Das "Stocken der Operation", Siegestaumel der YPG und die Journaille

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Das "Stocken der Operation", Siegestaumel der YPG und die Journaille

05. März 2018 - 17:41
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Es amüsiert mich immer wieder, wenn Journalisten ihren natürlichen Trieben freien Lauf lassen, in dem sie die türkische Operation "Olivenzweig" das "Stocken" wünschen. Zu Beginn sah es auch danach aus, als würde die Terrororganisation YPG die von Milizen der Freien Syrischen Armee und türkischen Truppen eroberten Dörfer oder Höhen wieder zurückzuerobern. Die Taktik der türkischen Generalität dahinter erschloss sich aber diesen Experten nicht.

Das "Stocken der Operation", Klagen der YPG und Grinsen der Journaille

Kommentar - Es amüsiert mich immer wieder, wenn Journalisten ihren natürlichen Trieben freien Lauf lassen, in dem sie der türkische Operation "Olivenzweig" das "Stocken" wünschen. Zu Beginn sah es auch danach aus, als würde die Terrororganisation YPG, die von Milizen der Freien Syrischen Armee und türkischen Truppen eroberten Dörfer oder Höhen wieder zurückerobern. Die Taktik der türkischen Generalität dahinter erschloss sich aber diesen Experten nicht und die YPG verlor im Freudentaumel die Orientierung. Gegenwärtig zieht es sie alle nach Afrin, mitten ins Herz der Region, dass einzige was ihnen noch geblieben ist.

Darüber, weshalb eine hochgerüstete türkische Armee zusammen mit einer motivierten Freien Syrischen Armee (FSA) nicht mit brachialer Gewalt über die nordsyrische Region Afrin bereits hinwegfegte, darüber machten sich Maximilian Popp (Bleibt Erdogan stur, wird es fürchterlich), Susanne Güsten (Warum die türkische Offensive stockt) oder Christoph Sydow (Erdogans Offensive stockt) bereits ausführlich ihre Gedanken. Die lautete rundweg, es stockt halt irgendwie und das ist ein untrügliches Zeichen, dass das ganze für die Türkei "fürchterlich" endet. Sydow, der eher die pessimistisch-satirische Rolle einnimmt, hatte bereits während der Operation "Schutzschild Euphrat" vom "Stocken" der Operation fabuliert, wobei er nicht der Einzige ist, der sich wohl insgeheim gewünscht hat, dass die Türkei in Nordsyrien eine Abreibung bekommt. Elke Dangeleit von Telepolis erklärte gar die türkische Mission in al-Bab für "gescheitert", während andere die Meinung teilten, die türkische Armee beiße "sich am IS die Zähne aus."

Heute ärgert sich die YPG, dass die Region Afrin vollkommen isoliert dasteht und Assad der einzige Ansprechpartner ist, mit dem man noch etwas retten kann. Das konnten die Herrschaften in den Medien jedoch aus irgend einem Grund nicht vorhersehen, dass hindert sie aber nicht, erneut aus der Magengrube heraus zu sinnieren. In seinem Artikel über Afrin kann Sydow deshalb nicht davon ablassen, über den Spott der "Kurdenkämpfer" zu berichten, die "Nutzt diese Gelegenheit und ergebt euch!" rufen sollen. Derzeit sieht es eher danach aus, dass die Türkei der YPG die nötige Zeit gibt, ihre Füße in die Hand zu nehmen und das Weite zu suchen.

Jedenfalls kommen die Damen und Herren nicht auf andere Gedanken, die doch evident und ganz einfach ist: Die ruchlosen, brutalen Durchhalteparolen der YPG in Frage zu stellen und ihnen eventuell nahezulegen, sich von der Region zu verabschieden. Stattdessen wird suggeriert, dass die Türkei den Vormarsch nicht lange durchhalten kann und den "Kurdenkämpfern" die Freiheit doch erhalten bleibt, in Afrin ihre Ordnung überstülpen zu können. Dabei steht doch lange fest, was die YPG ist und die einzigen die das noch nicht gemerkt haben oder geflissentlich übergehen, sind die armen Irren in den Redaktionsstuben namhafter Gazetten.

