Pepsi und andere Erfrischungsgetränke mit HIV infiziert?

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Pepsi und andere Erfrischungsgetränke mit HIV infiziert?

09. Januar 2018 - 01:57
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Screenshot Facebook - Pepsi und andere Erfrischungsgetränke mit HIV infiziert?

Über soziale Medien oder WhatsApp wird derzeit die Nachricht verbreitet, dass ein Pepsi-Mitarbeiter bei der Abfüllung die Erfrischungsgetränkemarken Pepsi, Tropicana, Dilim oder 7up mit HIV infizierten Blut verseucht hat. In der Nachricht wird die Behauptung aufgestellt, dass die britische Metropolitan-Police die Bürger davor gewarnt hat, die Erfrischungsgetränke des PepsiCo Inc. zu trinken. Die Meldung sei auch in Sky News bzw. "MDTV" - was eigentlich New Delhi Television Limited (NDTV) heißen dürfte - verbreitet worden, heißt es in den zahlreichen Beiträgen die derzeit vor allem in der türkischen Community geteilt wird.

Die Meldung ist nicht neu und kursiert seit 2011 immer wieder in veränderter Form im weltweiten Netz, darunter in Großbritannien, den USA und Indien, zuletzt im August und September 2017. 2013 sah sich der indische Erfrischungsgetränkehersteller der Marke "Frooti" gezwungen, eine gleichlautende Nachricht in sozialen Medien zu dementieren. Zu den jüngsten Meldungen hat der britische Nachrichtensender Sky News diesbezüglich bislang ebenfalls keine Nachricht veröffentlicht.

Zu der Frage, ob Verbraucher über kontaminierte Lebensmittel oder Getränke HIV bekommen können, erklärte u.a. die CDC (US-Bundesbehörde des amerikanischen Gesundheitsministeriums) mit Nachdruck, dass die Einnahme alleine nicht ausreicht. Demnach gebe es bislang keinen einzigen Vorfall, der darauf zurückzuführen ist. Der HIV-Virus ist ausserhalb des Körpers nicht lange lebensfähig. Selbst wenn kleine Mengen an HIV-infiziertem Blut oder Sperma in ein Getränk gelangen, würde das Virus an der Luft, durch Hitze beim Kochen oder durch die Magensäure abgetötet werden. Daher besteht kein Risiko, dass man beim Verzehr von Lebensmitteln mit HIV infiziert wird.

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