USA: Erdogan bekräftigt seinen Standpunkt zur YPG

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USA: Erdogan bekräftigt seinen Standpunkt zur YPG

17. Mai 2017 - 01:16
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Beim Treffen mit US-Präsident Donald Trump hat der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan erneut bekräftigt, dass die Bekämpfung des Terrors im Nahen Osten im Interesse aller sei. Die Bekämpfung des Terrors dürfe aber nicht mit der YPG, HDP oder PKK erfolgen, denn mit diesen Terrororganisationen werde es keinen Frieden geben, so Erdogan auf der Pressekonferenz in Washington.

USA: Erdogan bekräftigt seinen Standpunkt zur YPG

Washington / TP - Das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan in Washington war trotz der zuvor angespannten Lage am Dienstag recht herzlich. Das setzte sich auch während der Pressekonferenz fort. Beide Staatschef betonten die  Notwendigkeit der Stabilität der bilateralen Beziehungen. Trump würdigte zudem die Leistungen der Türkei von der Geschichte bis in die Gegenwart hinein.

Der Empfang des türkischen Staatschefs Erdogan durch Trump begann trotz der wochenlang anhaltenden angespannten Lage aufgrund der Entwicklungen in Nordsyrien und Nordirak. Kurz vor dem ersten Treffen mit US-Präsident Donald Trump hatte der türkische Staatschef Erdogan mit dem Ausstieg seines Landes aus der internationalen Koalition zur Bekämpfung der Terrormiliz IS gedroht. Hauptanliegen Erdogans war aber vor allem die Unterlassung der US-Waffenlieferungen an die YPG, dem syrischen Ableger der Terrororganisation PKK. In den Tagen zuvor hieß es aus türkischen Regierungskreisen, dass die Waffenlieferungen der USA an die YPG in Syrien die Beziehungen enorm schädigen und die Türkei zu einem Alleingang drängen.

Seit Ausbruch des syrischen Bürgerkrieges warnt Ankara vor einer Stärkung der syrischen YPG, dem bewaffneten Arm der „Partei der Demokratischen Union" (PYD), die 2003 auf geheiß der Terrororganisation PKK gegründet wurde.

Nach dem Vieraugen-Gespräch zwischen Trump und Erdogan wurden diese Themen jedoch während der Pressekonferenz nur am Rande erwähnt. Es ging aus den Reden nicht hervor, ob die USA ihre Waffenlieferungen überdenkt, wie sich die Türkei entsprechend positioniert oder reagiert. Gleichwohl betonten beide Staatschefs, dass die gemeinsamen Interessen im Vordergrund stehen würden. Erdogan ließ jedoch erkennen, was die Unterstützung der YPG durch andere Staaten hervorrufe. Es widerspreche internationalen Vereinbarungen und Verpflichtungen der Koalition, mit Terrororganisationen zu kooperieren, so Erdogan, ohne dabei die USA direkt zu nennen.

Etwas mehr war jedoch nach dem Treffen in Erfahrung zu bringen. Der Sprecher des Staatspräsidenten İbrahim Kalın erklärte nach dem Treffen, dass der Kampf gegen die Terrormiliz IS und PKK sowie anderen Terrororganisationen auf den Tisch kam. Ebenso soll auch das Thema Fethullah Gülen angesprochen worden sein, sagte Kalın. Des Weiteren habe der Staatspräsident auch die Entwicklungen in Syrien und im Irak zur Aussprache gebracht, so İbrahim Kalın weiter.

Die Blicke richten sich nun auf den bevorstehenden NATO-Gipfel vom 24. bis 25. Mai in Brüssel, wo es auch um die Allianz gegen die Terrormiliz IS gehen wird.

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