Factcheck: #TurkishWarCrimes

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Factcheck: #TurkishWarCrimes

08. März 2018 - 01:19
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Twitter-Beitrag von Josef Maxmuri @JosefMaxmuri #TurkishWarCrimes
Twitter-Beitrag von Josef Maxmuri @JosefMaxmuri #TurkishWarCrimes

Ein ausgezeichnetes Foto wird derzeit in sozialen Netzwerken viral unter dem Hashtag #TurkishWarCrimes als ein Beweis für Kriegsverbrechen von "Erdogan" an "zivilen Kurden in Afrin" geteilt. 

Das Foto wurde jedoch 1983 vom türkischen Fotografen Mustafa Bozdemir im Dorf Koyunören in der Provinz Erzurum erstellt und zeigt die Auswirkungen des Erdbebens in den türkischen Provinzen Erzurum und Kars vom 30. Oktober 1983. Dabei verloren 155 Menschen ihr leben, 537 wurden verletzt, über 3.241 Häuser wurden stark, über 4.000 leicht beschädigt. 

Das Foto von Mustafa Bozdemir wurde von "World Press Photo Foundation", einer unabhängigen, gemeinnützigen Organisation, die 1955 in den Niederlanden gegründet wurde, 1984 preisgekrönt. Das Foto erhielt den ersten Preis in der Sparte "Spot News".

Das Foto wurde bereits am 9. August 2013 von den "Kamu Emekçileri Sendikaları Konfederasyonu" (KESK), einem Zusammenschluss von Gewerkschaften für den öffentlichen Dienst der Türkei, sowie der "Barış ve Demokrasi Partisi" (BDP), einer ehemaligen kurdischen Partei in der Türkei, deren Nachfolger die HDP ist, während einer Protestaktion zusammen mit dem Abgeordneten von Hakkari, Adil Zozani, als Massaker an der kurdisch-syrischen Bevölkerung in "Rojava" betitelt.

FACT: 
World Press Photo - Mustafa Bozdemir, Photographer, Turkey
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