Factcheck: Folgen der Luftschläge auf Afrin - Gefechte zwischen FSA-Kämpfern

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Factcheck: Folgen der Luftschläge auf Afrin - Gefechte zwischen FSA-Kämpfern

27. März 2018 - 03:14
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FAKE: 
Botin Kurdistani  @kurdistannews24  23:14 - 24. März 2018
Airwars @airwars  12:25 - 27. März 2018
Özgür Gündem @OzgurrGundem  21:53 - 26. März 2018
Rûdaw Türkçe @RudawTurkce 11:29 - 26. März 2018

Die "Rûdaw Media Network", ein privatrechtlicher kurdischer Fernsehsender mit Sitz in Erbil in der Autonomen Region Kurdistan, hat in einem Twitter-Beitrag ein Video geteilt, die angeblich zugesendet worden sei und die Folgen der türkischen Luftschläge auf die nordsyrische Stadt Afrin beweisen sollen.

Das Video ist jedoch ein Zusammenschnitt aus mehrere Sequenzen, die einerseits aus Afrin stammen, jedoch nichst mit den Luftschlägen an sich zu tun haben. Andererseits stammen manche Sequenzen im Video nachweislich aus der nordsyrischen Stadt Rakka, die während der US-geführten Anti-IS-Koalitions-Luftschläge infrastrukturell fast zerstört wurde.

Fest steht, dass der größte Teil des Videobeitrags eine Wohnsiedlung aus Afrin zeigt, die am 19. März 2018, also einen Tag nach der Einnahme durch die türkische Allianz, durch eine Sprengfalle der YPG zerstört wurde. Dabei kamen nach Medienberichten insgesamt elf Menschen um, darunter sieben Zivilisten und vier FSA-Kämpfer. Die Detonation war Reportern des türkischen Nachrichtensenders NTV zufolge, die vor Ort waren, weit über die Stadt hinaus zu hören und hatte ihren Ursprung im Afriner Stadtviertel Ahmed Schawani. 

Auch die NGO Airwars hat offenbar die Meldung übernommen, fügte jedoch hinzu, dass die türkische Nachrichtenagentur Anadolu den Schaden auf eine YPG-Bombe zurückführt. In einem Retweet hat der BILD-Reporter Julian Röpcke die Airwars aufgefordert, ihren Tweet zu löschen.

Der Videobeitrag, den die "Rûdaw Media Network" geteilt hat, zeigt demnach nicht die Folgen eines angeblichen türkischen Luftschlags, sondern die Wirkung einer Bombe, die beim Abzug der YPG in einem Gebäude installiert wurde. Darüber gibt es ein Videobeitrag der türkischen Nachrichtenagentur IHA.


In Twitter-Beiträgen der "Özgür Gündem" sowie der PKK-nahen Nachrichtenagentur "ANHA" wird ein und dasselbe Bild geteilt, die angeblich aktuelle Gefechte zwischen zwei rivalisierenden Milizen der Freien Syrischen Armee (FSA) in der Stadt Afrin verdeutlichen soll.

Dieses Bild, in der drei bewaffnete Personen sich gegenseitig in einer Menschenmenge die Waffen richten, entstand jedoch vor dem Juli 2014 und ist laut einem syrischen Nachrichtenportal eine inszenierte Szene. 

FACT: 
Julian Röpcke @JulianRoepcke  08:24 - 20. März 2018
Habertürk - SON DAKİKA! Afrin'de terör örgütünün tuzakladığı binada patlama - 19.03.2018 - 10:23
Aksam - Afrin'de terör örgütü PKK'nın tuzakladığı binada patlama: 11 kişi yaşamını yitirdi - 19 Mart 2018 Pazartesi 11:41
BILD-Reporter Julian Röpcke - 17:17 - 27. März 2018
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