Soldatenbriefe sollen an Enkel übergeben werden

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Soldatenbriefe sollen an Enkel übergeben werden

06. November 2017 - 23:48
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Nach rund 100 Jahren sollen Soldatenbriefe von Osmanen an ihre Nachfahren übergeben werden. Das teilte der Rote Halbmond in Ankara mit.

Soldatenbriefe sollen an Enkel übergeben werden

Ankara / NEX / TP – Nach rund 100 Jahren sollen Soldatenbriefe von Osmanen an ihre Nachfahren übergeben werden. Das teilte der Rote Halbmond in Ankara mit. Ein ganze Reihe von Soldatenbriefen aus dem Ersten Weltkrieg hat der türkische Rote Halbmond ausgewertet. Sie wurden während der Gefangenschaft von osmanischen Soldaten geschrieben. Die meisten Briefe stammen aus Gefangenenlagern in Indien, in die osmanische Gefangene von der britischen Armee interniert wurden.

In einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur Anadolu sagte der Generaldirektor des Türkischen Roten Halbmonds “Kizilay”, Ibrahim Altan, seine Hilfsorganisation habe bereits Briefe von etwa 12.000 osmanischen Soldaten, die als Kriegsgefangene von der britischen Armee in der heutigen westmyanmarischen Rakhine-Staat festgehalten worden waren, an ihre Familien weitergegeben. In dieser Hinsicht habe der Kizilay die bedeutendste und sicherste Brücke zwischen den Soldaten und ihren Familien hergestellt, unterstrich er im Gespräch.

Einige der Briefe, die damals nicht korrekt zugestellt werden konnten, sind kürzlich von der türkischen Roten Halbmond-Gesellschaft archiviert worden und werden nun den Enkelkindern der Soldaten übergeben, so Altan weiter. Unter den vielen Soldatenbriefen stammt u.a. eines vom 25-jährigen Hüseyin Mustafa aus der nordwestlichen Provinz Kastamonu, ein weiterer stammt von Haci Dede aus der Hauptstadt Ankara. Der schrieb, dass er sich seit drei Jahren in Gefangenschaft befinde.

Tausende von osmanischen Soldaten wurden gefangen genommen, nachdem die Briten Anfang 1917 die irakische Stadt Basra besetzt hatten. Die meisten dieser Soldaten sollen in Gefangenenlagern im Rakhine-Staat gestorben sein, der zu dieser Zeit ein Teil Indiens war. Die Initiative zur Übergabe der historisch wertvollen Briefe ergriff der türkische Rote Halbmond, der im kommenden Jahr sein 150-jähriges Jubiläum feiern wird. Die türkische Rothalbmondgesellschaft hilft seit ihrer Gründung im Jahr 1868 Verwundeten auf dem Schlachtfeld und leistet weltweit humanitäre Hilfe.

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