PKK-Hochburg Bremen - Tod von Odai Khamis vorhersehbar?

Lesezeit
2 Minuten
Gelesen zu

PKK-Hochburg Bremen - Tod von Odai Khamis vorhersehbar?

14. Januar 2017 - 23:54
Kategorie:
1 Kommentare

Bislang schweigen die drei jezidisch-kurdischstämmigen Verdächtigen (15/24/35 Jahre) in der Untersuchungshaft in Zusammenhang mit dem gewaltsamen Tod des syrischen Teenagers Odai Khamis (15). Augenzeugen die die Tat beobachtet haben sollen, schweigen ebenfalls. Man hat schlichtweg Angst!

Bremen / TP - Die Terrororganisation PKK ist in Bremen sehr aktiv und verwurzelt in der politischen Szene. In der Hansestadt Bremen ist nach dem Mord an einem 15-Jährigen syrischen Teenager kaum zu rechnen, dass die 8 mutmaßlichen Tatbeteiligten am Tod des syrischen Jungen vollumfänglich für die Tat zur Verantwortung gezogen werden, meint der freie Journalist Martin Lejeune.

Nach Ansicht des Journalisten Lejeune würden die Behörden und das politische Etablishment hierzu schweigen. Die nachfolgenden Stunden und Tage nach der Prügelorgie durch 8 Personen kurdisch-jezidischen Hintergrunds mit einem Bezug zur Terrororganisation PKK, sind zumindest zu hinterfragen. Erst zwei Stunden nach der Tat in der Silvesternacht, wurde die Polizei hinzugerufen. Wieso die Polizei durch die Rettungsleitwache nicht informiert wurde, ist noch nicht geklärt. Das alleine ist noch kein Grund, den Behörden etwas vorzuwerfen. Jedoch, wieso die Polizei erst 8 Tage später offiziell am Tatort erschien, dafür haben auch die Angehörigen des Opfers keine plausible Antwort. 

Sicher ist nur, dass die mutmaßlichen Tatverdächtigen aus dem PKK-Milleu stammen und dass die PKK in Bremen stark präsent und politisch sehr aktiv ist. Als regionales Ausführungsorgan der PKK ist insbesondere der Verein "Birati e.V." zu nennen und der sehr aktive Bremer Yüksel Koc. Koc ist einer der bekanntesten Führungspersonen innerhalb der PKK in Europa und Co-Vorsitzender des Dachverbandes NAV-DEM, vormals der YEK-KOM.

Die Geschehnisse in Syrien und dem Irak, sowie insbesondere in der Türkei, wirken sich vor allem durch diesen Verein in Bremen unmittelbar auch auf die in Deutschland lebenden PKK-Anhänger und ihre Gegner aus. Gesellschaftliche und politische Konflikte werden importiert und z.T. gewaltvoll auf deutschen Straßen entladen. Diesmal wurde es anscheinend zum Schicksal eines 15-Jährigen Teenagers. 

Der Verein Birati organisierte erst Ende Dezember des vergangenen Jahres eine Demonstration „Gegen die Isolationshaft von PKK-Führer Öcalan“. Laut dem Landesverfassungsschutz geht man einer der CDU vom 12. Juli 2016 zufolge, nicht davon aus, dass die PKK in Deutschland Gewalt anwenden wird, auch weil man Deutschland als Rückzugsort verstehe. Jedoch wird darauf hingewiesen, dass die Glorifizierung von getöteten "PKK-Kämpfern" in sogenannten Märtyrerveranstaltungen Gang und Gebe ist, Spendensammlungen für die Unterstützung der PKK weiterhin getätigt werden. Wohin die Gelder fließen, darüber gibt es anscheinend keine verlässlichen Antworten. Fraglich ist, weshalb die Behörden dennoch einen präventiven Ansatz verfolgen und mit "vertrauensbildendem Dialog" mit den "Vertretern" im Vorfeld von Veranstaltungen auf Kooperation aus sind. Laut der Bundesregierung ist die Terrororganisation PKK verboten. Das bedeutet auch ein Betätigungsverbot für ihr angegliederte politische Organisationen, u.a. der Birati e.V..

Ist das vielleicht der Grund, weshalb in Bremen um den Mordfall "Odai Khamis" kein Aufhebens gemacht wird? Das sieht zumindest der freie Journalist Lejeune so. Seiner Ansicht nach werde der Fall nicht nur durch die Behörden, sondern auch durch die Politik verschwiegen. Jegliche Stellungnahmen, Distanzierungen, Beileidsbekundungen seien bislang ausgeblieben, auch durch die Birati e.V..

Dass der Fall viele noch lange beschäftigen wird, steht ausser Frage. Augenzeugen wollen sich zwar dazu äussern, fühlen sich aber unter Druck gesetzt. Die PKK-nahe Birati e.V. übt sich in Schweigen, wie auch die bislang drei mutmaßlichen Tatverdächtigen, die seit fast einer Woche in Untersuchungshaft sitzen. Laut anonymen Informanten herrscht in Bremen allgemein ein äussert angespanntes Verhältnis zu der PKK, die mit ihren Ablegern für enorme Spannungen, aber auch für Angst sorgt.

weitere Informationen zum Artikel
Noch nicht bewertet

Es ist 1 Kommentar vorhanden