Bremen: Deckt die Polizei PKK-Sympathisanten?

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Bremen: Deckt die Polizei PKK-Sympathisanten?

Januar 09, 2017 - 22:12
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Schwere Vorwürfe erhebt der freie Journalist Martin Lejeune im sozialen Netzwerk Facebook gegenüber der Bremer Polizei und Staatsanwaltschaft. Sein Vorwurf: nach dem die Verwandtschaft sich dem Journalisten bereits vergangene Woche offenbarte und am Sonntag der 15-Jährige syrische Junge an seinen schweren Verletzungen erlag, begann die Polizei mit der Spurensicherung.

Foto: Martin Lejeune - Bremen: Deckt die Polizei PKK-Sympathisanten

Bremen / TP - Wurde der 15-Jährige syrische Flüchtlingsjunge Odai wegen seiner Abstammung in der Silvesternacht in Bremen halbtot geschlagen, weshalb er am Sonntag im Krankenhaus verstarb? Hat die Bremer Polizei oder die Staatsanwaltschaft aufgrund der Täterprofile bis zum vergangenen Freitag keine Angaben zum Fall gemacht und erst aufgrund der massiven Gerüchte in sozialen Netzwerken sich genötigt gesehen, eine Pressemeldung zu geben? Diese Fragen stellt unter anderem der freie Journalist Martin Lejeune. Am Montag informierte sich Lejeune direkt bei der Opferfamilie in Bremen und besuchte auch die Tatorte. Seinen Schilderungen nach war die Polizei vor Ort, um Spuren zu sichern - also mehr als eine Woche später. 

Laut Lejeune gab es nach einer Erklärung der Bremer Staatsanwaltschaft, eine Auseinandersetzung zwischen dem 15-Jährigen Odai und "einer vermutlich kurdischen Tätergruppe". Dem Widerspricht Lejeune und beruft sich auf Augenzeugen sowie die Opferfamilie. Demnach wurde Odai vor der Wohnung während des beobachtens des Himmels in der Silvesternacht, von einer Gruppe von PKK-Anhängern nach seiner ethnischen Herkunft befragt. Ehe der syrische Junge antworten konnte, wurde er geschlagen. Daraufhin soll Odai weggerannt und in einem nahegelegen Café Schutz gesucht haben. Die Gruppe habe ihn aber da herausgezerrt und danach halbtot geschlagen haben. 

Odai wurde mit schweren Kopfverletzungen sowie erheblich schweren Prellungen am ganzen Körper ins Krankenhaus gebracht, wo er am vergangenem Sonntag seinen schweren Verletzungen erlag. Kurz nach der Tat wurde dies in sozialen Netzwerken geteilt, darunter auch der Syrischen Gemeinde und einigen Verwandten des Jungen. Auch Lejeune wurde darauf aufmerksam gemacht, weshalb er sich am Montag nach Bremen begab, um sich selbst vor Ort zu informieren. Inzwischen hat Lejeune auch ein Video im sozialen Netzwerk gepostet, in der ein mutmaßlicher Täter zu erkennen sei. Darin ist auch eine Verbindung zur Terrororganisation PKK zu erkennen. 

Die Staatsanwaltschaft geht inzwischen ebenfalls davon aus, dass die Täter aus dem kurdischen Kulturkreis stammen. Am Freitag hieß es noch, es seinen keine Deutschen. Der Tatvorwurf lautet auf Totschlag. Bislang hat sich die Staatsanwaltschaft nicht weiter dazu geäussert. Auch ist noch nicht ganz geklärt, weshalb die Polizei die Ermittlungen erst am Montag vor Ort aufnahm, ganze 8 Tage nach der Tat. Die Familie des Jungen hatte den Vorfall bereits 2 Stunden nach der Tat bei der Polizei in der Silvesternacht gemeldet. Der Junge selbst wurde unmittelbar nach der Tat von Rettungskräften erstversorgt, nach dem Gäste des Cafés einen Notruf abgesetzt hatten. Die Familie habe erst kurze Zeit später vom Vorfall mitbekommen.
 

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