Der Rapporteur am 14. Januar 2017

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Der Rapporteur am 14. Januar 2017

14. Januar 2017 - 22:34
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Unser Rapporteur hat wieder ganz normale und wissenswertige Dinge aus der Türkei und Deutschland zusammengetragen, aber auch beeindruckendes, kurioses, lustiges, unglaubliches oder erstaunliches, ob aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Kultur.

Can Dündar bei einem Neujahrsempfang

Die Einladung durch Justizminister Maas, den strafrechtlich wegen Geheimnisverrats verurteilten und flüchtigen Can Dündar bei einem Neujahrsempfang eine Festrede halten zu lassen, ist aus diplomatischer Sicht ein Desaster. Der ohnehin angespannten Beziehung zwischen Deutschland und der Türkei hat man dadurch keinen Gefallen getan, berichten die ersten türkischen Medien

Ein Gedenkmarsch für die Opfer der Terroranschläge in der Türkei wird aus Gründen der "" von der Dortmunder Polizei umgeleitet. Die eigentliche Route führe durch die Nordstadt, laut Polizei einer PKK-Hochburg. Man könne die Sicherheit der Demoteilnehmer nicht gewährleistet heißt es nach einem "Kooperationsgespräch" zwischen Anmelder der Veranstaltung und der Polizei. Eine Eskalation könne nicht ausgeschlossen werden. Der Anmelder des Gedenkmarsches spricht von einer Kapitulation gegenüber einer Terrororganisation.

Am Rande einer PKK-Demonstration in Kiel sind am Samstag vorläufig festgenommen worden. Sie wurden als Gewalttäter vorangegangener Demonstrationen in Lübeck und Kiel identifiziert, wie die Polizei mitteilte.

Die AYTK (Das Europäische Neue Türken Komitee) will als Hauptankläger eine Sammelklage gegen Cem Özdemir (die Grünen) und Sevim Dağdelen(die Linke) einreichen. Eine Kanzlei habe sich bereit erklärt, die Sammelklage nach niederländischen Modell zu organisieren. Finanziert wird es durch einen Unternehmer aus der Türkei. Bislang sollen rund 1.200 Personen ihre Unterstützung zugesichert haben, heißt es im sozialen Netzwerk Facebook.

 

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Bild von Aslan

...beinahe schlimmer als im Mittelalter!

Die andauernden Provokationen, Diffamierung, Desinformationen und anderen Feindseligkeiten der deutschen Öffentlichkeit, insbesondere der Medien und Politik, sind zu einer gefährlichen und nicht zu akzeptierenden Gefahr für türkische Mitbürgerinnen und Mitbürger im deutschsprachigen Raum geworden, die man nicht verharmlosen und auch nicht so ohne weiteres hinnehmen kann. Hierbei gibt es mittlerweile offensichtlich einen breiten Konsens von seperatistischen Kurden, Aleviten der verschiedenen Ethnizitäten aus der Türkei, iranischen Exilanten und verschiedener anti-tükischer Ideologisten und ihrem jeweiligen Umfeld.

Die sozialen, psychischen und wirtschaftlichen Auswirkungen sind für viele Mitmenschen immens. Mittlerweile stellt sich auch nicht mehr die Frage, ob die deutsche Politik sich wesentlich von kurdischen Extremisten vor den Karren spannen lässt oder sich ein organisiertes, niedergelassenes kurdisches Konglomerat von deutschen Politikern instrumentalisieren lässt - es läuft auf´s Gleiche hinaus.

Es wird daher immer wichtiger in diesen Zeiten, dass türkische Mitmenschen sich organisierter gegen die Anfeindungen zur Wehr setzen.

Ich finde die Initiative der im Artikel genannten AYTK sehr vorbildlich und hoffe, sie wird erfolgreich sein. Volksverhetzer hierzulande, wie sie bspw. auch in Parteien " die Grünen" und "die linke" vorhanden sind, müssen hierbei auch belangt werden.