MARTINSTAG statt Laternenfest

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MARTINSTAG statt Laternenfest

06. November 2017 - 17:25
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Bald ist es wieder so weit: Am 11.11. ziehen, nicht nur in Deutschland, wieder zahlreiche Kinder mit Laternen durch die Straßen und die dunkle Gassen und Wege strahlen wieder hell. Der Umstand, dass an diesem Tag auch der Auftakt der Faschingssaison ist, hat aber damit nichts zu tun.

MARTINSTAG statt Laternenfest

Bald ist es wieder so weit: Am 11.11. ziehen, nicht nur in Deutschland, wieder zahlreiche Kinder mit Laternen durch die Straßen und die dunkle Gassen und Wege strahlen wieder hell. Der Umstand, dass an diesem Tag auch der Auftakt der Faschingssaison ist, hat aber damit nichts zu tun. Die Kinder nämlich erinnern damit alljährlich an einen römischen Soldaten namens Martin(us).

Der ritt seinerzeit an einem sehr kalten Tag (warum auch immer) über einen Weg und entdeckte dabei am Wegesrand einen ärmlich gekleideten, frierenden Bettler. Kurzerhand sprang dieser Martin von Pferd, teilte mit seinem Schwert seinen Umgang in zwei Teile und schenkte den einen Teil dem Bettler zum Schutz vor der Kälte. Zwar eine schöne Geschichte, die zu der damaligen Zeit wohl weitgehend einzigartig war. Aber, Eingang in mein Tagebuch findet das, wegen der absoluten Doofheit mancher Deutscher und was die daraus machen.

Die haben nichts gegen die Geschichte und nichts gegen die Kinder mit den Laternen. Aber etwas gegen den Namen dieses Fests. Die halten das Alles nämlich für einen Besuch der Christen, wodurch Kinder aus atheistischen oder Familien anderer Religionen von der Teilnahme ausgeschlossen und diskriminiert würden. Daher muss dieses Fest nun in manchen deutschen Bundesländern ganz offiziell Laternentag heißen. Und das ist doch der Quatsch des Jahrzehnts.

Wo bitte schön hat diese Geschichte was mit dem Christentum zu tun? Dieser römische Soldat Martin war, jedenfalls zu dem Zeitpunkt, als er den Bettler traf, kein Christ und auch kein Muslim. Die Römer hatten da eine ganze Reihe an Göttinnen und Götter, an die sie glaubten. Diese verblendeten und bescheuerten Regulatoren haben den Deutschen also in ihrem geistigen Irrsinn alles gleich und staatlich-atheistisch machen zu müssen, zur Begründung beim Martinstag mal wieder was von "Klein-Doofi" erzählt. Und die können mich zumindest mit ihrem Schweiß voll labern, bis sie heiser sind. Aber in meinen Kalender steht, dass ich am 11.11 2017, also am Martinstag, mit meinen Enkeln zum Martinsumzug gehe.

Die Enkel mit Laternen und ich mit einer Sicherungsfackel. Und wir werden genauso diesem römischen Soldaten Martin und seiner sozialen Tat gedenken, wie die Kinder syrischer Flüchtlinge, die in den gleichen Kindergarten wie meine Enkel gehen. Die Kinder werden alle ihre Lieder über diesen Martin und ihre Laterne singen und die syrischen Väter und ich uns über die neueste Lage in Syrien und wer-weiß-was austauschen, sowie geneinsam über diese Möchte-gern-Gleichmacher lachen oder den Kopf schütteln. Wie voriges Jahr. PUNKT.

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