Wir sind alle Türkei - Der baldige Abgang Deutschlands

Lesezeit
3 Minuten
Gelesen zu

Wir sind alle Türkei - Der baldige Abgang Deutschlands

01. März 2017 - 22:31
Kategorie:
1 Kommentare

Was Deniz Yücel vorhersagte, trifft wohl bald zu: "Der baldige Abgang der Deutschen aber ist Völkersterben von seiner schönsten Seite." sagte der deutsch-türkische Journalist vor nicht allzu langer Zeit. Die "Besserwisserei" der ewig meckernden Deutschen hat es nämlich geschafft, für einen Türken gerade zu stehen, sich zu solidarisieren, so wie die Türken sich während des Putschversuches vor Erdogan ins Lauffeuer, vor Panzern warfen. Das will nach 60 Jahren Integrationsbemühungen was heißen.

Ein Kommentar / TP - Einst sagte der Welt-Journalist Deniz Yücel voraus, dass die Deutschen einen schönen Volkstod ereilen werden. Die Ironie des Schicksals: Den Abgang hat der Türke Yücel selbst eingeleitet. 

Endlich, nach mehr als 60 Jahren Migrationsgeschichte der Türken, über hunderte Milliarden an Mitteln für die Integrationsindustrie, rufen alle Deutsche "Türkei", wollen das Schicksal des Landes abwenden, stehen einem Türken ohne wenn und aber zur Seite, gegen einen türkischen "Hitler", der die "Diktatur" anstrebt. "Nie wieder!" brüllt die deutsche Volkseele und hat sich aufgemacht, Türkei zu werden.

Wie sie einst darüber lachten, wenn ein Komiker "du kommst net rein!" rief. Jetzt rufen sie einhellig in Richtung eines Türken, "du kommst net rein!" und in Richtung aller Türken, "geh doch wo der Erdowahn wächst". 

Wie sie es hassten, wenn Meinungsfreiheit von Böhmermann vor Gericht erstritten werden musste. Heute grinsen alle darüber, wenn sie die Meinung der Ditib-Türken beschneiden und durch den Verfassungschutz verfolgen lassen. 

Wie sie sich darüber aufregten, wenn die "nationalistischen Türken" auf den Straßen demonstrierten, gegen den Terror, gegen die PKK. Heute ist man Stolz darauf, im Autokorso Erdogan weggehupt zu haben, für die PKK Flagge zu zeigen. Wie sich sich darüber aufregten, als die Türken an Milizen Waffen lieferten, ein Journalist wegen Geheimnisverrat ins Exil flüchtete. Gegenwärtig setzt man gleich mehrere Staatsanwaltschaften an die Verse von Journalisten, um Macht zu demonstieren.

Jetzt, wo das Volkssterben beginnt, wächst neues hervor. Ohne wenn und aber wird das Strafrecht politisch derart missbraucht, dass der türkisch-erdoganistische Religionsverband samt angeschlossenen Vereinen schikaniert, systematisch politisch-medial einer Diffamierungskampagne unterzogen wird. 

Ohne wenn und aber wird Wahlkampf politisch derart missbraucht, dass das "Ja" aller Verfassungsreform-Befürworter auf dem schwarzen Index landet, während "Nein"-Sager bei der Opposition Mitglieder sein dürfen.

Aber auch in der Verfolgung von Journalisten lässt man sich nicht mehr lumpen. Man verfolgt deutsch-deutsche Journalisten wegen aufgedeckten Waffendeals, der Heyne Verlag spricht mittlerweile von einem "Einschüchterungsversuch" - das will was heißen, ist ja geradezu ein Kompliment, in anbetracht der Schnelligkeit des Verfalls des deutschen Volkskörpers.

