Der Rapporteur am 28. Oktober 2017

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Der Rapporteur am 28. Oktober 2017

28. Oktober 2017 - 20:06
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Unser Rapporteur hat wieder ganz normale und wissenswertige Dinge aus der Türkei und Deutschland zusammengetragen, aber auch beeindruckendes, kurioses, lustiges, unglaubliches oder erstaunliches, ob aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Kultur.

Der Tagesspiegel - Ankara dreht an der Uhr

Staatspräsident Erdogan hat in einer Ansprache am Samstag zum 94. Jahrestag der türkischen Republik das Volk beglückwünscht und an den Befreiungskampf erinnert, der in Einheit zur Freiheit geführt habe. Der Tag der Republik der Türkei ist der wichtigste Nationalfeiertag in der Türkei und erinnert an die Ausrufung der Republik im Jahre 1923. Er dauert 35 Stunden an und beginnt um 1 Uhr nachmittags am 28. Oktober. Am 29. Oktober 1923 erklärte Mustafa Kemal Pascha (Atatürk), dass die Türkei von nun an eine Republik sei.

Die FDP will das Land näher auf arabische Gebetszeit rücken. Denn in den Sondierungen zur Jamaika-Koalition ist man für eine Abschaffung der Sommerzeit. Die EU-Kommission prüft derzeit ebenfalls die Forderungen. Die Umstellung zur Normalzeit im Winter am kommenden Sonntag will die liberal-freiheitliche Partei in Berlin nicht mehr mitmachen.

Die Sommerzeit ist seit ihrer Einführung umstritten. Die Entscheidung der Türkei, die Umstellung ganz abzuschaffen, hatte in Deutschland die Befürchtungen weiter genährt, dass Land drifte immr weiter von Europa ab. Nun scheint aber Europa sich auf die Türkei zuzubewegen wollen. Auch volkswirtschaftlich betrachtet, hatte die Türkei bereits zuvor in einer Studie festgestellt, dass die Zeitumstellung mehr Nachteile als Vorteile hat. Viele Menschen in Europa klagen darüber, dass ihnen eine Stunde Schlaf fehlt. Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov ergab im Frühjahr, dass rund 47 Prozent der Bundesbürger am Sonntagfrüh den Schlafmangel spüren. 60 Prozent würden die Umstellung gern ganz abschaffen.

Auf der Kölner Einkaufsmeile Schillergasse musste der türkische Blogger Bilgili Üretmen einen für Samstag angemeldeten Informationsstand abreißen, nach dem die Polizei die Kundgebung im nachhinein verboten hatte. Üretmen erklärte, dass die Aktion als satirischer Informationsstand konzipiert und bei der Anmeldung mit Behörden abgesprochen war. Dennoch sei der Stand dann verboten worden.

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