Cem Özdemir und die "ultranationalistischen" türkischen Taxifahrer

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Cem Özdemir und die "ultranationalistischen" türkischen Taxifahrer

23. Januar 2017 - 00:13
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Der Grünen-Chef wurde in Berlin angeblich mehrfach von "ultranationalistischen" türkischstämmigen Taxifahrern angegangen. Daher verzichte Özdemir auf Taxifahrten, fordert aber nun Klarheit von der Taxi-Innung, die nur 10 Prozent der Taxifahrer erfasst.

Cem Özdemir und die "ultranationalistischen" türkischen Taxifahrer - Foto: Webpräsenz Cem Özdemir

Berlin / TP - Es ist immer wieder interessant zu beobachten, wie schnell Politiker um Zensur bemüht sind, wenn andere Meinungen auf dem selben Niveau vorgetragen werden, wie sie es selber vorleben.

Cem Özdemir beschwert sich, dass er, Can Dündar und andere "kritische Stimmen" sich angeblichen Beleidigungen von türkischstämmigen Taxifahrern in Berlin anhören müssen. Inzwischen melden sich vermehrt Kenner der Branche und auch türkische Taxi-Unternehmer selbst, die den Ausführungen des Grünen-Chefs keinen Glauben schenken. Man spricht offen von Übertreibung, stützt sich dabei auf das Recht des Fahrgastes, Beleidigungen bei der Polizei zur Anzeige zu bringen. Stattdessen spreche Özdemir eine Taxi-Innung darauf an, die nur ein Bruchteil der Taxifahrer in Berlin vertrete.

Waren vielleicht die Äusserungen der Taxifahrer von der Meinungsfreiheit erfasst und Özdemir akzeptiert keine anderen Meinungen? Wehrt sich Özdemir mit unlauteren Mitteln gegen berechtigte Kritik? Das jedenfalls wird innerhalb der türkischen Community immer kontroverser diskutiert.

Interessant dabei: jeder Taxifahrer besitzt einen sogenannten P-Schein, die bei Auffälligkeiten jederzeit entzogen werden kann, insbesondere bei Verstößen gegen strafrechtliche Bestimmungen, die erhebliche Zweifel am Vorliegen des Erfordernisses der besonderen Verantwortung bei der Beförderung von Fahrgästen erwecken und von Ordnungsämtern und Behörden rigoros verfolgt werden.

Jeder Taxifahrer weiss, dass bei einer Bedrohung oder tätlichem Angriff der Personenbefördungsschein, kurz auch P-Schein genannt, entzogen wird, eine Wiedererteilung kaum noch möglich ist. Das wäre eine Frage der Existenz eines Unternehmers bzw. eines Taxifahrers. Spielt Özdemir mit der Existenz dieser Berufskraftfahrer bzw. Unternehmer, weil er keine konkreten Angaben macht, sprich, keine Anzeige stellt?

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Es ist 1 Kommentar vorhanden

Bild von Aslan

Es entsteht der Eindruck es sind niedere Beweggründe Ursache der Aktionen der im Artikel benannten Person des öffentlichen Lebens. Vermutlich handelt es sich bei der Person um einen Türkenhasser, der seine Position in Politik und Gesellschaft dahingehend öffentlichkeitswirksam missbraucht, Menschen aufgrund ihrer ethnischen Abstammung unter Generalverdacht zu stellen und hierzu vermeintlichen Druck auszuüben. Das hierzu gezielt türkische Mitbürger einer Berufsgruppe attackiert werden und dazu eine Innung indirekt vor den Karren gespannt wird ist um so verächtlicher, allerdings auch charakteristisch für diesen Typ. Ich finde diese Art asozial und verachtenswert.

Darüber hinaus vermute ich hierbei das Vergehen der "Vortäuschung einer Straftat", da ich mir kaum vorstellen kann, dass die Beschwerden des Grünen-Politikers und seiner Kompanions konkrete Anlässe hatten, außer der Sucht nach Aufmerkasamkeit gepaart mit einer Art von Paranoia.

Hierbei versuchen sich die Personen wohl auch einen Staatsschutz zu erschleichen, indem sie sich Bedrohungsszenarien erdichten.

Diese Methoden der Diskreditierung und öffentlichen Diffamierungen türkischer Mitbürger ist eine Art der Volksverhetzung und wird auch von anderen Gesinnungsgenossen dieses Typen praktiziert.

Das ist auch bei vielen Abgeordneten im Bundestag seitens der Fraktion der "linken" üblich und insgesamt bei vielen kurdischen und alevitischen Vereinen und Organisationen vermehrt zu beobachten. Die oft politisierte sog. "Polarisierung" der Gesellschaft hinsichtlich der Türkei wird absichtlich nach Deutschland projeziert und hier von etablierten Netzwerken wechselseitig konstruiert und produziert.

Dazu bedienen sich diese Interessengruppen auch der psychologischen Kriegsführung und setzen durch Publikationen und Agitationen türkische Mitbürger hier unter Druck und in die emotionale Defensive. Mir kommt es dabei so vor, als gebe es einen Konsens der anti-türkischen Geisteshaltung und eine Vereinbarung zur gemeinsamen Tyrannei im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Die deutsche Öffentlichkeit wird dazu animiert sich dem anzuschließen und latente Ressentiments werden hierzu geschürt. Hierbei vermengen sich mittlerweile wohl rechts- und linkspopulistische Propaganda gleichermaßen. Auf kommunaler Ebene ist zu beobachten, dass kurdische Vereine und andere ethnische Gruppierungen, die mit ihnen sympathisieren wie bspw. iranische Exilanten, die auch oft in der Asylbranche und anderen migrationstypischen und mit öffentlichen Mitteln geförderten Strukturen tätig und verbunden sind, vermeintlich davon profitieren, sich als "Vorzeige-Integrierte" darzustellen, indem sie die traditionellen türkischen sozialen Bindungen diskreditieren, ohne Rücksicht auf den bürgerlichen Frieden. Hierbei findet auch eine Verdrängung auf sozialer und wirtschaftlicher Ebene statt.

Es ist ein ungeheurlicher Gesinnungsterror gegen türkische Mitbürger, der im Deutschland dieser Zeit ausgeübt wird.