Solingen - Hasan Canik ist sauer und wütend

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Solingen - Hasan Canik ist sauer und wütend

02. Juni 2018 - 05:54
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Der türkischstämmige Hakan Canik, der am vergangenem Dienstag an der Gedenkveranstaltung für die Opfer des Brandanschlags von Solingen im Jahre 1993 teilgenommen hatte, ist von der Polizei offenbar unverhältnismäßig behandelt worden. Mit zerrissener Kleidung und der Angst vor einem Asthma-Anfall nahm Canik an den weiteren Veranstaltungen zum Gedenken an die Opfer teil.

Solingen - Hasan Canik ist sauer und wütend

Solingen / TP - Der türkischstämmige Hakan Canik (44), der am vergangenem Dienstag an der Gedenkveranstaltung für die Opfer des Brandanschlags von Solingen im Jahre 1993 teilgenommen hatte, ist von der Polizei offenbar unverhältnismäßig behandelt worden. 

Canik hatte sich zuvor über verbotene Fahnen und Symbole der Terrororganisation PKK bzw. YPG beschwert, die während der Gedenkveranstaltung an der Mildred-Scheel-Berufskolleg von ein Paar Dutzend Demonstranten aus Protest gegen die anwesenden türkische Regierungsmitglieder hochgehalten wurden.

Bereits im Vorfeld der Gedenkveranstaltung am 29. Mai erregte die Anwesenheit der Demonstrationsansammlung auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Mildred-Scheel-Berufskolleg, vor dessen Grünanlage das Mahnmal für die 5 Opfer des Brandanschlags in Solingen im Jahre 1993 steht, für Ärgernis unter den türkischstämmigen Teilnehmern.

Die Demonstrationsversammlung hielt dabei Fahnen und Schilder der Terrororganisation PKK bzw. dem syrischen Ableger, der YPG hoch und skandierten immer wieder lautstark unter Zuhilfenahme eines Megaphones politische Forderungen. Das entging vielen Teilnehmern der Gedenkveranstaltung nicht, auch weil eine Bereitschaft der Polizei in Nordrhein-Westpfalen die Gruppe unter Schutz genommen hatte.

Zu dem Vorfall kam es laut Canik dann, als er sich der Gruppe näherte und sie aufforderte, an diesem sensiblen Tag solche Proteste zu unterlassen, was mit Buhrufen quittiert wurde. Als Hakan Canik nach eigenen Angaben sich dann von der Gruppe wieder entfernen wollte, griffen Beamte der Kölner Bereitschaftspolizei zu. Nicht etwa gegen einzelne Teilnehmer der Demonstration, sondern Canik selbst. Dieser wurde mit heftigem Einsatz bei strömendem Regen in die Knie, dann zwischen Fahrbahn und Gehsteig von mehreren Beamten auf den Boden gelegt, fixiert und dann auf die andere Straßenseite abgeführt, um erkennungsdienstlich vernommen zu werden.

Offebar war die Aktion des Guten zuviel, denn Canik beschwerte sich gleich nach der Freilassung energisch und will strafrechtlich gegen die beteiligten Beamten vorgehen. Im sozialen Netzwerk erklärt Canik nun, dass der Zugriff der Polizei unverhältnismäßig und gegen friedliche Bürger erfolgte. Er sei wütend und empfinde Hass gegen die Polizei, wobei er betont, dass sich sein Hass auf die Kölner Hundertschaft und darunter einigen Beamte richte, die an der Festsetzung beteiligt gewesen seien. "Noch vor paar Minuten hat der Deutsche Minister vor Rassismus und Zusammenhalt gemahnt" erklärt Canik in Facebook und nimmt damit den Außenminister in die Verantwortung: "Tolle Ausübung sehr geehrter Herr Minister, aber ich bin immer noch Sauer!... dass es nicht bei den Bediensteten angekommen ist!" erklärt Canik weiter.

Ihm sei schlimmes widerfahren aber er habe auch Hilfe vom Bundesnachrichtendienst erhalten. Sie hätten ihm Videomaterial zur Verfügung gestellt, die seine Festnahme zeigen. Womöglich wäre die Festnahme schlimmer ausgefallen, erklärt Canik, wenn der BND nicht in der Nähe gewesen und die "Aktion" beobachtet hätte, so Canik weiter. Nach eigenen Angaben will Canik nun Anzeige gegen die beteiligten Beamten erstatten und kann auf die Solidarität der BIG-Partei setzen.

Pikant dabei: Hakan Canik (Diplom-Ökonom) trat 2015 als Kandidat für die Solinger Oberbürgermeister-Wahl an und ist selbst im Landesvorstand der BIG-Partei, für die er  bei der Landtagswahl im Jahre 2017 kandidierte.

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Bild von gr3y

Glaubst du selber eigentlich den ganzen Terroristischen PKK Propaganda Müll den du hier krampfhaft versuchst zu verbreiten?

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D

" Was Sie hier aufführen ist ungefähr zu vergleichen mit den Erfindungskünsten eines AKP/erdoganhörigen Staatsanwaltes in der Türkei: Märchenerzählen ohne Faktenbasis sowie hanebüchene Realitätskonstruktion. "

Wo liegt denn Ihr Problem? Das sind doch genau Ihre Methoden mit der Sie meinen zu argumentieren.
Schmeckt Ihnen etwa Ihre eigene Medizin nicht? Wird euch sowas denn nicht in den PKK-Camps eingetrichtert?
Unbewiesene Anschuldigungen als Fakten zu propagieren, genau das machen Sie die ganze Zeit, Und darüber beschweren Sie sich jetzt? Sie haben im Grunde kein Recht von mir oder irgendjemandem Beweise zu verlangen bevor Sie nicht selber Ihren Aufforderungen nachgehen, unter anderem "Erdogan-Rufe von Herrn Canik" mit der Sie diese Diskussion losgetreten haben. Wo sind die Beweise dafür??? WO sind die Audioaufnahmen, welche dies eindeutig belegen??? WO sein Schuldeingeständnis???

Sie sind ein Paradebeispiel für ein kommunistisches Propaganda-Megafon der PKK. Warum leisten Sie Özyalan nicht ein wenig Gesellschaft in seiner Luxuszelle, Sie beide würden sich prächtig verstehen!

 

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