Halt, nicht alle! Michael Martens, der noch Ende Januar davon schwadronierte, Ankara exportiere Autokratie in die "Kurdengebiete" und die YPG habe weite Teile Nordsyriens ohne einen Schuss vom Assad-Regime übernommen, kann auch anders. Dennoch komme ich nicht umhin, auch hier einige Worte zu verlieren. Es mag sein, dass die YPG in einem Streich ganze Landstriche übernahm, aber das ist auf ein Machtvakuum zurückzuführen, die es der Terrormiliz Islamischer Staat ebenso ermöglichte, weite Teile Syriens einzunehmen. Dennoch gab es heftige Kämpfe in der nordsyrischen Region zwischen der YPG und islamistischen wie moderaten Rebellenmilizen der FSA, u.a. 2013 in Ra`s al-Ain, wobei auch Granaten der YPG im türkischen Ceylanpinar landeten. Das selbe beobachtete man in al-Malikiya. In Amude Schoss die YPG Demonstranten über den Haufen, die es gewagt hatten, die Autorität der PYD in Frage zu stellen und in Afrin versucht die "Rojava-Verwaltung" unter der Ägide der PYD/PKK/YPG seither immer noch die Menschen in der Region festzuhalten. Höchstwahrscheinlich marschieren diese Menschen weiterhin eingepfercht zwischen YPG-Terroristen durch die Landschaft in Afrin und bieten der Propaganda genug Material, damit die Durchhalteparolen auch bis im letzten Winkel Europas Eindruck schinden.

Manche können es wie gesagt auch anders, wie Martens es in einem Artikel in der Samstagsausgabe der FAZ zwischen den Zeilen durchsickern ließ:

Wie kommt es, dass die numerisch und technisch überlegene türkische Armee und ihre arabischen Hilfstruppen auch knapp sechs Wochen nach Beginn ihrer Offensive noch nicht davorstehen, die Stadt Afrin zu erobern? Zum einen hat es womöglich damit zu tun, dass die Türkei tatsächlich vergleichsweise vorsichtig vorgeht. Zwar hat die Menschenrechtsorganisation Amnesty International sowohl die Türkei als auch die kurdischen "Volksverteidigungseinheiten" (YPG) bezichtigt, bei den Kämpfen keine Rücksicht auf Zivilisten zu nehmen. Dennoch haben die Geschehnisse in Afrin mit der menschenverachtenden Brutalität des Assad-Regimes in Ost-Ghuta nichts gemein. Es gibt aus Afrin keine Bilder, die mit dem Grauen von Ost-Ghuta vergleichbar wären. Viele Bilder vermeintlicher Greuel aus Afrin, die in den sozialen Netzwerken verbreitet wurden, haben sich als Manipulationen erwiesen. Sie waren von anderen Orten und zu anderen Zeiten entstanden.

"Das unbedachte Ende - Warum der türkische Feldzug in Syrien stockt", von Michael Martens, FAZ, 3. März 2018, Seite 5

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Bild von Aslan

Die TSK leisten aktuell bewundernswerte Dienste.

Bemerkenswert ist bei dem Vorgehen der Türkischen Streitkräfte, dass die Befreiung der Ortschaften und Siedlungen von Terroristen gezielt durch den Einsatz von Türkischen Spezialeinheiten umgesetzt wird, welche für solche Mission optimiert und in Häuserkämpfen erfahren sind.

Diese Strategie der Befehlshaber der TSK bestätigt das umsichtige und rücksichtsvolle Verhalten, um Kolletralschäden zu vermeiden, auch wenn das Risiko damit steigt.

Die Türkischen Streitkräfte verzichten auf massive Bombardements durch Artellerie und Luftwaffe.

Im Gegensatz dazu wurden angebliche Geländegewinne wie bspw. in Mossul, Manbidsch, Rakka auch Kobane nur durch die totale Zerstörung der Ortschaften durch unglaubliche Bombenexzesse der sog. Anti-IS-Koalition erzielt, zum Leidtragen der zivilen Bevölkerung, wonach Terroreinheiten der YPG dann in die ruinierten Gebiete einfielen und sich glorreich präsentierten mit ihren "Gewinnen".

Die andauernden Demonstrationen in Deutschland der zahlreichen PKK/YPG-Terror-Anhänger bestätigen was eindeutig ist. Die kurdischen Terrororganisationen haben international verschiedene Bezeichnungen und sind des gleichen Geistes Kinde.

Die Öcalan-Anhänger sind zum größten Teil wohl Kurden, die meisten Kurden sind aber gegen Öcalan und seine Schergen und auch Opfer deren Terrors.

