Aschura - Zehnter Tag im Monat Muharrem

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Aschura - Zehnter Tag im Monat Muharrem

22. Oktober 2015 - 23:20
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Die Aschura ist der zehnte Tag im ersten Monat Muharrem nach islamischen Kalender. Für praktisch alle Muslime ist dieser Tag von Bedeutung.

Praktisch alle Muslime auf der ganzen Welt Gedenken oder Beten an diesem Tag. Für die Sunniten ist der Monat Muharrem einer der vier heiligen Monate des Jahres, in der Prophet Moses beim Auszug aus Ägypten das Schilfmeer durchquerte, die Wunden des Propheten Hiob durch Gott geheilt wurden und der Prophet Noah nach der Sinflut mit der Arche auf dem Berg Cudi strandete. Laut Überlieferung kochten Noah und die Überlebenden der Arche mit dem Rest an den wenigen Nahrungsmitteln ein Festessen, die durch Gott vermehrt wurde und dadurch alle satt wurden. Noch heute kochen Muslime das sogenannte Aschura-Essen, eine Süßspeiße mit Nüssen, Trockenobst, Beeren und Getreide nach und reichen es Freunden, Bekannten oder Nachbarn.

Nach dem schiitischen Islam ist die Aschura der letzte Tag der jährlich zehn Tage andauernden Trauer- und Bußrituale zu Ehren des Martyriums des dritten Imams Husain ibn Ali, eines Sohnes Alis und Fatima, der Tochter des Propheten Mohammeds. Ausserdem bildet die Aschura den Höhepunkt zum Gedenken an die Schlacht von Kerbele im Jahre 680. In dieser Schlacht wurde Husain ibn Ali und fast alle männlichen Verwandten getötet. Seither Gedenken die Schiitin mit Erzählungen über die Schlacht, Trauerprozessionen sowie Selbstgeißelung, um die Leiden des Husain ibn Ali nachzuempfinden.

Aleviten reichen ebenfalls nach einer 12-tätigen Fastenzeit am Aschura-Tag die Süßspeiße Bekannten, Freunden und Nachbarn, um so die Dankbarkeit zu zeigen. Diese Dankbarkeit richtet sich aber auch auf die Schlacht von Kerbela, bei der der Sohn von Husain ibn Ali, Zein Al Abdin, aufgrund einer Krankheit überlebte. 

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