Washington findet keine Lösung für Afrin und Manbidsch?

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Washington findet keine Lösung für Afrin und Manbidsch?

13. Februar 2018 - 23:12
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Nach dem Einmarsch türkischer Truppen in Nordsyrien ist die einst unvorstellbare Tatsache, dass sich die Türkei und die USA irgendwann mal mit ernsthaften Problemen gegenüberstehen werden, anscheinend eingetreten; zumindest in den Augen Washington´s. Doch die Lösung ist recht einfach...

Washington findet keine Lösung für Afrin und Manbidsch?

Ankara / TP - Seit Monaten reagieren die strategischen Köpfe in Washington auf den Druck von Ankara mit einem Status quo: "Wir kontrollieren die YPG und ihr bleibt von Manbisch fern." Diese Strategie scheint nicht zu fruchten, denn der türkischen Staatspräsident Erdogan reagiert immer unverhohlener und warnt US-Truppen in Manbidsch. 

Kurz vor dem Besuch von US-Außenminister Rex Tillerson am Donnerstag in Ankara gab die türkische Regierung samt Generalstabsführung zu erkennen, was man von der US-Delegation erwartet. Erdogan drohte dem Pentagon mit einer "osmanischen Ohrfeige“, falls US-Bodentruppen im Fall eines türkischen Einmarsch in die nordsyrische Stadt Manbidsch US-Soldaten im Wege stehen würden.

In den USA bekommt Tillerson schon mal Rückenwind, um Ankara die Leviten zu lesen. Er solle dabei auf keinen Fall Zugeständnisse machen oder den Anschein erwecken, dass Washington von ihrem Kurs abweicht. In Politico fordern Eric Edelmann, ehemaliger US-Botschafter in Ankara und derzeit tätig im Verteidigungsministerium, sowie Jake Sullivan, ehemaliger Sicherheitsberater von Joe Buden, dass der nationale Sicherheitsberater General McMaster und Außenminister Rex Tillerson die Botschaft Washingtons Ankara unmissverständlich überbringen.

Dabei ist die Lösung doch für Washingtion so einfach. Wenn Washington meint, dass die US-geführte Anti-IS-Allianz durch den Einmarsch türkischer Truppen in Nordsyrien und damit die Verfolgung des Koalitionspartners YPG in Afrin, den Kampf gegen die Terrormiliz IS nachhaltig stört, dann ist doch die naheliegenste Lösung: man zieht den "Koalitionspartner" YPG aus dem Disktrikt Afrin ab, verlegt sie in den Süden, da wo die Terrormiliz IS noch tätig ist, oder?

Dort kann die YPG sich mit der Terrormiliz IS beschäftigen, am besten noch mit den Volksverteidigungseinheiten, die man in Manbidsch auf Halde stehen hat. Wenn die US-geführte Koalition es tatsächlich mit der IS ernst meint und das Bündnis mit der Türkei nicht gefährden will, dann bleibt nur diese eine Lösung. Die Türkei wird sehr wohl imstande sein, ihren Part beizusteuern, damit in den befreiten Gebieten wieder Ordnung und Ruhe herrscht. 

Wieso Washington stattdessen auf Stärke setzt, um nicht nachzugeben, dabei auf leere Argumente setzt, diese Frage bleibt sie schuldig. Ankara versteht diesen Status quo nicht mehr, wie auch die Bevölkerung sich allmählich fragt, was die GI´s in Nordsyrien zu suchen haben und die YPG weiterhin dort unterstützen, wo sie als Bündnispartner gegen die Terrormiliz IS nicht zur Verfügung stehen.

Die türkische Regierung hat Recht, ihre Interessen zu wahren und notfalls mit Waffengewalt durchzusetzen, vor allem dann, wenn es ihre eigene Grenze betrifft. Das IS-Problem ist aber inzwischen tief in Syrien verwurzelt, fernab der syrisch-türkischen Grenze, da wo die YPG fast schon nicht mehr herankommt, weil das syrische Regime gegen die Terrormiliz IS die Oberhand gewonnen hat und immer weiter gegen sie voranschreitet. Sprich, die YPG dreht in Nordsyrien Däumchen und erhält im Gegenzug Waffen und Gelder aus Washington. Das ist ein unhaltbarer Zustand, zumindest für Ankara und die Regierung wird sich nicht mehr mit dem Status quo begnügen, sondern handeln.

Die YPG die von der Türkei als verlängerter syrischer Arm der Terrororganisation PKK betrachtet wird, muss sich aus Afrin und Manbisch zurückziehen, dass was die Türkei seit Monaten kommuniziert. 

