Türkei-Wahl - glückliche Gewinner und desillusionierte Verlierer!

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Türkei-Wahl - glückliche Gewinner und desillusionierte Verlierer!

25. Juni 2018 - 19:03
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Bei der rückwirkenden Analyse der gestrigen Wahl und des Wahlkampfes in der Türkei kann man konstatieren, der Wahlausgang brachte eine große Anzahl an glücklichen Gewinnern und auch viele desillusionierte Verlierer in der Türkei hervor.

Türkei-Wahl - glückliche Gewinner und desillusionierte Verlierer!

Kommentar - Bei der rückwirkenden Analyse der gestrigen Wahl und des Wahlkampfes in der Türkei kann man konstatieren, der Wahlausgang brachte eine große Anzahl an glücklichen Gewinnern und auch viele desillusionierte Verlierer in der Türkei hervor. Als Gewinner kann man ganz eindeutig die türkischen Wähler deklarieren, die mir einer hohen Wahlbeteiligung von über ca. 87% ihr demokratisches Recht wahrgenommen haben und damit ein Zeichen für eine funktionierende Demokratie setzten.

Natürlich war das Ergebnis der Wahl ein großer Erfolg für den türkischen Staatspräsidenten und für das Unionsbündnis zwischen der AKP und der MHP, die einzigen beiden Parteien, die nach dem Putschversuch vom 15.07.2016 ihrer historischen und nationalen Aufgabe bewusst waren und die territoriale Integrität der Türkei gewährleistet haben. Dieser Schulterschluss war auch der Garant für eine erfolgreiche Terrorbekämpfung im Inland und die Sicherung der Südgrenze der Türkei in Syrien im Ausland.

Zu den weiteren Gewinnern zählen arme und hilfsbedürftige Menschen auf der ganzen Welt, für die der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan eine Hoffnung für eine bessere und gerechtere Welt darstellt. Es sind vor allem gläubige Muslime, die in ihrem Staat, aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit in ihrem Lebensumfeld drangsaliert, marginalisiert und benachteiligt werden. 

Bei der Interpretation des Resultats der Wahl, kann man eindeutig festhalten, wer sich für Frieden, Demokratie, Wohlstand und Zukunftssicherung einsetzt, hat ein großes Potential in der Türkei Wahlen für sich zu entscheiden.  

Zu den großen Verlierern der Wahl gehören zweifelsohne neben den Terroristen, Putschisten und Staatsfeinde auch die CHP, IP und die SP. Vor allem die ehemaligen Wähler der CHP, die bei den letzten Wahlen noch die CHP unterstützten, haben ihr heute einen wichtigen Denkzettel verpasst. Der Unmut resultiert vor allem aus der Tatsache, dass der Oppositionsführer Ince sich offen für eine Kooperation mit den Terroristen ausgesprochen hat und im Wahlkampf Hand in Hand mit Kindermördern marschiert ist. Als eine Partei, die sich gern auf Atatürk beruft, ist das ein handfester Skandal, der die Parteiführung nachhaltig schwächen wird.

Bei der Betrachtung der Verlierer fallen in Deutschland zuerst einige deutsche Medienhäuser und diverse Politiker der Grünen sowie der Linken ins Auge.
Mit Werbefilmen, mit Besuchen von Veranstaltungen, durchgeführt von der in Deutschland verbotenen PKK und des Weiteren mit ihren öffentlichen Auftritten, haben sie einen großen Beitrag zur Hetze gegen Erdogan, AKP und gegen gestandene deutsche Nationalspieler geleistet. 

Hervorgetan hat sich wie schon in der Vergangenheit Cem Ö., ein begnadeter Hassprediger, der in Deutschland in einer Demokratie lebt, aber für die Türkei einen Terrorstaat propagiert und alle türkischen Unterstützer und Freunde der Demokratie mit den Rassisten von der AFD gleichstellt. Ferner haben solche menschenverachtende Aussagen und parallel stattfindende islamophobe Aktionen in Österreich dazu geführt, dass die unentschlossenen Wähler sich in ihrem Nationalstolz gekränkt gefühlt und in einer Trotzreaktion ihre Stimme Herrn Erdogan und seiner AKP gegeben haben.

Daher möchte ich einen großen Dank an alle Erdogan-Hater, Islamophoben, Terrorunterstützer und Rassisten aussprechen, die mit ihren unermüdlichen Einsatz die Wahl maßgeblich mit beeinflusst haben. Ohne Eure seelenlose Propaganda, wäre Herr Erdogan vielleicht nicht gewählt worden. 

Zum Abschluss noch eine Botschaft an alle Entscheidungsträger in der Türkei: 

Alle Gewinner und Verlierer der Wahl teilen sich in der Türkei gemeinsam eine Zukunft und sollten daher im Interesse ihrer Kinder bei der Zukunftsgestaltung des Staates ihre Ideologien durch Pragmatismus ersetzen und sich für eine friedvolle, gerechte sowie eine Türkei mit einer freiheitliche Grundordnung einsetzen, in der der Respekt gegen Andersdenkende eine hohe Priorität genießt.

M.Teyfik Oezcan
Freier Journalist

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O

Ein weitgehend guter Beitrag, wie ich finde. Die richtigen Worte, an der richtigen Stelle. Sehr passend und zutreffend formuliert! Vielen lieben Dank an den Kommentator für diese Zeilen. Machen sie weiter so!

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