Es wird erst gar nicht hinterfragt, ob an den Vorwürfen der "erdoganischen" Staatsanwaltschaft, die Yücel zuvor gewarnt hatten, etwas wahres dran sein könnte. Es kann einfach nicht sein, dass der Journalist Deniz Yücel kriminelle Energie aufgewendet hat, um den 2´ten PKK-Führer das Sakrement abzunehmen und den Verein selig zu sprechen.

Nun ist es soweit, das deutsche Volkssterben beginnt und kein geringerer als der deutsch-türkische Journalist Deniz Yücel hat es geschafft, dass die Deutschen Erdogan weghupen und für ein "Nein" zum Volksreferendum werben.

Sie sind türkischer geworden als türkisch, diese Deutschen. Das Volkssterben hat damit begonnen, aber eine neue wächst daraus hervor. Fragt sich nur, wer das durch den Lackmustest durchgefallene neue Volk aufnehmen will. Die Ungarn, Tschechen, Slowaken, Polen, Franzosen, Briten, Italiener oder Griechen haben das Boot voll.

weitere Informationen zum Artikel
Noch nicht bewertet

Es ist 1 Kommentar vorhanden

B

Dass sich Deutschland abschafft kann sein (wohl mehr dadurch, dass hierzulande keine Kinder wie Kanickel in die Welt gesetzt werden), würde aber eine ganz schöne Lücke hinterlassen ;-). In die dann die Türkei mit Ihrer geballten Wirtschaftskraft hineinwächst, vermutlich. Meine Bedenken in dieser Richtung halten sich in Grenzen ;-).

Böhmermann: in Deutschland herrscht künstlerische Freiheit. Ist gar nicht so schwer zu verstehen. Ob Böhmermann damit den Geschmack getroffen hat, darüber lässt sich trefflich streiten (meinen nicht). Dass aber ein Hr. Erdogan mit einer Souveränität reagiert, die an Rumpelstilzchen erinnert - oder eine beleidigte Leberwurst-, stimmt schon bedenklich (andere Politiker, denen dies andauernd widerfährt, stehen einfach "drüber").

Yülcen: Es gibt doch gar keine Anklagepunkte (ausser "das ist ein schlimmer Terrorist"), zumindest kennt hier niemand irgendwelche offiziellen und welche, die belastbar sind (man muss sich ja mal vorstellen, der Mann hat sich selbst gestellt). Das ist ja genau der Punkt: die vorwürfe kann gar niemand anzweifeln. Ausser Pauschalaussagen gibt es ja gar keine. 

DITIB: Demokratie ist gut, Toleranz ist gut, Freiheit auch. Sofern diese allerdings missbraucht wird, um zu manipulieren, spionieren, Integration zu verhindern, zu indoktrinieren, die demokratische freiheitliche Grundordnung zu sabotieren, dann gibt es mittlerweile (und berechtigterweise) viele deutsche Mitbürger, die davon die Schnauze voll haben. Was tatsächlich auch nur wenige verstehen ist, warum die Türkei mit staatlich gelenkten Imamen in Deutschland lebende Türken beglückt, die sich doch eigentlich nichts sehnlicher wünschen als Ihre Turkiye. Aber warum verharrt man dann in dem ungeliebten Land? Vielleicht ein wenig wegen der geballten Wirtschaftskraft?

Befürworter des Neins zum Referendum: ... werden hier weder offiziell unterstützt noch sind sie besonders präsent (dafür sind viele nach den ganzen Bespitzelungen und der Furcht vor Repressalien auch zu sehr eingeschüchtert).

Hmm, also summa summarum bin ich doch eher zuversichtlich, dass das "deutsche" Volk (und ich mag diesen Ausdruck eigentlich gar nicht) erhalten bleibt (war schon immer leidens, widerstandsfähig, robust und nicht unter zu kriegen ;-)). Wer und was sich vielleicht tatsächlich bereits abgeschafft hat, sei hier einfach mal als hypothetische Frage in den Raum gestellt.

Freundliche Grüße, von einem gemässigten Mitbewohner Deutschlands