Stele in Köln soll auf Kosten der Stadt entfernt werden

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Stele in Köln soll auf Kosten der Stadt entfernt werden

16. April 2018 - 19:45
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Die am vergangenem Sonntag auf dem Heinrich-Böll-Platz in Köln aufgestellte Stele der "Initiative Völkermord erinnern“ zur sogenannten Erinnerung des Völkermords der Türken an den Armeniern wird von der Stadt Köln entfernt.

© Herby Sachs/version-foto.de

Köln / TP - Die am vergangenem Sonntag auf dem Heinrich-Böll-Platz in Köln aufgestellte eisernen Stele der "Initiative Völkermord erinnern“ zur sogenannten Erinnerung des Völkermords an den Armeniern wird von der Stadt Köln auf eigene Kosten erst entfernt, dann zwischengelagert, bis die Eigentümer die Stele wieder abholen.

Das erklärte die Stadt Köln in einer Pressemitteilung. Laut ihr, wurde die Aktion "der Stadt Köln vorher weder angekündigt, noch war sie genehmigt. Die Fläche liegt im öffentlichen Straßenland. Das Aufstellen der Stele stellt deshalb nach dem Straßen- und Wegegesetz NRW eine erlaubnispflichtige Sondernutzung dar. Erforderlich für das Aufstellen wäre eine Genehmigung."

Nach einem Matinee der "Initiative Völkermord erinnern" unter dem Titel "Völkermorde erinnern, Kriege verhindern“ am 15. April in Köln, hatte die Initiative mit Unterstützern wie Doğan Akhanlı, Ilias Uyar, Ragıp Zarakolu oder Günter Wallraff sowie Besucherinnen und Besucher eine Stele enthüllt, die als Ergänzung zum Mahnmal auf dem Friedhof Lehmbacher Weg in Brück betrachtet wird. 2017 hatte die Stadt Köln der armenischen Gemeinde auf Wunsch hin diesen Ort für die Errichtung eines Kreuzsteins zur Verfügung gestellt.

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Es sind 4 Kommentare vorhanden

EB

Der Völkermord der Armenier an den 2,5 Mio. Kurden und Türken wird merkwürdigerweise stets verschwiegen. Allein deshalb kann man die Diskussion über den angeblichen Völkermord an den Armeniern nicht ernst nehmen. 

KG

Ich schlage vor die Stele neu zu beschriften und den 50-60 Millionen unschuldigen Opfern Stalins und des Deutschland-Stalin Paktes, von denen man nie etwas hört, oder den von Deutschen ermordeten 6 Millionen Juden zu widmen. "Am deutschen Wesen soll die Welt genesen" kommt mir doch mittlerweile etwas fragwürdig vor. Wir haben für lange Zeit das Recht verspielt Anderen Moral zu predigen nachdem wir kaum jemand der Zehntausende die am Judenmord, u.a. in der Verwaltung, beteiligt waren vor Gericht gestellt haben und jetzt als Alibi einzelne 95-jährige bestrafen. Israel haben wir mit Waffenlieferungen ruhig gestellt und sonst: business as usual.

KG

Vielleicht könnte man das Denkmal auch den 76 unschuldigen Todesopfern der armenischen Terrororganisation ASALA am Pariser Flughafen widmen.

EB

"Vielleicht könnte man das Denkmal auch den 76 unschuldigen Todesopfern der armenischen Terrororganisation ASALA am Pariser Flughafen widmen."

Oder den den Deutschen Soldaten die von den Allierten wissentlich zu hunderttausenden in Gefangenschaft ausgehundert/ermordet wurden und den unzähligen deutschen Frauen die von den Alliierten nach dem Krieg vergewaltigt und misshandelt wurden. Hat das deutsche Volk Angst diese Ereignisse zu verarbeiten und aufzuarbeiten?