Ein Dorf in der Türkei

Lesezeit
1 Minute
Gelesen zu

Ein Dorf in der Türkei

25. November 2010 - 14:15
Kategorie:
0 Kommentare

Die Türkei, ist zu 100% muslimisch. Wirklich zu 100%? Nein! Ein kleines christlich-arabisches Dorf leistet erbitterten Widerstand.

Ähnliches lesen wir aus Asterix und Obelix. Allerdings muss man hinzufügen, dass das Dorf nicht rein christlich, sondern bunt gemischt. Die christlichen Araber sind gastfreundlich und leben wie ihre Vorfahren, friedlich mit den anderen Ethnien und Glaubensgemeinschaften (Alewiten, Sunniten und Juden) zusammen. Es gibt also keinen Grund Widerstand zu leisten. Die Reise führt uns in den Südosten der Türkei in die Provinz Hatay in den Landkreis Altınözü an der syrischen Grenze.

Warum ich euch ein christlich geprägtes Dorf vorstellen möchte? In Zeiten, in denen konservative Ultras in Europa die Oberhand gewinnen, die ahnungslose Bevölkerung mit Hetze überfluten und von den bösen Türken erzählen, die vehement Christen in der Türkei verfolgen, möchten wir mal eine Gegendarstellung bieten. Vor allem auch, weil man behauptet es gäbe keine Kirchen, obwohl diese reichlich und vor allem historisch lange in der Türkei existieren.

Die Tageszeitung Sabah machte sich die Mühe, in der sehr heißen Gegend eine Fotosession von Land und Leute mit Hintergrundinformationen zur Verfügung zu stellen. Die Dorfbewohner berichten bei Tee und Gebäck im örtlichen Teehaus, in der auch Mustafa Kemal Atatürk der Staatsgründer und Volksheld die Wand ziert, erfreut über die neue Visumfreiheit mit dem Nachbar Syrien, denn viele haben Verwandtschaft und Freunde im einst verfeindeten Syrien. Die meisten Menschen im Dorf sind alt und sprechen kein Türkisch sondern Arabisch. Manche können auch Französisch aus der damaligen Besatzungszeit in Syrien. Denn bis 1939 war das Dorf noch auf syrischem Territorium, bis es Teil der türkischen Republik wurde. Damals Hieß das Dorf "Cneydo" und hieß ab 1960 "Yonta" und dann letztendlich Tokaçlı.

In unserer Galerie (unter "Verweise" unten oder im Reiter oben unter "Galerie") können Sie die Bilder der Dorfbewohner, Häuser und der römisch-katholischen Kirche einsehen. Apropo Kirche. Diese römisch-katholische Kirche ist über 300 Jahre alt. Vor dem Eingang kann der Besucher die "Zehn Gebote" auf Türkisch lesen. In dieser Kirche wird auch seit jeher gebetet gepredigt.

Lesen sie das nächste mal über zufällig noch ein christliches Dorf, dass keinen Widerstand leistet sondern mit der Türkei lebt.

weitere Informationen zum Artikel