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Es sind 3 Kommentare vorhanden

Bild von Aslan

Terrororganisationen wie die KCK/PKK/YPG, die der Türkei und dem türkischen Volk den Krieg erklärt haben und Terror gegen türkische Mitmenschen betreiben zu bewaffnen und militärisch zu unterstützen ist quasi fast eine offensichtliche Kriegserklärung an die T.C. nach der einfachen Logik: der Feind meines Feindes ist mein Freund. Es ist in jedem Fall die Unterstützung einer Terrororganisation die der Türkei feindlich gesinnt und auch aktiv ist. Das stellt den Verrat eines sog. NATO-Partners bzw. mehrerer gegen die Türkei und das türkische Volk dar.

30.000 bis 50.000 bewaffnete Terroristen in einem Terrortorium bandenmäßig zu organisieren und öffentlich zu proklamieren, dass diese entlang der türkischen Grenze aufgestellt werden sollen, überhaupt in der Nähe zur Türkei bedarf zweifellos keiner weiteren Überlegungen und lassen auch gerade im Kontext zum gescheiterten Putschversuch, der etwaigen Interessengruppen, die eine Destabilisierung bishin zur Demontage der Republik Türkei bezwecken Rückschlüsse auf die Machenschaften der USA und andere zu, denn diese der Türkei feindlichen Interessengruppen stehen bedauerlicherweise in direktem Kontakt zu US-Militärs.

Ebenso ist Deutschland die europäische Plattform des KCK-Terrors und miitlerweile ja such Refugium für Putschisten.

Was soll man als türkischer Staatsbürger und erst recht als türkische Regierung davon halten?!

Damals gab es mal in der Türkei ein Tabakmonopol. Das fanden die kapitalistischen Tabakkonzerne der USA gar nicht gut und die hatten es auf den riesigen Absatzmarkt Türkei abgesehen. Marlboro hat dann irgendwann nahe der bulgarisch-türkischen Grenze eine Scheinfabrik/Depot für Zigaretten eröffnet mit dem Kalkül, dass diese Zigaretten in die Türkei geschmuggelt und auf dem Schwarzmarkt verkauft werden. Damit würde der türkische Tabakmarkt zusammenbrechen...und dann ist diese zwielichtige Methode aufgegangen.  Danach haben dann Verhandlungen, die vorher gescheitert waren, den türkischen Markt für US-Zigaretten bereitet. (Die Produktion, die in der Türkei statt finden sollte gab's kaum, es wurde importierte Ware verkauft. Aber voll "mastika")

Dem entsprechend sollte man schon reagieren.

In Incirlik könnte man ein weiteres deutliches Signal senden, ähnlich dem Rausschmiss der Bundeswehr-Spionagefliegen.

Man stelle sich vor Russland würde in Mexico eine 50.000 Mann Guerilla bewaffnen, 5.000 russische Soldaten dort stationieren und Washington erzählen man wolle den Marihuana-Handel und die Kartelle dort bekämpfen :)

Wie würde wohl das Pentagon darauf reagieren ?! Und Mexikaner sind nicht mal dafür bekannt in den USA oder gegen US-Bürger Terror zu betreiben.

 

D

Weisse überhaupt was du da laberst. Ich glaube eher weniger ist ja auch nichts neues. Ich glaube sogar dass die dummheit eines Menschen aus dem Osmanischen Reich stammt,denn gibt es noch dümmere Menschen als die Türken? Ich glaube die Antwort ist selbstverständlich. Ausserdem die Türkei hat afrin angegriffen, aber da sind die Türken ja keine Terroristen ne. Bitte frische dein wissen mal auf bevor du irgendeinen Müll schreibst

Bild von Nemesis269

... „Türkei hat Afrin angegriffen“? Echt? Aber das Raketen aus Afrin permanent seitens der YPG-Affen  auf türkisches Territorium abgefeuert wurden und immer noch werden, das blendest du bewusst aus. „Die Dummheit stammt vom Osmanischen Reich“? Gäbs die Osmanen nicht, die dir das Zähneputzen, Körperhygiäne beigebracht haben, Bett, Bad, Brille gebracht haben, wärst du auch heute noch ein grenzdebiler Halbprimat aus den Zeiten der Inquisition, die bis Mitte des 19 Jahrhunderts stattfand, geblieben. Scheinbar bist du es auch, sonst würdest du so einen sinnbefreiten Müll, nicht von sich geben. 

 

Wer bist du, dass du der Türkei das Recht auf Selbstverteidigung absprichst? Was hätte die Türkei deiner Meinung nach tun sollen? Deinen YPG-Affen brav zur Schlachtbank folgen? Türkei macht es goldrichtig, das YPG/PKK Gesindel ins Mark treffen, da wo es richtig wehtut. 2013 wurde ein Friedensabkommen angeboten und vereinbart, wurde aber von deinen „Idolen“ einseitig gebrochen, mit Ernordung der türkischen Polizisten und Offizieren. Ich bin nicht einmal ein Türke, denoch ich betrachte jedes Medallion von beiden Seiten.