Die Masche mit den fiesen Ping-Anrufen

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Die Masche mit den fiesen Ping-Anrufen

06. November 2017 - 16:43
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Es gibt eine neu aufgelegte alte Betrugsmasche per Telefon

Die Masche mit den fiesen Ping-Anrufen

Wesentliche Teile des folgenden Artikels, der zur Aufklärung vor kriminellen Taten dient, haben wir dem deutschen Magazin "Stern"entnommen Das Telefon oder Smartphone klingelt einmal ganz kurz - schon wurde wieder aufgelegt. Das arglose Opfer sieht nur den Hinweis mit merkwürdig langer Nummer, wie etwa +21625981893 auf dem Display. Wer nun zurückruft, ist schon in die Falle getappt und zählt u.U. erheblich Lehrgeld:

Die Nummern führen nämlich nicht nur ins Ausland, etwa Tunesien (Vorwahl +216 bzw. 00216), Guinea (+224 bzw. 00224) Marokko (+212 bzw. 00212), Burundi (+257 bzw. 00257) oder den Balkan. In den jeweiligen Ländern handelt es sich zusätzlich um teurere Service-Nummern, die mindestens drei Euro pro Minute kosten. Teilweise wird die erste Minute schon berechnet, wenn die Verbindung mit dem Anschluss zu Stande kommt.

Das bedeutet, wenn das ausländiache Freizeichen ertönt. Bei den absichtlich kurzen Anrufen handelt es sich um sogenannte Ping-Calls, deren Ziel es ist, die Angerufenen in eine Kostenfalle zu locken. Das Phänomen dahinter ist nicht neu. Ping-Anrufe gibt es bereits seit Jahren, in den letzten Wochen häufen sie sich allerdings wieder. Allein im Oktober seien bei der deutschen Bundesnetzagentur rund 30.000 Beschwerden eingegangen. Vor allem aus Nordrhein-Westfalen, der Schweiz und Österreich stammen die aktuellen Meldungen, aber auch aus Sachsen und Hamburg sind Fälle bekannt. Wer angerufen wird, ist Zufall:

Die Nummern werden von Computern willkürlich durchprobiert, die Betrüger könnten aber auch Daten-Sammlungen aus gehackten Webseiten durcharbeiten, die im Netz gehandelt werden. Das bedeutet aber auch, der Umstand, nicht im Telefonbuch zu stehen, schützt bei dieser Betrugsmasche nicht. Hat man einen der Anrufe erhalten, sollte auf keinen Fall zurückgerufen werden. Ist es schon zu spät, kann man versuchen, sich das Geld von seinem Telefon-Anbieter zurückzuholen. Die Verbraucherzentralen bieten dabei zum Teil Hilfe an. Eine echte Lösung für das Problem dürfte es indes nicht geben: Die Nummern sind in den Heimatländern der Betrüger legal nutzbar, alle zu sperren ist also keine Option. Die einzige Maßnahme ist daher, Bewusstsein für die Abzockmasche zu schaffen. Denn sobald keiner mehr zurückruft, erledigt sich das Geschäft mit den Betrugsnummern ganz schnell von selbst.

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