Eklat in der Urania während einer Talkrunde im RBB

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Eklat in der Urania während einer Talkrunde im RBB

20. Mai 2018 - 11:07
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Gibt es einen Kurdenkonflikt in der Türkei bzw. Syrien? Dieser Frage gingen in einer Diskussionsrunde Tolga Özgül, Feryad Fazil Omar, Ali Ertan Toprak und Helin Evrim Sommer nach. 

Eklat in der Urania während einer Talkrunde im RBB

Berlin / TP - Gibt es einen Kurdenkonflikt in der Türkei bzw. Syrien? Dieser Frage gingen in einer Diskussionsrunde Tolga Özgül, Feryad Fazil Omar, Ali Ertan Toprak und Helin Evrim Sommer am Donnerstagabend nach, die in der Berliner Urania in einem Eklat endete. Nachdem er aus dem Publikum als "Schwein“ beschimpft wurde, reichte es Tolga Özgül. 

Der Vertreter der deutsch-türkischen "Jungen Europäischen Bürgerinitiative Plattform“ stand auf und verließ nach etlichen Zwischenrufen vorzeitig die Veranstaltung in der Berliner Urania. Mit ein Grund war aber auch die vorurteilbehaftete Haltung der Diskutanten, vor allem Ali Ertan Toprak, der von "türkischen Nationalisten" sprach, jedoch "Kurden" und Propaganda der türkischen Bürger betonte. Laut Beobachtern war der Veranstaltungsort selbst nur von kurdischen Nationalisten bzw. Anhängern der Terrororganisation PKK besetzt.

Im Gespräch mit Özgül hielten sich die drei kurdischstämmigen Diskutanten am Donnerstagabend - der Vorsitzende der "Kurdischen Gemeinde in Deutschland“ Ali Ertan Toprak, die Abgeordnete der Linken im Bundestag Evrim Sommer, sowie der Präsident des "Instituts für Kurdische Studien Berlin“ Feryad Fazil Omar - ebenfalls nicht zurück und warfen Özgül vor, kein differenziertes Bild aufzeigen zu wollen. Özgül betonte jedoch, dass die Türkei in der Vergangenheit Fehler begangen, dass die heutige Türkei diese Fehler ausgemerzt habe, aber eine Terrororganisation bzw. ihr nahe Parteien nicht die Legitimation besitzen, der Türkei den Verlauf und Ausgang von Verhandlungen mit Waffengewalt aufzwingen zu lassen.

Haben "Kurden" das Recht sich zu verteidigen oder eine Sezession zu betreiben? Geht es u.a. nach Toprak ist ein offensives Selbstbestimmungsrecht legitim, was in der vorherrschenden Rechtswissenschaft jedoch umstritten ist. Zuletzt konnte man das in Spanien beobachten, als die "Katalanen" sich aus dem Staat Spanien lösen wollten, wie Özgül bemerkt.

Als aus dem überwiegend pronationalistisch-kurdischen Publikum nach Beiträgen von Tolga Özgül vermehrt Zwischenrufe ertönten, erreichte dies den Höhepunkt darin, als Özgül als "Schwein“ oder "Faschist" tituliert wurde. Mit Verweis auf den mangelnden Respekt vor seiner Meinung verließ Özgül den Saal. Sinnbildlich war laut Özgül auch die Unterbesetzung einer gegenteiligen Position, die in Deutschland unpopulär gemacht worden sei und daher die eine Position stärker vertreten sei als die andere. Er habe den Eindruck gewonnen, dass die Gesprächsrunde, vor allem Toprak ihn als "Nationalisten" abstempeln" wollte und Rückendeckung vom Publikum bekam. Die Wut spürte Özgül, weshalb er die Diskussion vorzeitig verließ, teilte dieser der Turkishpress mit.

Toprak warf danach den Medien vor, "neo-osmanische Reichsbürger" vorgesetzt zu bekommen, wie er es auch in seinem Facebook-Profil wiederholte jedoch kurz danach wieder gelöscht hat.

 

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EB

Warum diskutiert man noch mit diesen Leuten noch. Hab auch mal einer Podiumsdiskussion beigewohnt. Fehlter nur noch dass die PKK-Kurden gegrunzt haben. Erwartet man tatsächlich Anstand und zivlisiertes Benehmen von diesen Leuten?

 

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C

ali ertan toprak war mal vorsitzender der alevitischen gemeinde. heute betätigt er sich als nationalistischer kurde. der kerl hat die türkischen aleviten an der nase herumgeführt. 

mit pkk-nahen gruppierungen sollte man wirklich nicht diskutieren, das sind rassisten. die unterscheiden sich in keinster weise von der afd oder der npd. 

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