der Gülen-Bewegung ausforscht und an die türkischen Behörden meldet. Wäre er das, wäre die Empörungswelle schon längst über Ihn und die türkischen Migranten mehrfach hinweggerollt. Bei einem Ex-Pressesprecher der israelischen Armee und jetzigen Abteilungsleiter des Bereichs internationaler Beziehungen im israelischen Ministerium für Nachrichtendienste namens Arye Sharuz Shalicar ist das nicht der Fall.

Am vergangenem Freitag schrieb dieser Shalicar unter Bezugnahme eines WELT-Artikels, dass diejenigen in Deutschland, "die denken, dass sie den Davidstern öffentlich verbrennen können, ohne dafür bestraft zu werden." zur Rechenschaft gezogen werden. "WIR wissen WER ihr seid, WO ihr seid und Wie WIR EUCH zur Rechenschaft ziehen können. WIR bestimmen Zeitpunkt und Ort. Lebt mit der Angst!" teilte Shalicar in einem Facebook-Eintrag weiter mit.

Wie gesagt, dieser Mann ist kein türkischer Dönerverkäufer oder ein Lehrer, schon gar kein Imam; er ist der Abteilungsleiter des Bereichs internationaler Beziehungen im israelischen Ministerium für Nachrichtendienste. Dass dieser Eintrag bis heute nicht einmal in einer Randnotiz in den Medien erwähnt wird, ausser dass es in sozialen Medien derzeit unter Usern Verbreitung findet, spricht Bände.

Eins muss man dem Shalicar jedoch zugute halten, falls de Maizière oder Gabriel doch noch auf ihn aufmerksam werden: drei Tage zuvor wollte er noch einem Demonstranten aus Berlin Shalom und Selam sagen, auch wenn dieser laut BILD-Bericht, Israelis den Tod wünschen würde. Brennt jedoch ein Davidstern, so kennt der Mann kein Pardon und wird die Verursacher zur Rechenschaft ziehen. Jetzt ist nur noch zu klären, ob diese Fahnenverbrenner mit Selbstjustiz oder der Todesstrafe rechnen müssen, die die israelische Regierung bereits als Gesetzesinitiative vorbereitet hat.

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Bild von Nemesis269

...diese Witzfigur bedroht öffentlich und unterschwellig im Netz, Menschen mit dem Tode, weil irgendeiner seinen „Davidstern“ abgefackelt hat.  Warum er das macht? Einfach, weil Ihm die Bundesregierung dabei kräftig Unterstützung leistet. Und er weiss das. Mich würde es brennend interessieren, ob die Bundesregierung genauso schweigen würde, wenn Islamhasser, die öffentlich den Kuran verbrennen, auch so von den Geheimdienstlern, aus der Türkei, Pakistan, Algerien, Marokko oder einem anderen islamischen Land, bedroht wären? Ich glaube die Springermedien, würden jene schon in Voraus, medial hinrichten. Der mediale Aufschrei würde von Berlin bis nach Washington reichen. Aber hier darf man scheinbar alles, weil man Israeli ist. Ich heisse  weder die Zerstörung von religiösen noch von Staatssymbolen, gut. Denoch jemand deswegen öffentlich mit dem Tode zu bedrohen, zu behaupten Wo sich derjenige oder diejenigen befänden, Wer die seien, und Wann diese zu Tode kommen, und das als Angehöriger eine Staatlichen Institution, die für internationale Angelegenheiten, zuständig ist, zeigt eindeutig, die Verstrickung der Bundesregierung, in mafösen Strukturen. Ich bin der Meinung, dass man diesem Drohheini, unmissverständlch klargemacht werden sollte, in dem man Ihm unterschwellig, seine Wohnung, sein Auto, seine Adresse, die Fotos seiner Angehörigen als „Gegenatwort“ auf die Selbstjustizankündigung, schicken müsste. Und ihm unmissverständlich klarmacht, dass wenn den Jugendlichen in der Tat was passiert, er und seine Gefolgsleute nicht mehr sicher seien. Egal ob Mossad, NSA, CIA, oder sonst wer. Wer wegen sowas „belangloses“ jemandem den Tod ankündigt, der hat jegliches Recht als „Diplomat“ verwirkt und ist als terroristisches Element zu behandeln ungeachtet dessen, ob er ein „ultimativer Israeli“ ist mit der „Lizenz“ zum „Alles dürfen“ sogar „zum Töten“.