Warum das gerade in Deutschland mit seiner grauenhaften NSDAP-Vergangenheit nicht differenziert werden kann ist unverständlich, allerdings wohl auch Verdienst der sog. "linke".

In Bezug auf die fortschreitende Mission gegen die Terrorbanden YPG/PKK um Afrin seitens der TSK kann man in der "Berichterstattung" im deutschsprachigen Raum nicht mehr Seriösität erwarten als die letzten Jahre im Kontext zur Türkei offenbart hat...dem kann man absolute journalistische Inkompetenz in Fragen zu Nah-Ost, mangelnde Allgemeinbildung und Idiotie zugrunde legen oder auch ewig deitsche Missgunst und Neid, welche mit asylierter PKK-Logie konspiriert...wahrscheinlich eine Mischung aus allem.
Was soll's...persönlich lege ich keinen Wert auf die Meinung von Deutschen.

Die türkischen Medien sind mittlerweile erfrischend interessant und das ist wohl auch ein gutes Ergebnis des Anti-Virus-Programms.

Bild von gr3y

Das die deutschen Medien der Nachrichtenkanal der Terroristen ist, ist ja nicht erst seit der Inschutznahme der FETÖ Terroristen bekannt.

Mal beklagen sich die Almans, das wir angeblich Völkerrecht brechen, Napalmbombe, oder sogar Giftgas *lach* einsetzen und andererseits machen sie sich lustig, wie sehr der Militäreinsatz stocken würde.

Der Militäreinsatz stockt nicht lieben Alman Terrorhelfer, sondern wir verschonen im Gegensatz zu euch Systematischen Massenmördern das Leben der Zivilisten, weshalb unsere Artillerie und Luftwaffe, wirklich nur dann Ziele angreift, wenn es Ziele gibt, die man bedenkenlos angreifen kann.

Die USA hat permanent Phosphorbomben auf Zivilisten abgeworfen und führt einen weiteren nicht Enden wollenden Krieg in Afghanistan, zu dem ihr verdächtig schweigt und keine Freudentänze schwingt, das die USA seit über 7 Jahren praktisch weder einen Nennenswerten Erfolg vorzuweisen hat, noch, das die Welt durch den Einmarsch in Afghanistan sicherer geworden ist.

Wir haben ja gesehen, wie schnell die Terroristen sofort den anderen Terrorfürsten Assad regelrecht um Hilfe gebettelt haben, der selbe Terrorfürst, der den Kurden in Syrien bis Heute keinen Ausweis ausgestellt hat und die Kurden praktisch Identitätslos umherirren durften in Syrien, während sie in der Türkei tun und lassen konnten, was sie wollen.

Der Terrormoppel höchstpersönlich, Salih Müslim, hat in der Türkei studiert! Ja.. warum wohl? Und die Türkei wird jetzt schlimmer als Syrien dargestellt? Ich lach mich schlapp. Die Militäroffensive läuft übrigens viel besser, schneller und Erfolgreicher, als der gegen den IS in Cerablus, weil die "witzigen" Terroristen, ihrerseits selber schnell alles stehen und liegen lassen und das ferne suchen!

Die die was zu melden haben, verstecken sich mit ziviler Kleidung in Afrin und die dummen Kinder, die sie dann vorschicken um gegen unsere Heldenhaften und Glorreichen Kämpfer anzutreten, werden in Sekunden von uns zermalmt bis nix mehr übrig bleibt und jeden Tag in Afrin Massenweise Tote zu Grabe getragen werden.

Ich zitiere die "Kurdenkämpfer" mal zurück in deren Richtung:

"Nutzt diese Gelegenheit und ergebt euch! Unsere Streitmacht ist mit allen Wassern gewaschen und weder die Terrorunterstützer Iran, Syrien und USA (Angeblich alle drei verfeindet) werden euch noch helfen können! Wenn ihr nicht an euer jämmerliches und erbärmliches Leben denkt, dann denkt an die Kindersoldaten die ihr an eurer statt an die Front schickt und sie durch die TSK zermalmen lasst, damit ihr schön fliehen könnt. Es gibt keinen Ort an dem ihr sicher seid, oder euch verstecken könnt, wir räuchern euch aus jedem Nest heraus, bei der ihr glaubt Unterschlupf zu finden!"