Vom Osmanismus zum Separatismus: Scheich Said

Gespeichert von Redaktion am 7 Juli, 2012 - 01:03

Die kurdische Rebellion, die Anfang 1925 von dem Nakşibendi-Scheich Said angeführt wurde, markiert einen wichtigen Wendepunkt in der Geschichte der republikanischen Türkei. Sie bot Mustafa Kemal und Ismet Pascha die Gelegenheit, sich nahezu diktatorische Machtbefugnisse anzueignen. Von diesem Zeitpunkt an wurde das kemalistische Reformprogramm in noch grösserer Eile und ohne Rücksicht auf die Opposition verwirklicht. Durch die Politik des Laizismus wurden die wichtigsten Symbole beseitigt, die bis dahin noch Kurden und Türken sowie andere kleinere muslimische Ethnien geeint hatten. Die deutlichen Versuche, den Islam als staatstragende Ideologie durch einen türkischen Nationalismus zu ersetzen,entfremdeten die nicht türkischen Muslime nur noch mehr von der Regierung.

Von Martin van Bruinessen, Universität Utrecht.

 

Bruinessen Von Osmanismus Zum Separatism Us by TurkishPress on Scribd

weitere Informationen zum Artikel